"Real Vienna" für heuer abgesagt

22. Februar 2012, 22:03
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Reed-Geschäftsführer Limbeck: "Schwierige Wirtschaftssituation in CEE/SEE", mittelfristig sei kaum Besserung zu erwarten

Erst vor kurzem gaben die Veranstalter bekannt, dass die "Real Vienna" heuer als Kongress durchgeführt werden solle. Am Mittwoch Abend kam dann aber per Pressemitteilung das Aus: Die Ostimmobilien-Messe, 2006 erstmals abgehalten und heuer für 23. und 24. Mai geplant, wird abgesagt.

"Schwierige Situation"

"Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die schwierige Wirtschaftssituation gegenwärtig und auch mittelfristig kaum Veränderung zeigt und die nach wie vor zögerliche bis stark stagnierende Erholung der Immobilienmärkte in den CEE- und SEE-Märkten keine weiteren Aktivitäten zulässt", erklärt Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien. Gerade die Region Zentral-, Südost- und Osteuropa habe seit dem Jahr 2009 stark unter der Finanzkrise zu leiden. "Aktivitäten und Investitionen im Gewerbe- und Industrieimmobilienmarkt des CEE-/SEE-Raums sind bis heute auf niedrigem Niveau bzw. in einigen Ländern sogar gänzlich zum Erliegen gekommen."

Dem Totalabsturz des Office-Investment-Gesamtvolumens im CEE/SEE-Raum im Jahr 2009 auf nur noch 15 Prozent des Volumens des Rekordjahres 2007 sei seither, mit Ausnahme von Tschechien, Russland und Polen, keine signifikante Erholung gefolgt. "Die Ab- und Übernahme von Gewerbe- und Industrieimmobilienprojekten in den CEE-/SEE-Ländern ging in der zweiten Jahreshälfte 2011 erneut zurück. Zudem sehen sich viele der CEE-/SEE-Länder mit hohen Leerstandsraten von rund 22 Prozent konfrontiert."

Zukunft höchst ungewiss

Trotz des Schwenks hin zu einem Kongress-Konzept seien die Anmeldungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Zukunft für die Messe, die im Vorjahr bereits von drei auf zwei Tage zusammengestrichen wurde, ist düster. "Selbstverständlich werde man seitens Reed Exhibitions Messe Wien wieder zur Verfügung stehen, sollte in Zukunft erneut Bedarf an einer Gewerbe- und Industrieimmobilienplattform ent- oder bestehen", meint Limbeck abschließend. (red)

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