Volksbegehren fordert Vermögenssteuern von zwei Prozent des BIP

hermitdemzaster.at ist online - Initiator Fußi erhält Unterstützung von SOS Mitmensch und Grünen-Politikern

Wien - Der frühere Anti-Abfangjäger-Aktivist Rudolf Fußi sucht via Web Unterstützung für sein geplantes "Volksbegehren für Steuergerechtigkeit". Seit Donnerstagfrüh ist die Website www.hermitdemzaster.at online. Die Initiatoren benötigen bis Ende März 15.000 Unterschriften, um das Volksbegehren einleiten zu können.

Gefordert werden verfassungsgesetzliche Maßnahmen für vermögensbezogene Steuern. Im Detail fordert Fußi unter anderem die Anhebung vermögensbezogener Steuern auf zwei Prozent des BIP bei einer gleichzeitigen Entlastung der Arbeitseinkommen sowie die Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Unterstützung erhält er laut Homepage etwa vom Menschenrechtsexperten Philipp Sonderegger, dem burgenländischen Autor und Grünen-Mandatar Michel Reimon und dem Sprecher der Grünen Wirtschaft, Hans Arsenovic. (APA)

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Gut gemeint

Die Idee ist gut gemeint, aber ich befürchte dass die Falschen erwischt werden. Denn die Superreichen haben alle Möglichkeiten diese umzugehen. Wenn bestimmte Höhe festgeschrieben wird, werden die weniger Reicher, spricht die Häuselbauer herangezogen. Dann werden nicht mehr die Superreicher Milliardären erwischt, sondern die Mittleren bis unteren Einkommenbezieher. Diese werden zwangsweise mit den Armen eine Solidargemeinschaft gebildet, die Superreichen werden ausgenommen.

und wenn dieser traum wahr wird, dann wird alles gut.....

...leider völlig falsch:

dieser gefräßige staat mit bereits einer der höchsten abgabenquoten weltweit, zerfresssen und geprägt von jahrzehntelanger sp-vp-management-und organisationsversagens-, lobbying-klientel-und letzlich auch jede menge korruptions-politik wird NIE mit dem geld auskommen das reinkommt, bzw es für die ziele dieses v-begehrens einsetzen.

KEIN eur mehr in dieses system einer völlig ermüdeten und alternativlosen schein-demokratie, bei der man in wirklichkeit nicht mehr weiß wen man wählen soll, bevor glaubwürdige und messbare reformen am tisch liegen.
das akt. lügen- und phantasiezahlen-sparpaket war jetzt ja wieder 1x mal mehr zeit-kauf dieser verfilzten nomenklatura auf unser aller kosten ohne jedes zukunftskonzept

Eigentum ungleich Reichtum

Hier wird allgemein Eigentum mit Reichtum gleich gesetzt, das entspricht nicht immer der Realität

Manche setzen Eigentum...

...sogar mit Diebsgut gleich.
.
So schauts bei uns im realen Austromarxismus aus.

Was haben die Leute allerweil mit den Prozent des BIP?
Ist das eine neue Zauberformel?

Das BIP ist schon überbewertet

in seiner Verwendung. Solang wir aber a)
ein Steuersystem haben, das (notwendigerweise) großteils vom Einkommen/dessen Verwendung abhängig ist, sowie b)
der Staat auch als Auftraggeber und Arbeitgeber massiven Einfluss auf seine Wirtschaftsleistung nimmt, ist es gerade im Zusammenhang mit den Staatsfinanzen wichtig, hier eine Balance und Stabilität der Parameter zu haben. Für andere Dinge und Zusammenhänge ist es eigentlich nur ein mehr oder weniger passender Proxy für Fantasielose oder Halbgebildete, v.a. wenn man Flußgrößen (wie ein BIP) mit Bestandsgrößen (Vermögen - wie bewertet man das denn, wenn's nicht grad ein Kontostand ist...) vergleicht.

