Wege aus somalischer Dauerkrise gesucht

Ansichtssache

Seit 20 Jahren versinkt Somalia im Chaos, Bürgerkrieg, Armut und Terror haben das Land fest im Griff - In London beraten seit Donnerstag Geberländer, Nachbarstaaten und die Regierung über neue Konzepte der Krisenlösung.

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foto: reuters/feisal omar

Somalia am Horn von Afrika gilt als gescheiteter Staat. Gewalt, Terror und Armut haben das Land seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 fest im Griff. Somalia zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die weitgehende Abwesenheit effektiver staatlicher Strukturen hat das Land zur Brutstätte für Piraterie und zum Rekrutierungsfeld für Terroristen gemacht.

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24 Postings
Wege in die Dauerkrise

die Wahrheit ist, Somalia gehts heute ohne Zentralregierung besser als 1991

http://www.peterleeson.com/Better_Of... teless.pdf

Waffen liefern

Waffen liefern
Waffen liefern

Dann geht es unserer Wirtschaft gut!

Somalia – oder:

wie man mit Khat-Händlern Impfkampagnen durchführen könnte

http://blog.zeit.de/kongo/201... en-konnte/

Aufteilen

Wieso immer noch krampfhaft an den willkürlich gezogenen Kolonialgrenzen festgehalten wird ist mir schleierhaft.

Es wäre wohl besser zu versuchen das Land in mehrere Clanreiche aufzuteilen. Die Gebiete, in denen wieder stabile Verhältnisse bestehen bzw die Menschenrechte wieder eingehalten werden sollten dann durch internationale Anerkennung und Fördermaßnahmen belohnen. So könnte man Stück für Stück das Land der Gewalt entreißen und die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Nach jetzigem Stand würde sich zB die Anerkennung/Förderung von Somaliland anbieten.

stimmt vollkommen, v.a. bei somaliland.

Gewalt, Terror und Armut haben das Land seit dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 fest im Griff.

Genauso wie in Libyen, Ägypten, Syrien. Darüber wird aber nicht beraten...

Der Iran ist der einzige Staat in dem es derzeit eine Art islamistische Demokratie gibt und in dem Frieden und Ordnung herrscht. Aber auch das ist dem Westen ein Dorn im Auge.

Islamismus und Demokratie

widersprechen sich grundsätzlich. Die "islamistische Demokratie" des Iran sieht so aus, dass Mullahs und Wächterrat einmal aussortieren wer überhaupt für ein politisches Amt kandidieren darf und dem Klerikalregime Mißliebigen wird von vornherein eine Kandidatur verwehrt. Außerdem steht über Allem ein absolutistischer Obbermullah ("geistiger Führer"), der nicht vom Volk gewählt wurde, aber dennoch in Allem das letzte Sagen hat. Dasselbe gilt für den Wächterrat sowie die Religions- und Sittenpolizei, die so ruchlose Verbrechen wie "antiislamisches Verhalten" und "unzüchtige Bekleidung" ahnden. Die "Ordnung" im Iran kann man also getrost als Friedhofsruhe eines totalitären Systems bezeichnen, jedenfalls kein positives Beispiel.

Und genau dieses System hat der Westen in Tunesione, Libyen, Ägypten und Syrien gefördert...

Jetzt

widersprechen Sie aber Ihrem eigenen Posting ein wenig...

In London beraten seit Donnerstag Geberländer, Nachbarstaaten und die Regierung über neue Konzepte der Krisenlösung.

tja wie wärs, wenn mal in Somalia verhandeln würde?

villeicht auch noch mit leuten die dort was zu sagen haben...?

Wirklich zu sagen

haben in Somalia anscheinend nur islamistische Fundis etwas, und mit kompromisslosen Gottesstaatsfanatikern kann man kaum verhandeln, da diese es niemals billiger geben werden.

"Das Land ist fest in der Hand von Clans, Kriminellen und Piraten"

und ich dachte es geht nicht um europa??

Man könnte ja Somaliland als Staat anerkennen, dort scheint es ja einigermaßen zu funktionieren.

eine zweite kammer mit vertretern der clans. das ist ja auch das österreichische konzept.

Die UN hat ja auch noch nie was vernünftiges zustande gebracht!

Die Lösung ist ganz einfach:

aufhören die menschen auszuplündern , und ihnen helfen

ich will von denen nix, bitte überhaupt nix.
doch halt, sie sollen einfach die fresse halten, sprich ich will keine gejammere von diesem teil der welt mehr hören.

wenn sie sich den schädl einschlagen müssen, ok, dann sollen sie, aber bitte lasst uns ihn ruhe. es interessiert mich nicht mehr. und ich will auch nicht mehr das gelder in solche gebiete fließen, ist zwar für zivilisten die sich nicht den schädl einschlagen lassen wollen blöd, aber echt, es interessiert mich nicht mehr !!!

es interessiert mich nicht mehr !!!

warum liest du dann den artikel?

aufhören die menschen auszuplündern , und ihnen helfen

während die auf dich schießen ???

wenn man ihnen helfen könnte, ohne beschossen zu werden

in Somalia kann niemand mehr irgendjemanden ausplündern, weil zum plündern nichts da ist.
Helfen würden nur mehr radikale Maßnahmen:
1.) Grenzen dicht machen, keiner darf ausreisen
2.) Ackerbau und Viehzucht wieder aufbauen - mit internationaler Hilfe
3.) Verbot jeder religiösen Betätigung in staatlichen Organisationen (von den Schulen bis ins Parlament)
4.) Verbot jeden Besitzes von Waffen
5.) Aufbau von Arbeitslagern für jene, die mit Waffen erwischt werden.

ziemlich unrealisierbar, was sie da vorschlagen.

1) die somalische binnengrenze ist rund 2000km lang, eine historisch von westlern willkuerlich und meist quer durch wuestengebiete gezogene linie, die die dort lebenden staemme, die oft bis heute noch nomadisch leben, nie verstanden haben.
2) ok
3) klappt ja nicht einmal bei uns, stichwort konkordat.
4) die einzigen westlichen kulturgueter, die es in jedem doerfchen gibt, sind coca-cola und kalishnikovs. unmoeglich die distribution zu kontrollieren
5) arbeitslager?? was sind denn das fuer ideen.. rate ihnen nicht nach somalia zu reisen, aber in den nachbarlaendern, weit draussen in laendlichen regionen sind kalishnikovs lebensgrundlage fuer nomaden, die ihre herden beschuetzen.

vor allem leidet somalia unter dem

us-stellvertreterkrieg.

Welcher? Wo?

Alles schöne Maßnahmen.

Das Problem ist nur:

Wie zw. wer setzt man es durch?

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