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Paris - Nach zweitägigem Verhör-Marathon wegen seiner Beteiligung an illegalen Sex-Partys ist der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wieder ein freier Mann. Auf TV-Bildern war am Mittwochabend zu sehen, wie er unter großem Medieninteresse in einer dunklen Limousine die Gendarmeriekaserne der Stadt Lille verließ. Unklar blieb, ob die Behörden gegen ihn zu einem späteren Zeitpunkt ein Anklageverfahren eröffnen werden.
Nach Informationen des TV-Nachrichtensenders BFM hat er eine richterliche Vorladung erhalten. Bei dem Termin dürfte ihm eröffnet werden, ob gegen ihn ein Anklageverfahren eingeleitet wird oder nicht. "Jetzt sind die Dinge in den Händen der Richter", erklärte Strauss-Kahns Anwältin nach dem Verlassen der Kaserne vor laufenden TV-Kameras. Ihr Mandant habe alle Fragen ausführlich beantwortet. Positiv wertete sie die Tatsache, dass er nun wieder frei sei. Ihr Mandant sei "völlig zufrieden, dass er angehört wurde", sagte Strauss-Kahns Anwältin Frederique Baulieu. Das Verhör habe unter entspannten Bedingungen stattgefunden und Strauss-Kahn habe "völlig ruhig" geantwortet.
Schwere bandenmäßige Zuhälterei
Der 62-Jährige steht unter dem Verdacht, als regelmäßiger Kunde von Prostituierten an schwerer bandenmäßiger Zuhälterei beteiligt gewesen zu sein, auf die bis zu 20 Jahre Haft stehen. Nach Einschätzung der Ermittler könnte er zudem von veruntreuten Firmengeldern profitiert haben, für das dem Ex-IWF-Chef maximal fünf Jahre Haft droht. Die Vernehmungen des ehemaligen französischen Spitzenpolitikers hatten bereits am Dienstagvormittag begonnen. Bei der Callgirl-Affäre stehen auch ranghoher Polizeichef, dubiose Manager und Geschäftsleute im Visier der Justiz.
Im Falle Strauss-Kahn ging es vor allem um die Frage, ob der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei seiner Teilnahme an gesponserten Sex-Partys in Paris, Brüssel und Washington wusste, dass die Frauen Prostituierte waren. Sollten die Ermittler eindeutige Hinweise darauf gefunden haben, droht Strauss-Kahn ein Anklageverfahren.
"Von Polizeibeamten vorgestellt"
Nach offiziell unbestätigten Medienberichten war er bei seiner Version der Ereignisse geblieben. Demnach gab er zwar eine Teilnahme an den Partys zu, nicht jedoch die Kenntnis von deren Finanzierung beziehungsweise der Teilnahme von Prostituierten. "DSK" sagte nach Angaben aus Ermittlerkreisen am Dienstag, er habe sich nicht vorstellen können, das die Frauen Prostituierte gewesen seien, da sie ihm "von Polizeibeamten vorgestellt wurden".
Der TV-Sender BFM berichtete zudem unter Berufung auf Ermittlerkreise, Strauss-Kahn habe erklärt, dass die Anwesenheit des in die Affäre verstrickten Polizeichefs bei ihm nie den Gedanken an Prostituierte bei den Sex-Partys habe aufkommen lassen.
Eine andere Sex-Affäre hatte Strauss-Kahn im Vorjahr sämtliche Zukunftspläne gekostet. Nach Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens musste er nicht nur den IWF-Chefposten, sondern auch seine Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten aufgeben. Die US-Justiz stellte das strafrechtliche Verfahren zwar wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau ein, eine zivilrechtliche Klage ist aber noch anhängig. (APA)
Bei dem Verfahren geht es um Sex-Partys, an denen auch Polizisten beteiligt gewesen sein sollen
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was ist an einer "sexparty" illegal?
und wieso soll es zuhälterei sein, die dienste von prostituierten in anspruch zu nehmen?
und wenn mein kumpel in die kasse greift und mir vom geklauten geld ein bier ausgibt, muß ich wegen diebstahl in den häfen oder was?
kann mir das einer erkären?
Was mich immer wieder wundert ist, dass solche Ar.......er immer wieder Frauen haben die sich lächelnd neben sie stellen und die Männer verteidigen.
Gründe dafür gibt es sicherlich genug. Strauss-Kahn ist einer jener Menschen die uns immer wieder zeigen wie charakterlos es in unserer Zeit zugeht.
Nein, das war schon immer so. Nur der Fall ist halt gerade jetzt in den Schlagzeilen.
Mich beunruhigt viel mehr was nicht in den Schlagzeilen steht. Strauss-Kahn ist sicher nicht der einzige Mächtige mit solchen Schattenseiten, nur bei den meisten landen die Geschichten nie in den Schlagzeilen
wieso ist ein Kunde von Prostituierten gleich Zuhälter? Da ist doch schon ein ziemlicher Unterschied, und in keiner Meldung bisher wurde erklärt warum das Wissen, Kunde einer Prostituierten zu sein, gleich zu einer Anklage wegen Zuhälterei führen kann?
ich dachte bei Zuhälterei geht es darum, dass der Zuhälter einen Nutzen hat, egal ober er vermittelt oder unter dem Vorwand zu "beschützen" einfach da ist.
Wenn man ohne Gegenleistung weitervermittelt tut man der Dame ja was gutes, und warum sollte das strafbar sein?
wenn ich gestern bei der nitribitt war und meinem kumpel heute erzähle, wie toll das war, und ihm sage, an welcher straßenecke sie steht - dann bin ich ein zuhälter?
daß sowohl ich als auch mein kumpel auch zahlen, was verlangt wird ("Geld fliesst"), ist ja wohl ehrensache
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