Chinesen greifen zu

Portugal verkauft Staatseigentum

23. Februar 2012, 09:41

Lissabon - Portugal kommt bei den von EU und IWF geforderten Privatisierungen voran. Dank des Interesses chinesischer Konzerne habe die Regierung in Lissabon bereits mehr als drei der geforderten fünf Milliarden Euro eingenommen, erklärte Finanzminister Vitor Gaspar. Ausländische Investoren schielen dabei vor allen auf den Energiesektor des Landes, das wegen seiner hohen Verschuldung am Tropf internationaler Geldgeber hängt. So übernehmen China State Grid und Oman Oil nach Angaben der Regierung für rund 592 Millionen Euro 40 Prozent von REN. Im Dezember kaufte der chinesische Konzern Drei Schluchten 21 Prozent an EDP für 2,7 Milliarden Euro.

Portugiesische Konzerne machen besonders viele Geschäfte in den früheren Kolonien wie Brasilien und Angola. Das macht sie für die Volksrepublik interessant, die ihre Geschäfte dort ausbreiten wollen.

Griechenland kommt mit seinen Privatisierungen langsamer voran, muss aber ein deutlich ambitionierteres Ziel von 50 Milliarden Euro erreichen. Portugal ist auch wegen des verordneten Sparkurses in die schwerste Rezession seit den 1970er Jahren gerutscht. Das Land hat Hilfen über 78 Milliarden Euro angenommen. Zuletzt waren Spekulationen über einen weiteren Hilfsbedarf aufgekommen. (APA/Reuters)

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Günther Hoppenberger
00
26.3.2012, 14:39
Verkauf von allem, was Wert hat

Ja, ja, es gab Zeiten, da mussten die Bauern ihre Kinder verkaufen, weil sie diese nicht mehr ernähren konnten. Wir wurden glauben gemacht, dass solche Zeiten längst vorüber sind. Sie sind es mitnichten.

nik.2008
01
13.3.2012, 13:39

.. früher sagte man immer, wenn eine Firma beginnt ihre Sachwerte (wie Immobilien) zu verkaufen, dann kommt als nächstes der Konkurs.

Ökonomix
00
13.3.2012, 20:08

GR hat es klüger gemacht. Die haben ihre Sachwerte behalten und dafür umgeschuldet. So würden das die privaten Schuldner auch gerne machen - geht aber nur mit Staatsgewalt.

OberInnenBürgerInnenMeisterInnenKandidatIn
00
26.2.2012, 16:58

Kilthafen darf nicht Nordhauptstadt werden ;-)

J R
00
23.2.2012, 18:52

nicht blöd die Chinesen, die sehen eben zu daß sie ihre Euros und Dollars in reelle Werte umsetzten bevor die Papierfetzen endgültig wertlos werden.

Das Kapital ist die wahre Macht
03
23.2.2012, 16:51
Wir müssen alle dem Himmel danken, dass die Chinesen so klug sind!

Sie stopfen ihre Milliarden nicht in ESM, EF... und wie die Dinger alle heißen!

Die Chinesen kaufen Infrastruktur in Europa. Häfen, Flugplätze usw. Dinge die sie selbst indirekt verwenden können für ihre Warenlieferungen!

Wir müssen ihnen dankbar sein, dass sie mehr Hirn einsetzen als Merkl und Faymachtsmann.

wer wenn nicht er
00
Eher späte Erkenntnis denn klug

Die Chinesen haben alleine mit dem Kauf von US-Staatsanleihen im Wert von 1.300 Mrd (weitere Mrd in EUR und GBP) den Yuan künstlich niedrig gehalten.

Wenn man erst nach 1.300 Mrd auf die Idee kommt, auch mal 1-2% in reale Werte zu investieren, ist das a bisserl spät.

China muss den Yuan aufwerten (Handelsbilanzüberschussbedingt) oder ständig weiter im Ausland einkaufen.

Die Japaner hatten 20 Jahre lang das selbe Programm bis in die 1980er, als sie aufgeben mussten, aufwerteten, und in eine 10-jährige Rezession stolperten.

Controlio
01
23.2.2012, 14:31
Hab heute civilization gespielt...

da hat mein goldenes zeitalter auch grad geendet.

nukularteilchen
113
23.2.2012, 13:11

Ist das wirklich der Masterplan der europäischen Eliten Tafelsilber zu verkaufen um paar Milliarden ein zu nehmen die nie nie nie ausreichen werden um die Staatsschulden auch nur annähernd zu reduzieren?

