Deutsche Spediteure fordern Gigaliner

23. Februar 2012, 10:20

Deutsche Spediteure fordern wegen der hohen Diesel-Preise eine schnelle Einführung der umstrittenen Lang-Lkw

Berlin - Deutsche Spediteure fordern wegen der hohen Diesel-Preise eine schnelle Einführung der umstrittenen Lang-Lkw, der sogenannten "Gigaliner". "Das wäre die einfachste Möglichkeit, etwas zu verbessern", sagte Branchenvertreter Peter Kretzschmar der "Leipziger Volkszeitung". Angesichts "ruinöser" Spritpreise drohe vor allem kleinen Speditionen mit bis zu zehn Fahrzeugen die Pleite.

Die Unternehmen könnten die schnell steigenden Preise nicht einfach an die Kunden weitergeben, sagte Kretzschmar. Auch durch verbrauchsärmere Lastwagen oder Spritspar-Schulungen für Fahrer könnten die Mehrkosten nicht ausgeglichen werden.

Kretzschmar forderte die Politik auf, die Einführung der umstrittenen "Gigaliner" auf festgelegten und für die besonders langen Lkw geeigneten Routen voranzutreiben. "Das wäre die einfachste Möglichkeit, etwas zu verbessern." Vor allem beim Transport von leichten, aber vergleichsweise sperrigen Gütern, etwa Dämmstoffen für den Hausbau und Karosserieteilen für die Autoindustrie, seien Gigaliner sinnvoll. Mit ihnen ließen sich Fahrten reduzieren und damit auch der Kraftstoffverbrauch senken, so Kretzschmar.

Derzeit läuft in Deutschland auf ausgewählten Strecken eine Test-Phase für die bis zu 25,25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Riesen-Lkw. (APA)

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Ich würde sie noch viel viel länger machen

und auf Schienen stellen.

Ja natürlich, es wäre die einfachste Lösung, aber

nur für Einfachdenker. Wer bezahlt die Schäden die diese schwerst Laster an den Straßen und der sonstigen Infrastruktur anrichten. Wer bezahlt die Rettungseinrichtungen die extra wegen dieser Übergroßen LKW's angeschafft werden müssen, nicht zu sprechen von den enormen Unfallgefahren, bei nassen, vereisten oder schneebedeckten Straßen. Natürlich spielt das für die Speditionen keine Rolle, denn das alles muß ja nur von der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Diese Einfachdenkweise hilft nur den Gewinnen der Spediteure.

Lkw-Lobby

Ja da jammert die Lkw-Lobby wieder. Der Gigaliner würde doch nur noch mehr Verkehr auf die Straße bringen, aber jeder weiß welch großen Einfluss diese Lobby leider hat.
Es ist da jedes Mittel recht diesen Unsinn schön zu reden, z. B. die Bezeichnung "Ökoliner" und welchen Mist es sonst noch gibt.

Meiner Meinung nach ist der Transport auf der Straße noch zu billig, nebenbei muss die Kapazität der Schienen- und Wasserwege ausgebaut werden.

Ansonsten: http://www.nomegatrucks.eu/deu

als ich heute an einer großen Kreuzung in Wien wegen Rotlichtes anhalten musste, hab ich ein interessantes Phänomen feststellen dürfen:
Von 9 querenden Berufslenkern hatten 7 den Knochen am Ohrwaschl.
Kontrolle: Null!
Aber, fahrenS einmal von Unterlaa nach Stierofen. Immissions50er, bei Schönwetter steht dort immer der graueTouran -mit laufendem Motor (Immission) und blitzt die mit 60kmh fahrenden PKWs.
Was ist eigentlich los in diesem Land?

Giga - Gaga

Angesichts des Schadens, den die LKW jetzt schon tagtäglich auf unseren Strassen anrichten, wäre die Einführung dieser Monsterkraxn der blanke Irrsinn. Leider wird sich letztendlich wieder einmal die Wirtschaftslobby durchsetzen.
Ich bin schon auf die "Horrormeldungen" gespannt, wenn ein Wahnsinniger mit so einer rollenden Bombe die halbe Autobahn, incl. etlicher PKW samt Insassen, ruiniert!

sie haben keine ahnung von physik

den dan würden sie wissen, dass was sie daher plapern ein blödsinn ist.

die masse der LKWS bleibt gleich, die LKWs werden nur länger.

somit ist es egal ob sie von einen giga-liner oder von einen "normalen" LKW überrollt werden.

und die strassen werden werden auch weniger beschädigt weil die achsen weniger gewicht tragen als "normale" LKWs.

und somit sind sie aufgeklärt worden. ;-)

Stimmt da die erlaubte Achslast nicht überschritten werden darf.

Da ist die länge egal.

"die masse der LKWS bleibt gleich, die LKWs werden nur länger"

Glauben Sie wirklich, dass da dieselbe Last nur über eine längere Strecke verteilt wird?? Ich nicht.

