Kunst hat Recht - aber leider kein Geld

Kommentar der anderen | 22. Februar 2012, 19:08
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    foto: ap

    Acta und kein Ende. - Am Donnerstag, 23.2., diskutieren Piraten und Antipiraten in der Regulierungsbehörde in Wien ("Kampf gegen die Hydra?", ab 18.00), kommenden Dienstag steht die Gesetzesvorlage auf der Agenda des EU-Parlaments.

Oder: Kontrolle ist gut - Einkommen ist besser. Ein Plädoyer von Paul Stepan für eine ökonomisch fundierte Entemotionalisierung des Meinungsstreits um die Internetpiraterie

...  in Erwiderung auf den Schriftsteller Walter Wippersberg und andere Besorgte.

Die Kampagnen der Urheberrechtslobbys überschlagen sich zurzeit, sodass man leicht den Überblick verliert. In der angriffigen Rhetorik, die auch vor persönlichen Untergriffen nicht zurückschreckt (wie zuletzt von Walter Wippersberg), finden sich nur wenig zukunftsorientierte Vorschläge. All diesen Kampagnen ist eines gemein: Sie verlangen mehr Rechte, eine schärfere Rechtsdurchsetzung, und sie stoßen sich dabei nur wenig an etwaigen Kollateralschäden wie der Aushöhlung des Datenschutzes, dem Verlust der Privatsphäre und der Netzneutralität. Wie kommt es nun dazu?

Wenn man sich die Forderungen ansieht wird klar, dass diese einer juristischen, aber keiner ökonomischen Logik folgen, denn es ist völlig unklar, wie dieses mehr an Rechten in Einkommen für Kulturschaffende verwandelt werden soll. Rechtsverstöße werden mit Einkommensverlusten gleichgesetzt, doch die wenigsten urheberrechtlichen Verstöße sind auch finanziell relevant. Urheberrechtliche Verstöße in sozialen Medien sind meist Mundpropaganda und stören eine kommerzielle Verwertung keinesfalls.

Das Problem liegt nicht darin, dass die bestehenden Rechte zu locker formuliert sind oder die Rechtsdurchsetzung schwächelt, sondern darin, dass sie schlicht nicht zu den technologischen Gegebenheiten passen. Es sind Rechte, die vor 300 Jahren für analoge Tauschformen konzipiert wurden, an die wiederum die analogen Geschäftsmodelle angepasst waren. Diese Geschäftsmodelle weiter zu verfolgen ist in etwa so, als würde man mit einem Auto, das an Land immer verlässlich war, nun über Wasser fahren wollen. Es wird auch dann nicht klappen, wenn ein Gesetz erlassen wird, das Autos zum Über-Wasser-Fahren zwingt.

Ablenkungsmanöver

Ebenso geht es der Content-Industrie derzeit. Zwar machen oftmals die Protagonisten der Urheberrechtskampagnen - wie auch Wippersberg - Kritikern den Vorwurf, dass sie keine Alternativen anbieten können, doch lenkt das meist nur von dem Umstand ab, dass sie selbst auch keine Modelle haben, wie man diese rechtlichen Verschärfungen nun zu Geld machen könnte. Dementsprechend passiv haben die VertreterInnen der Unterhaltungsindustrie die letzten 15 Jahre in einem rückwärtsgewandten Abwehrkampf verbracht (DRM, Klagen, Lobbying), anstatt neue Modelle zu entwickeln und somit ja letztlich wieder den Kulturschaffenden zu mehr Einkommen zu verhelfen. Dieses Geld fehlt nun den Kreativen, denn die Verluste durch Piraterie sind verschwindend gering gegenüber jenen, die durch die Verhinderungsstrategien der Unternehmen entstanden sind.

