Rückzug als Vollbank aus Italien

23. Februar 2012, 11:00
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Filialen sollen wieder von Innsbruck aus betreut werden

Innsbruck - Die landeseigene Hypo Tirol Bank zieht weitere Konsequenzen aus ihrem Italien-Debakel. Das Institut werde sich als Vollbank aus Italien zurückziehen und sich künftig wieder auf das Filialnetz beschränken, das von der Hypo-Zentrale in Innsbruck betreut werde, sagte Aufsichtsratsvorsitzender, LAbg. Wilfried Stauder der "Tiroler Tageszeitung".

Die italienische Zweigniederlassung der Hypo Tirol hatte mit 1. Juni 2009 ihre Geschäftstätigkeit als Vollbank nach italienischem Recht aufgenommen. Ob Filialen geschlossen werden müssen, stand zunächst nicht fest, hieß es in der TT.

Anfang Dezember war bekanntgeworden, dass die Hypo Tirol in ihrem Italien-Geschäft Kreditausfälle bis zu 120 Mio. Euro hinnehmen muss. Die Bank sieht sich bei Teilen der Ausfälle als Betrugsopfer und erstattete Anzeige bei der Finanzmarktaufsicht (FMA). Durch die hohen Wertberichtigungen musste das Land Tirol der Bank abermals unter die Arme zu greifen. Im Dezember wurde im Landtag eine Kapitalspritze über 230 Mio. Euro beschlossen. Mittlerweile nahm auch die Korruptionsanwaltschaft Ermittlungen auf. (APA)

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