Head 2011 mit Ergebniseinbruch

23. Februar 2012, 10:39
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Die schlechte Schneelage vor Weihnachten belastet das Wintersportsegment, hinzu kommen höhere Rohstoffpreise und Beschaffungskosten

Wien - Der in Wien börsenotierte und in den Niederlanden ansässige Ski- und Sportartikelkonzern Head NV hat 2011 wegen geringerer Margen und Erlöse einen Ergebniseinbruch verzeichnet. "Das bereinigte Betriebsergebnis ging laut vorläufigen Zahlen um 8,3 Mio. Euro auf 14,383 Mio. Euro zurück, teilte das Unternehmen mit." Vor allem belasteten den Sportartikelhersteller gestiegene Rohstoffpreise und höhere Beschaffungskosten.

Der Konzernumsatz ging um 1,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode zurück. Laut Head ist dies auf Erlösrückgänge im Wintersportbereich im letzten Quartal sowie auf Wechselkursveränderungen mit einem schwachen US-Dollar gegenüber dem Euro zurückführen. Der Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit verringerte sich um 14,0 Mio. Euro wegen geringerer Profitabilität und gestiegener Vorräte im Wintersportbereich. Der Cash-Flow-Rückgang inklusive höherer Investitionen und den Aktienrückkäufen in der Höhe von 9,2 Mio. Euro habe zu einem Anstieg der Nettoverschuldung zum Jahresende in Höhe von 20,8 Mio. Euro geführt.

Die Erlöse im Wintersportbereich sind laut dem Sportartikelkonzern aufgrund der schlechten Schneelage in der Vorweihnachtszeit um 3,0 Prozent gesunken. "Im letzten Quartal ist ein Umsatzrückgang von 7,4 Prozent zu verzeichnen, da die Nachbestellungen der Händler in den Schlüsselmärkten aufgrund geringerer Konsumnachfrage im Vergleich zu den Vorjahren gesunken sind", berichtete das Unternehmen. Es sei zu erwarten, dass der verspätete Start in die Saison 2011/2012 negative Auswirkungen auf die Umsätze für die Saison 2012/2013 haben werde.

Weitere Belastungen

Auch das Tennis-Sportsegment verzeichnete einen Erlösrückgang um 1,7 Prozent. Unter Annahme "vergleichbarer Wechselkurse" wären die Umsätze leicht gestiegen, betonte das Unternehmen. Die Erlöse bei Tennis-Rackets hätten sich im Laufe des Jahres, vor allem im Segment der Tour-Rackets, "gut entwickelt". Hingegen seien die Margen im Ball-Geschäft wegen des "kontinuierlichen Anstiegs der Gummi-Preise Massiv negativ beeinflusst" worden.

Die Umsätze im Tauchsportsegment wurden laut Head von politische Unruhen in wichtigen Tauchsport-Destinationen belastetet. Die Erlöse verringerten sich im Tauchsportbereich um 0,5 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet der Sportartikelkonzern keine Aufhellung der Geschäftsentwicklung: 2012 werde durch das warme Wetter zu Beginn der Ski-Saison 2011/2012 und die schwache Konsumnachfrage negativ beeinflusst werden, erklärte das Unternehmen. Der Geschäftsbericht 2011 wird voraussichtlich am 12. April 2012 veröffentlicht. Die Jahreshauptversammlung der Head NV wird am 24. Mai stattfinden. (APA)

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    Mit dem Ergebnis geht es steil bergab.

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