Bereits vor der Digitalisierung war das Urheberrecht lediglich das geringste Übel, doch stimmte in einer analogen Welt das Zusammenspiel von Technologie, Recht und Geschäftsmodellen noch überein. Immaterielles konnte nur mithilfe von Trägermedien verteilt werden (Ausnahme Rundfunk), und so folgten die Märkte den ökonomischen Gesetzlichkeiten der Tauscheinheiten (CD, DVD, Buch etc.) und nicht jenen der abstrakten immateriellen Güter (Musik, Film, Literatur etc.). Durch das Internet wurde auch der Tausch ohne Trägermedium möglich, und folglich greifen die alten Geschäftsmodelle, die für Trägermedien konzipiert waren, nicht mehr, und es bedarf gänzlich neuer.

Im Großen und Ganzen gibt es drei Lösungsvarianten, und keine verlangt nach einer Verschärfung des Urheberrechts oder einer Verschärfung der Durchsetzung, denn sie basieren nicht auf der Kontrolle einzelner Werke.

Die erste Möglichkeit ist die Anwendung von Modellen, die bereits aus Bereichen wie dem Rundfunk bekannt und erprobt sind, sogenannten zweiseitigen Märkten. Private Rundfunksender finanzieren sich über Werbeeinnahmen und bezahlen damit die RechteinhaberInnen. Auch soziale Netzwerke und viele erfolgreiche Web-Dienste funktionieren nach diesem Prinzip. Oftmals wird argumentiert, dass das Einkommen daraus nicht reichen würde, doch liegt es weniger an den Modellen als daran, dass die Verwerter prozentuell viel zu hoch beteiligt ist, da sie kostenseitig zwar an teurer Logistik, Lagerhaltung, Transporte, Regalplätze etc. einsparen, aber diese Kostenreduktionen weder an Kulturschaffende noch KonsumentInnen weitergeben.

Pauschalabgaben

Zweitens: die Einführung von gesetzlichen Lizenzen für den digitalen Vertrieb, die eine Verwertung nicht von der Zustimmung der Rechteinhaber abhängig macht, jedoch zur Kompensation verpflichtet, wie dies ebenfalls aus dem Radio bekannt ist. Demnach könnte jeder Webshop, Streaming-Dienst und jede Downloadplattform alle Inhalte anbieten, wären aber zur Kompensation der Kulturschaffenden verpflichtet. Dies galt im Übrigen auch im analogen Bereich, denn welche Autorin wurde jemals gefragt, ob eine bestimmte Buchhandlung ihre Werke an- und verkaufen darf? Die dritte Lösung ist die Einführung von Pauschalabgaben. Eine Maßnahme, die "Kunst hat Recht" auch mit der Festplattenabgabe vorschlägt. Diese konkrete Forderung ist der falscher Schritt in die richtige Richtung, denn die NutzerInnen entschwinden gerade in die Wolken oder genauer gesagt in die Cloud. Wenn man sich also entschließt, auf gesetzliche Pauschalabgaben zu setzen, dann ist die Abgabe auf den Zugang zum Internet die einzig nachhaltig sinnvolle Lösung. Derzeit gibt es bereits private Anbieter wie Spotify, die dasselbe auf freiwilliger Basis leisten. Doch auch hier würde eine gesetzliche Lizenz helfen um effektiver agieren zu können.  (Paul Stepan, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2012)

Autor

Paul Stepan ist Mitglied der Forschungsgesellschaft Fokus und arbeitet als Kulturökonom, Kulturmanager und Lektor an der Universität für Musik und darstellende Kunst.

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Posting 1 bis 25 von 49
1 2
sledgehammer44
11
27.2.2012, 23:50
pirateriewarnung

http://www.youtube.com/watch?v=ALZZx1xmAzg
die pirateriewarnung die ich mir - sinnigerweise im kino und gekauften bd/dvd ansehen muss - stielt mir zeit für ein produkt das ich bezahlt hab. nicht einzusehen.

T-Rex01
00
23.2.2012, 19:37
Foto

Hej, das Foto ist ja bei unserer Demo in Ljubljana entstanden :)! Lepe pozdrave iz Ljubljane

saunaecho
03
23.2.2012, 19:18
Freiheit für User und Provider - nicht für Täter !