Wenn man eine Steuer auf Stiftungen einführt, dann bin ich dafür. Allerdings bin ich ein strikter Gegner von Erbschaftssteuer weswegen dieses Volksbegehren für mich ausscheidet. Wenn ich ein Haus kaufe zahle ich bereits beim Kauf Steuern an den Staat. Warum später meine Kinder nochmals Steuern für dasselbe Haus zahlen sollen ist für mich nicht logisch, so etwas nenne ich ganz simpel Doppelbesteuerung. Egal ob die Betroffenen reich sind oder nicht, so etwas ist einfach falsch. Dasselbe gilt für Firmen und Unternehmen die an die Kinder weitergegeben werden. Hier kann ich dann berechtigt die Frage stellen, wo war da die Leistung des Staates, die das rechtfertigt.

Wissen Sie eigentlich,

wie oft ein Geld schon versteuert wurde, das ein Lohnempfänger bekommt?

Ein Kunde kauft eine Dienstleistung bei einer Firma und zahlt dafür MWSt., dann zahlt die Firma zB. KöSt. und dann bekommt der Arbeiter davon seinen Lohn und muss trotzdem nochmals riesig Lohnsteuer zahlen.

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben: Steuer fällt an, wenn Werte den Besitzer wechseln. Das ist beim Schenken und Erben genau der Fall.

Ich kann verstehen, wenn die Erbschaftssteuer nach dem Verwandschaftsgrad gestaffelt wird, aber diese Selbsterständlichkeit anzunehmen, dass Schenkung und Erbe steuerlos sein muss, ist widerlich!!!

Privates Vermögen kostet dem Staat viel Geld, weil ja im Gegenzug auch dessen Schutz gewährleistet wird.

Und wieder ein Ahnungsloser

Stiftungen werden in der gleichen Art besteuert wie alle anderen Kapitalgesellschaften.
Macht ja nichts SIe können ja nicht alles wissen.
Aber diese Art von ideologisch bedingter Blindheit ist immer wieder erstaunlich.

Stiftungen sind dazu da,

damit z.B. KHG seine Millionen die er irgendwo "verdient" hat (als Leistungsträger der Familienpartei natürlich) nicht sofort versteuern muß. Deshalb parkt man Geld in Stiftungen. Wenn die Stiftung mit dem Geld arbeitet, bezahlt sie natürlich für die Einkünfte Steuern. Aber ursächlich ist die Stiftung zuerst mal dafür da, um Steuern zu sparen. Und sie sollten verboten werden. Sofort.

Sie haben keine Ahnung von Stiftungen

lg
Dimple

1. Eine Stiftung ist keine Kapitalgesellschaft.
2. Stiftungen werden anders besteuert als Kapitalgesellschaften.
3. Bevor du behauptest dass irgendwer ahnungslos ist solltest du dir mal selber etwas Bildung zukommen lassen!

Sie haben Recht, eine Stiftung ist keine Kapitalgesellschaft aber für die Stiftungsgewinne ist wie bei Gewinnen von Kapitalgesellschaften die Körperschaftsteuer in Höhe von 25% abzuliefern.

Somit ist die Besteuerung vielleicht nicht gleich, aber zumindest sehr ähnlich.

http://www.hsp-law.at/downloads... iftung.pdf

Schade, dass hier nicht der url des Volksbegehrens angegeben ist:

www.hermitdemzaster.at

Ist es das was Sie wollen, geht es darum das niemand mehr Geld haben darf als der Durchschnitt? Nicht alle Menschen sind gleich, einige sind klüger und talentierter als Andere, sollen diese dafür bestraft werden? Nicht alle Reichen haben ihr Vermögen auf unredliche Art und Weise gemacht. So toll Österreich vielfach ist, diese ewige auch von den Parteien geschürte Neiddebatte ist unwürdig für dieses Land. Ich habe auch einen Freund dessen Eltern gestorben sind als er ein Kind war und ihm soviel Geld hinterlassen haben, dass er niemals im Leben arbeiten muss. Wenn ich mit ihm skype ist er einmal heliskiing in Alaska und das nächste mal surfen auf Fidschi. Ich gönne es ihm, auch wenn es mir auf dauern zu langweilig wäre.

Nicht alle Reichen haben ihr Vermögen auf unredliche Art und Weise gemacht

...aber es ist wohl unbestritten, dass die Schere zwischen arm und reich sich immer weiter öffnet - das muss ein Ende haben!!

