Obama stellte Grundrechte-Charta für Internetnutzer vor

23. Februar 2012, 10:35
  • Artikelbild
    screenshot: derstandard.at

Neue Regeln für mehr Datenschutz im Netz

Die US-Regierung will den Datenschutz im Internet deutlich verbessern. Geplant sei eine "Grundrechte-Charta für den Datenschutz", teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. Diese sieht unter anderem vor, dass Internetnutzer mit einem Klick verhindern können, dass Unternehmen ihre Spuren im Internet aufzeichnen und etwa für personalisierte Werbung nutzen. Die großen Internetkonzerne haben demnach zugesagt, sich auf die neuen Regeln einzulassen.

Knopf für mehr Datenschutz

Die Datenschutz-Charta sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass Internetbrowser einen Knopf für mehr Datenschutz erhalten. Klicken die Internetnutzer darauf, wollen die großen Internetkonzerne die Aktivitäten der Nutzer nach eigener Aussage nicht mehr verfolgen. "Wenn ein Verbraucher sich dafür entscheidet, dass seine Daten nach den Vorgaben (der Charta) nicht mehr gesammelt werden, wird dies von allen Unternehmen gleichermaßen befolgt", erklärte der Internetwerbeverband DAA.

"Die amerikanischen Verbraucher können nicht länger auf klare Regeln warten, die garantieren, dass ihre persönlichen Informationen online sicher sind"

Zuletzt hatten es in den USA Datenschutz-Debatten unter anderem rund um das soziale Netzwerk Facebook und den Internetriesen Google gegeben. "Die amerikanischen Verbraucher können nicht länger auf klare Regeln warten, die garantieren, dass ihre persönlichen Informationen online sicher sind", erklärte US-Präsident Barack Obama zu. Das Vertrauen der Nutzer sei "unabdingbar für das weitere Wachstum der digitalen Wirtschaft".

Akzeptiert wollen die Datenschutz-Charta den Angaben zufolge unter anderem Google, Microsoft, Yahoo und AOL. Überwacht werden sollen die Regeln demnach von der für Verbraucherschutz zuständigen Behörde FTC. (APA)

Link

Entwurf der US-Datenschutzcharta (Weißes Haus, PDF)

Share if you care
18 Postings

HAHA ++

wer dem süßen knopf ein heim schenken möchte meldet sich bei google :DD

Google hat den schon

immerhin hat Chrome einen Inkognito-Modus...
http://support.google.com/chrome/bi... swer=95464

hört sich sehr vertrauenswürdig ;o)

Das wird ungefähr so funktionieren

"Datenschutz-Knopf": Wenn Sie hier klicken, dann können wir Ihnen bedauerlicherweise unser Service (Facebook, Google, Yahoo, Twitter, etc...) nicht mehr zur Verfügung stellen.
Die Implementierung des Buttons ist damit simpel.

Sag, halten die uns für völlig verblödet

Einen Knopf!
Ist das dann so ein Knopf wie bei Facebook Namens "Löschen", man schlussendlich erst wieder seine Daten findet. Wie wärs mit dem Namen Placebobutton. Und woran sollen dann die Unternehmen noch verdienen. Und vorallem warum will sich Facebook nicht daran halten.

Kommt es nur mir so vor...

als ob es ein Bild wäre, in dem Barak Obama in der Blase oben seinen sehnlichsten Wunsch sieht: "nochmals ins Weiße Haus"?

Ein Schritt in die richtige Richtung!

Der goscherte Obama vor der Wahl: I promise you changes!
Nacher: Yeah, I changed my promises!

Schonmal die möglichen republikanischen Gegner für die nächsten Wahlen angeschaut?

keiner von denen wird menschenrechte in vereinigten staaten zurück holen. was wir sehen, ist nur gegenteil davon.

Darf man den Amtsinhaber nicht mehr kritisieren, nur weil's keine besseren Gegenkandidaten gibt?
Das würde unsere Regierung auch freuen.

Eben. Jeder Republikaner wär schlimmer, aber wenn sie statt dem Obama einen Affen gewählt hätten, hätt der genauso viel erreicht und sein Unterhalt wär billiger.

Naja, den Affen hatten sie ja die Jahre vorher, und der war definitiv NICHT billiger ;-)

So gesehen... ;-)

Der Todesknopf!

Barack: Yes i can provide data privacy obamaself!

dann werden die Daten eben nur noch von den Regierungen gesammelt (VDS zB), ist jetzt auch nicht viel schmeichelhafter unter Generalverdacht zu stehen

In den USA gibt es, soweit ich weiß, keine gesetzliche Verpflichtung zur VDS.

Eh nicht. Dort sammelt und speichert eh die Regierung selber.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.