SMichel
01

Ja.

Zukünftige Einnahmen werden dadurch auch verhindert, und was es heißt, wenn Infrastruktur dem Marktdiktat unterworfen wird ist auch nicht unbekannt. Privatisierungen in solchem Ausmaß setzen schon ein gerüttelt Maß an Erkenntnisresistenz voraus - und Gewinnstreben ohne Rücksicht auf Verluste (der anderen!).

wer wenn nicht er
00
Na ja

Der griechische Staat besitzt z.B. einen Großteil des griechischen Landes, verbietet per Gesetz die Errichtung von Kraftwerken (auch z.B. von Windparks oder Solar-KWs), weil das dem staatlichen Monopolkonzern vorbehalten ist, regelt ein staatliches Kohlehandelsmonopol (wie bei uns bei Tabak), besitzt alle Flughäfen, Häfen usw.

Es mag ja eine Überlegung wert sein, z.B. Krankenhäuser, Wasserversorgung oder Schulden staatlich zu betreiben.

Aber das Hauptproblem der Griechen ist, dass die einen Privatwirtschaftsanteil haben wie mancher Ostblockstaat vor der Wende. Das hat nie funktioniert.

Wenn der Staat seine Firmen wie ein Unternehmer führt (OMV, A1...) dann ist das ok. Die Griechen machen das aber so wie in den 1970ern (Fernmeldeamt etc.)

luis trew
15
23.2.2012, 17:29

Genau das nennt man Neoliberalismus.

Dessen (offen ausgesprochenes) Ziel ist es, möglichst viel Staatsvermögen in die Hände Privater überzuführen. Und das möglichst billig.

Denn nur wenn dieses Staatsvermögen in privater Hand ist, können private Unternehmer damit saftig Geld verdienen.

Leider ist der IWF, Weltbank und die auch EU der neoliberale Steigbügelhalter.

Waldorf and Statler
 
11
23.2.2012, 14:48

Das wird doch genau deswegen gemacht. Die Elite holt sich das Tafelsilber.

Günther Hoppenberger
00
26.3.2012, 14:48
Reform-Hindernis

Ein von mir kürzlich aufgeschnappter Spruch erklärt mit einem Satz, weshalb vernunftgeleitete Reformen scheitern:

"Wir erwarten Verständnis von jenen, deren Einkommen davon abhängig ist, dass sie nicht verstehen".

Black Eyed
05
23.2.2012, 12:50
Deprimierend

ich könnte Ihr Nachbar sein
12
23.2.2012, 13:04

na ja, jetzt schwingt das Pendel halt wieder in die andere Richtung - nach langer europäischer Dominanz

Martin Müller10
 
31
23.2.2012, 11:11
Wer lernt mit mir Mandarin? Nhi Hao und Schschi kann ich schon ;-)

China kauft sich in Europa ein, zuerst die Infrastruktur dann die Produktion. Hoffentlich kommt wenigstens die gute Küche nach, bislang ist das was in Wien geboten wird unter jeder Sau.

Lukas Chen
00
23.2.2012, 16:21
Wiener Saubraten sind superb

Habe oft gewundert, was die Zutaten sind?

langzen
51
23.2.2012, 13:07
China und gutes Essen?

Wer die Zutaten verachtet, kann nicht gut kochen. Essen in China ist das Letzte.

joergipoergi
01
23.2.2012, 13:46
Essen in China ist das Beste!

man muss aber schon hinfahren, damit es die richtigen Zutaten gibt, in Österreich sehr schwierig!

mfg

Lemonshark
 
00
23.2.2012, 18:39
Mag sein!

Aber wer glaubt das geriebenes Nashornpulver bei Potenzproblemen hilft kann auch seine eigenen Fingernägel in der Pfeife rauchen!

Gegen Dummheit hilft es auch nicht!

Aber nur der Glaube und das Verlangen danach betimmt den Preis einer Ware!

Martin Müller10
 
11
23.2.2012, 13:45
Ihre Ahnungslosigkeit ist nicht zu überbieten, Hauptsache

irgendwas posten. Wie oft waren Sie in China? Was haben Sie dort gegessen?

Waldorf and Statler
 
00
23.2.2012, 14:51

Anderen Ahnungslosigkeit vorwerfen, wo doch jeder weiß dass Geschmäcker unterschiedlich sind.

Brilliant.

langzen
10
23.2.2012, 14:47
in letzter Zeit

esse ich nur mehr Reis, wenn ich China bin. Selbst den bringen sie nicht ordentlich hin.

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