User und Provider brauchen "die gesetzliche Vermutung", dass die Inhalte legal ins Netz gestellt wurden.
Andererseits: Wer bei Gericht nachweist, dass sein Inhalt illegal ins Netz kam UND dem Provider die Kosten zur Ausforschung des Täters ersetzt, dem soll geholfen werden.
Warum soll das nicht funktionieren ?

Kontra
03
23.2.2012, 18:58
Zitat:

"Wenn man sich die Forderungen ansieht wird klar, dass diese einer juristischen, aber keiner ökonomischen Logik folgen"..
Das mag schon stimmen. Bin aber überzeugt, dass der gleiche Autor im Zweifel den Rechtsstaat dem Ökonomiestaat vorzieht.
Ist schon interessant, wie schnell Grundüberzeugungen pervertiert werden, wenn es z.B wie hier um's die Internet geht, in dem der Gratis-Zugang zu Allem anscheinend ein neues Menschenrecht ist.
Aber wie sagte Wazlawik: "Das Interesse steuert die Wahrnehmung." Der Satz ist fundamentaler als jede Rationalität.

Wolfgang Pimminger
 
00
29.2.2012, 13:51
Durch auszugsweises zitieren aus dem Zusammenhang gerissen:

Dem Verfasser des Artikels geht es nicht darum, den Rechtsstaat auszuhöhlen. Vielmehr liegt die Betonung darauf, Gesetze so zu verfassen, dass sie mit der Entwicklung des Marktes konform gehen.

Nirgendwo ist davon die Rede, dass künstlerische Leistungen NICHT abgegolten werden sollen. Was stimmig sein muss ist das Verhältnis zwischen Leistung und Abgeltung, dann zieht auch der Konsument mit. Das passiert aber nicht, wenn der Nutzer das Gefühl hat, abgezockt zu werden.

Günther Schmid
02
23.2.2012, 15:56
Sinnloses Blabla.

Ich hol mir aus der Videothek eine Film für einen Abend. In DVD-Qualität, auf jedem 20.- Player abspielbar. Kostet EUR 1.- Online Service dazu legal in Österreich? Industrie zu deppat.

Solange die Industrie obigen Punkt nicht auf die Reihe kriegt (einen Online-Verleih, der bei gleicher Qualität mit gleichen Kosten wie eine uralte Videothek liefert), hat sie kein Mitleid verdient und braucht sich nicht beschweren. Und ich brauch keine neuen Gesetze und Raunzerei der Künstler - tretet eure Vertreter dorthin, wo die Sonne nie scheint, dann gibts auch genug Geld.

Genauso, wie in der guten alten Zeit der Videothek.

Und zu Büchern: Nachdem ich immer noch sehr Viele nicht als e-Book kriege (legal), gilt obiges.

Prof.Dr.Tyler Durden
01
23.2.2012, 22:30
Etwas mehr als in einer Videothek

wäre ich durchaus zu zahlen bereit. Man muss ja auch die Wegkosten zur Videothek rechnen. Ich sehe auch ein dass das Streamen nicht unerhebliche Invest in Infrastruktur mit sich bringt. Meine Schwelle für HD würde so bei 3 Eur liegen.

Dr. Bitter
22
23.2.2012, 15:22
ACTA bringt wenigstens Bewegung rein - das ist besser als der Status Quo

Zitat:
"....doch die wenigsten urheberrechtlichen Verstöße sind auch finanziell relevant..."
Steile akademische Behauptung.
Das kostenlose Herunterladen von Musik, Filmen und Ebooks ist sehr wohl finanziell relevant.
Wer ein Werk kostenlos herunterlädt, kauft es nicht.
Und beim üblichen Fabulieren über die anderen, in der Zukunft umzusetzenden "Ansätze" zur Schaffung von möglichen Einkünften für Kunstschaffende steigt mir auch die Grausbirne auf. Von vagen Zukunftsmodellen und "Ansätzen" kann niemand leben.
Die Miete und das Essen sind jetzt zu bezahlen.
Ich bin kein Freund von Acta und Orwell'scher Internetüberwachung, aber ich kann den derzeitigen Zuständen auch nichts Positives abgewinnen.
So wie es ist, geht es nicht weiter.