Das problem mit ihrem freund ist das folgende:

Dadurch, dass er sich nicht an der finanzierung des staates beteiligt, bleibt die gesamte last an jenen hängen, die dafür arbeiten. Gelingt es mir zum beispiel, partner für die kommerzielle verwertung einer erfindung zu finden, und erreiche ich damit dann dieselbe ökonomische leistungsfähigkeit wie ihr freund, dann müsste ich in österreich nicht 30%, sondern 50% meiner einkünfte an den staat abgeben. Dieser hohe satz erklärt sich daraus, dass ökonomische leistungsfähigkeit durch erbschaft und vermögen nicht zur bemessung der steuerpflicht herangezogen wird.

Ich möchte aber nicht für ihren freund sozusagen mitzahlen. Daher wird die firma eben in prag oder basel und nicht in wien sein - und die arbeitsplätze auch.

wenn dieser Mensch sein Geld unter die Leute schmeißt finanziert er auch ein bisserl den Staat mit, er muss ja Umsatzsteuer zahlen und wenn er anständig mit dem GEld um sich schmeißt dann bringt er vielleicht sogar mehr Steuerleistung als wir

hier wird immer nur S/W gesehen, es gibt genügend Graubereiche

Sorry, das ist käse!

Klar, auch wenn der feudalherr anlässlich seiner hochzeit ein riesenfest veranstaltet, profitieren davon alle möglichen leute. Möglicherweise sogar ein 'leonardo da vinci', der den auftrag für eine tolle bühnenmaschine bekommt.

Es geht aber um quantitative größen. Und da ist es einfach so: wenn in einer gesellschaft erbschaften und untätige vermögen nicht zur bemessung der steuerlast herangezogen werden, dann bleiben mehr lasten an den erwerbseinkommen und an den gewinnen aus innovationsfreudigen, risikobereitem unternehmerischen engagement hängen. Und damit wird der standort schlechter für die verwertung innovationsfreudigen, risikobereiten kapitals.

Ich gönne es ihm auch.

Ich gönne ihm aber auch, dass er von dem Luxus ein paar Prozent abdrückt. Wenn er dafür womöglich auf 2 Stunden Heli-Skiing pro Jahr verzichten muss, halten wir es alle aus.

Wozu Steuern? Der Staat kann Geld drucken!

Und damit die Reichen elegant und einfach enteignen!

Wozu den großen Vermögen nachlaufen, wenn sich der Staat selbst eine beliebig großes Vermögen schaffen kann? Wozu den Bürger mit Steuerfahndung, Verwaltungen, Bürokratie und ähnlichem Unfug belasten?

Die Griechen zeigen, wie es geht: Was fehlt, wird gedruckt. Noch sind deutsche Tugendpolitiker im Weg, die meinen, Papier-Geld müsste stabil sein. Es geht auch anders- das haben die Südländer vor dem Euro stets bewiesen.

So funktioniert das nicht.

Die Ausweitung der Geldmengen führt nur zur Wertminderung von Anleihen, Guthaben, etc. Konzentriert liegt Vermögen aber überwiegend in Form anderer Vermögensklassen vor (vor allem Immobilien, Firmenbeteiligungen).

Während geringe Vermögen häufig zu 100% in Form von Guthaben bei Banken vorliegen, machen Guthaben/ Anleihen bei großen Vermögen meist nur einen geringen Anteil aus.

Man kann mit der Notenpresse zwar die Staaten entschulden, aber primär auf Kosten der meisten, nicht auf Kosten der Reichen.

Die Reichen sind ja nicht reich, weils blöd sind.. Wird die Geldmenge erhöht, erhöht der Kapitalist z.B. die Mieten bzw. der Verkaufswert der Immobilie steigt. So einfach geht das. In Ö gibt es keine Steuer die die Reichen zur Kasse bietet, das sollte langsam jedes Kind kapieren.

Und erhöhens die Vermögensssteuer

erhöhen diese Reichen ebenfalls die Pachten und Mieten.

Treffen tut das den Mittelstand, der dann noch schwerer zu echten Wohlstand kommen kann und noch schwerer erworbenen Wohlstand halten kann.

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