Außerdem: Im Artikel können Sie lesen, dass statt der bisherigen 40t zukünftig 60t rollen werden/würden.

beide falsch

einfaches beispiel mit einfachen zahlen:

1 lkw leer: 5 tonnen gewicht
1 anhänger leer: 2 tonnen gewicht
1 ladung: 10 t

1 lkw mit ladung: 5t + 10 t
2 lkw mit ladung: 2x5t + 2x 10 t = 30 t

1 lkw + 1 anhänger: 5t + 2t + 10t + 10t = 27 t

Alles an den Haaren herbeigezogen

1) mit 5t und 10t Zuladung gäbe es sowieso Strafe
2) das Ausschlaggebende ist der erlaubte Achsdruck
deshalb gibts bei Schotter LKW auch die Liftachse.
LKW 40t bei 5 Achsen ergibt pro Achse 8t.
LKW 60t bei 8 Achsen ergibt pro Achse 7,5t.
Somit wäre die Belastung der Strasse geringer.

60 vs 40 Tonnen = gleiche Masse?

Ein Schelm ...

"Die Unternehmen könnten die schnell steigenden Preise nicht einfach an die Kunden weitergeben, sagte Kretzschmar."
Kretzschmar forderte die Politik auf, die Einführung der umstrittenen "Gigaliner" auf festgelegten und für die besonders langen Lkw geeigneten Routen voranzutreiben.
Also der Herr Kretzschmar möchte, dass der Staat die Kosten an alle Bürger weiterreicht.

Probleme I

Ich bin selbst Spediteur und möchte hierzu was beisteuern:

1) Bahn
Die Bahn ist ein guter Transportraeger für Massenguttransporte (Kohle, Getreide, Öl, etc) jedoch ungeeignet für das Stückgutgeschaeft, das einen Grossteile der beförderten Menge ausmacht. Im weiteren ist sie zu langsam, um mit ihr konkurrenzfaehig zu sein.

Ein Bespiel aus der Praxis: Ein Aromastoffproduzent stellt Ware in Ungarn her und diese muss 48 Stunden nach dem Versand bei der Fabrik in Mittelengland zugestellt werden. Entfernung rund 2200 km.

Die Transporstrecke in dieser Zeit mit dem LKW zu schaffen ist schon mit diesem schwer, aber mit der Bahn absolut unmöglich.

Massengüter: In gewisser weise schon,

die Milch beim Billa, Medikament uvm. wird nie wirklich sinnvoll über die Bahn transortiert werden können.
Nur wird heutzutage geradezu so getan als ob man die Eisenbahn nurmehr mit Ganzzügen sinnvoll betreiben kann?!
Schauen wir uns den Containerverkehr von Asien u. Amerika nach Europa an: Kleidung, Spielzeug, Basischemikalien, alles mögliche wird in Containern verpackt, auf gewaltige Schiffe mit 1000enden Einheiten gepackt und fährt dann WOCHENLANG bis zum Zielort.
Was soll das Problem sein, das dann in Rotterdam oder Hamburg auf Züge zu hieven die dann durch ganz Europa fahren und in Wels, Salzburg oder sonstwo nur genau das abladen was dort gebraucht wird?! Die letzte Meile muss dann noch oft genug mit dem LKW gemacht werden und

(2)

tatsächlich zeitkritische Frischgüter natürlich auch, nur warum man uns einzureden versucht, dass jedes "Zementsackl" auf dem LKW durch Österreich muss obwohl der Baustoffhändler in meiner Nähe einen Gleisanschluss hat ist mir ein Rätsel!
Die Erklärung, dass sich das nurmehr mit Ganzzügen rentieren würde lass ich jedenfalls nicht gelten: Das ging bis vor 30Jahren noch SEHR gut und in z.b. Amerika geht das auch deutlich besser als bei uns!
Wie stehts eigentlich mit der Streckenbemautung: Eine Straße muss man im Winter salzen, und gerade schwere LKW machen den Belag sehr schnell Kaputt, trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Bahn schon fast mehr für Ihre "Schienenmaut" zahlt der Frächter LKW Maut?!

Problem IV

Das Problem ist bei der Globalisation zu suchen, denn fast jeder will billige Technologie kaufen und deswegen wird meistens billigim Ausland produziert und danach muss die Ware daher mal von A nach B gebracht werden muss.

Ein iphone würde wohl bei der Produktion in Europa das doppelte kosten, da die Löhne hier viel höher sind. Aber werd würde schon das doppelte für dafür zahlen. Die Transportkosten die in dem Preis eines Iphones eingerechnet sind, sind übrigens nur ein geringer Teil des Gesamtpreises (ich glaube mich zu erinnern das dies etwa 3 – 5 % des Gesamtpreises sind).

