Wie der Facebook-Cop im 845-Millionen-Staat aufräumt

  • Betreiber und Behörden behalten Facebook-Nutzer im Auge
    foto: apa/dpa/julian stratenschulte

    Betreiber und Behörden behalten Facebook-Nutzer im Auge

Der Sicherheits-Chef des Konzerns bekämpft Kriminelle zusammen mit Polizei und Behörden

Wäre Facebook ein Staat, wäre Joe Sullivan der Polizei-Chef. Der 43-Jähre Chief Security Officer des 845 Millionen Mitglieder zählenden sozialen Netzwerks sorgt für Recht und Ordnung im virtuellen Raum und muss sich dabei einer Vielzahl Krimineller stellen. Forbes widmete dem viel beschäftigten CSO ein Portrait und zeigt auf, wie Facebook zusammen mit Behörden versucht, das größte Netzwerk der Welt "clean" zu halten.

Pornos und Betrüger

Die Übeltäter umfassen für Sullivan kriminelle Vereinigungen wie die "Koobface Gang", ein russisches Quintett, das einen Schadcode auf Facebook losließ, um die Rechner der Nutzer in willenlose Zombie-PC zu verwandeln. Auch bekämpfte Sullivan jene Spammer, die Facebook vergangenen Dezember mit einer Flut von Porno- und Gewaltbildern überschwemmten. Genauso erstickte er die Versuche von Scammern, User mit Falschmeldungen auf manipulierte Einträge zu locken. Daneben gehört es ebenso zu seinem Aufgabenbereich, Ausschau nach Pädophilen zu halten, die versuchen über das Netzwerk Kontakt mit Minderjährigen aufzunehmen. Oder jene Personen ausfindig zu machen, die Facebook nach verwertbaren Nutzerdaten abgraben, um Identitäten zu stehlen.

Zusammenarbeit mit Behörden

Um den Missbrauch im Zaum zu halten, arbeitet Facebook mit staatlichen Behörden zusammen. Zu Sullivans Aufgaben zählt es, zu entscheiden, welche Personendaten er an die Rechtsvertreter weitergibt. Entscheidungen, die in der Vergangenheit sowohl die Ermittler als auch die Datenschützer auf die Barrikaden riefen. Schließlich ginge es darum, die Ermittlungen nicht zu behindern, aber gleichzeitig die Nutzer nicht komplett durchleuchtbar zu machen.

Schwammig

Das Problem dabei sei, so Forbes, dass Facebook zwar bereits die Probleme realer Staaten auf sich ziehe, jedoch auf einem sehr schwammigen "Gesetzbuch", den Nutzungsbedingungen, aufbaut. So kümmere man sich zwar darum, dass User nicht durch Mobbing, Scammer, falsche Accounts oder anstößige Inhalte zu Schaden kommen. Doch erklärt Facebook nicht, wann die Betreiber zu polizeilichen Zwecken in die persönlichen Daten abtauchen oder Daten an Behörden weitergegeben werden. 

Welche Daten weitergegeben werden

Laut Sullivan gäbe das Unternehmen auf polizeiliche Vorladung nur "Basisinformationen von Mitgliedern" heraus. Diese inkludieren den Nutzernamen, die Email-Adresse und die IP-Adresse. Alle weiteren persönlichen Daten, wie Fotos, Status-Updates, private Nachrichten oder auch die Kontakte benötigen zur Herausgabe eine richterliche Anweisung. Von einem privaten Raum sollten Nutzer jedenfalls nicht ausgehen.

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Stasibook + Microsoft + Google = Government.

Lakeside + Campfire + Barbecue + Magic Summer Nights + Friends = Social Network

Was ist der Unterschied zwischen derStandard.at und Facebook?!

Bei Facebook kannst du wenigstens dein Profil deaktivieren/löschen ;)

irgendwie glaub ich noch immer nicht, dass das fratzenbuch wirklich 845 mio user hat ...

845 millionen

wieviel sind davon Fakes?
Ich bin dort überhaupt nicht gemeldet, nicht mal als fake

Das klingt ja so, als würde Facebook tatsächlich fast nix hergeben wenn die Behörden anfragen

Aber vgl. dagegen Folgendes

http://www.youtube.com/watch?v=xAq6QFt8sXU

Strache hat noch immer seine Schadseite dort Online, also los - handeln Sie, Mister Facebook-Cop.

Wow .. sollte es nicht festgelegte Regeln geben, was an wen und unter welchen Umständen weitergegeben werden soll/darf/muss?
Das dem Ermessensspielraum (so klingt es zumindest) eines Einzelnen zu überlassen ist wohl mehr als schwammig. Aber passt irgendwie

sobald du dich auf facebook anmeldest, gibst du deine daten frei. ganz freiwillig. warum sollte es für facebook eigene regeln geben? nur weil eben mehr leute, wie zB studivz, nutzen...

wenn deine daten nicht hergeben willst, steht es dir frei diesem sozialen netzwerk fern zu bleiben.

ja und so

ist es bei allen online communities.

auch Xing macht mit Daten wass die wollen - der Unterschied ist nur das Facebook verdammt groß ist und deswegen Wichtigmacher anzieht.

facebook zusammengefasst

tun sie was sie wollen, wir tun es auch.
klitzekleiner unterschied:
SIE müssen schwammige nebutzungsbedingungen akzeptieren
WIR können dann tun, was uns beliebt und GEBEN ÜBER DAS WARUM, WIE, WANN und AN WEN keine information

aha, und warum MUSS jemand akzeptieren? schon mal gehört, dass niemand gezwungen wird, sich dort zu registrieren?

auch aha

schon mal von schattenprofilen von nichtusern gehört

und was MUSS der arme schattenuser akzeptieren?

dass irgendein unternehmen, mit dem er keine geschäftsbeziehung hat mehr daten über ihn kennt und speichert als irgend ein polizist je dürfte - dass muss ich akzeptieren

Und was schlagen Sie dagegen vor?

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