Die Spediteure und Fraechter haben die Regeln nicht gemacht, sondern der Markt der dies mit der Nachfrage regelt.

Geht es dabi um Mengen kleiner oder größer als ein Waggon?

Problem III

3) Leerfahrten
Ein Fraechter wird es tunlichst vermeiden, seinen LKW leer durch die Gegend zu schicken. Den die Strecke zahlt im keiner. Im Normalfall schaut er, das irgendwas auf dem LKW hat, damit die Kosten reinkommen.

Mehr Transportraum reduziert die Kosten, da mit einem Schwung mehr Ware geladen werden kann.

In der Luftfahrtindustrie ist es ja auch das gleiche, denn die Flugzeuge werden auch immer grösser und zwar nicht deshalb weil das so toll ausschaut, sonder weil der Transport einer Person (oder Ware) dadurch in Summe billiger wird.

Problem II

Es müssen 6 Laender durchquert und dh. mit 6 verschieden Eisenbahngesellschaften gearbeitet werden. Jede hat seine eigenen Vorschrift und Transportzeiten. Daher ist hier kein ensprechender Service zu leisten.

Im übrigen ist die ÖBB einer der grössten Fraechter in Österreich. Grund: die Bahn kann nur dahin fahren, wo es eine Schiene gibt. Alles andere muss mit dem LKW erreicht werden.

2) Spritpreise
Leider müssen die Fraechter die Spritkosten meist selbst schlucken, da für Erhöhungen kein Raum da ist.

Willst du bei einem Kunden deswegen die Preise erhöhen, sucht sich der meistens einen anderen Unternehmer, der es ihm billiger transportiert.

Traurig aber war, der Druck am Markt ist gewaltig.

Die Spritkosten sind doch für alle gleich. Wenn es ein Unternehmen schafft, trotz höherer Kosten dem Kunden den gleichen Preis anzubieten, dann finde ich das ok. Wenn ein anderes Unternehmen das nicht schafft, dann muss es eben aufgeben. Das finde ich gerade in diesem Bereich auch gar nicht schlimm, denn wie Sie sagen ist der Marktdruck ja gewaltig - was nichts anderes heißt, als dass es hier zu viele Unternehmen gibt.

Leider ist hier das Problem, das zB ein einheimischer Fraechter das Geschaeft an eher einen anderen, zB osteuropaeischen Fraechter (= billiger da Lohnkosten niedriger) verlieren wird.

Leider müssen viele Unternehmen so arbeiten, das sie ein verlustreiches Geschaeft betreiben müssen, um wenigstens Teilkosten zu decken.

Nebenbei braucht der Fraechter dann noch andere Geschaefte, die gewinnbringend sind um die Verluste abzufangen.

Es ist ein sehr perverses System, den meisten Fraechtern steht das Wasser bis zum Hals, da sind kaum Rücklagen vorhanden.

Die Kunden akzeptieren auch meist nie Preiserhöhungen wegen Maut oder Dieselkosten, da er die nicht zahlen will. Da such sie sich lieber einen anderen Unternehmer...

Problem III

Die Ware "muss" binnen 48 Std.zugestellt werden - wieso? Weil es billiger ist, die Ware mit Zeitdruck durch halb Europa zu karren, anstatt sich selbst ein anständiges Lager anzulegen!
Der Trend zur Zentralisierung der Lager, oft auf ein einziges in ganz Europa, dürfte Ihnen als Brancheninsider sicher nicht verborgen geblieben sein. Das passiert deswegen, weil der Transport billiger ist als die Lagerhaltung. Die Frächter müssten die tatsächlichen Transportkosten verrechnen, dann würde die Rechnung anders aussehen. Leider geht das nicht, da immer ein Anderer da ist, der die Hosen runterlässt um das Geschäft zu machen, auch wenn's gar keines ist.

Das ist der springende Punkt... leider :(

Also zunächst einmal:

- Eine Spedition ist ein Dienstleister, der die Versendung von Waren besorgt - hier ist aber eigentlich von FRÄCHTERN (D: Frachtführern) die Rede, liebe Redaktion.

- und dann treffen höhere Frachtkosten immer den Kunden - wer zahlt's denn, wenn der Sprit teurer wird, die Löhne steigen? Doch nicht die Frächter (wovon auch) - auf die Kunden müssen die höheren Preise überwälzt werden und es passiert auch.

Wir brauchen also keine Gigaliner, sondern eher eine Verlagerung auf die Bahn, ausgenommen die "last mile".

Man könnte von denen auch verlangen,

den Umbau der Straßen zu finanzieren, damit sie durch die Kreisverkehre kommen.- Wissen diese Zombies denn nicht, daß solche Lkws z.B. in Mittelschweden bei schnurgeraden Straßen bis zum Horizont ok sein mögen. Schon die erste Autobahnbrücke bei uns macht Probleme!

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