Wyle E. Koyote
01
27.2.2012, 12:35
dumemrweise gibt serröse untersuchungen

die das gegenteil behaupten, in den usa zB ist durch pirtaterie im filmgeschäft kein schaden nachweisbar und ausserhalb sind es gerade einmal 7%, weil die verwerter zu blöd für einen gleichzeitigen release sind. http://papers.ssrn.com/sol3/pape... id=1986299

byron sully
01
23.2.2012, 14:53

der dritte ansatz wäre vermutlich am leichtesten zu bewerkstelligen. insgesamt eine gute replik auf den stumpfsinnigen artikel von wippersberg.

linkslinker gutmensch
01
23.2.2012, 13:34

Soll die Festplattenabgabe zusätzlich zur UHG kommen?

Oder reden eigentlich alle nur einen Sch****.

Die UHG wird auf ALLE HDDs erhoben und ist jetzt schon Höher als die paar € die zB die Künstler im OE1 Streitgespräch verlangten.

Und die oberen Ideen sind auch fürd Fisch. Solange Leutz ein Lied hören und daraufhin gleich mal die komplette Discografie des Künstlers im Netz saugen (wurscht ob IRC oder P2P), wirds halt in Zukunft qualitative Kunst nur mehr in Form von DSDS und sonstigen Schrott geben.

Walter Gröbchen
00
23.2.2012, 12:07
"Utopien sind gut - Einkommen ist besser"

Weitgehend d'accord, lieber Paul Stepan. Warum aber ist der schon (zu) lange Jahre dauernde Vorstoss, die Pauschalvergütung für Speichermedien ("Leercassettenvergütung"), an den technischen Status Quo anzupassen, ein "falscher Schritt in die richtige Richtung"? Natürlich "entschwinden" gerade erste Konsumenten "in die Cloud", aber die Masse tut dies noch nicht. Und eventuell auf Jahre hinaus nicht. Geht es nicht nun ganz pragmatisch darum, KünstlerInnen diesen Einkommensstrang tunlichst nicht abzuschneiden, sondern gar zu stärken - zumindest bis bessere Lösungen gefunden sind oder andere Modelle wirklich greifen? Also, klare Frage, Mr. Stepan: sind Sie für oder gegen eine Festplatten-Pauschalvergütung? Werden Sie noch öfter gefragt werden..

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00
23.2.2012, 12:51

die gefahr ist schon real, dass man noch ein zwei jahre braucht bis es eine festplattenabgabe gibt und dann nach wiederum 3 jahren fast die gesamte music in der cloud ist. dann braucht es wieder ein jahrzehnt (wenn nicht mehr, da es ja dann ein internationales problem ist).
vorausdenken ist da sicher besser.

Walter Gröbchen
01
23.2.2012, 13:00

"Vorausdenken ist gut - Einkommen ist besser"

;)
02
23.2.2012, 11:51
Literatur

Ich denke, die Problematik wird sich bei Büchern noch verschärfen. Es mag vielleicht sein, dass Künstler vielleicht keinen großen Schaden bisher erlitten haben. Urheberrechliche Verstöße mögen nicht finanziell relevant sein. Aber wenn es um Literatur geht (falls die E-Book-Reader und Tablets Standard werden, was ich erwarte), da könnte es schon für viele eng werden, vermute ich. Und wenn Autoren wegfallen, und damit nur die überleben, die populär genug schreiben, dann bekommt eine Gesellschaft schon ein größeres Problem. So weit sollte es lieber nicht kommen, denke ich.

Bin kein ACTA-Befürworter. Aber irgendwie müssen Lösungen immer dringender her. Und zwar realistische, brauchbare Lösungen.

Ueberlaeufer
00
23.2.2012, 16:17

Ich verstehe Verlage im deutschsprachigen Raum nicht, die E-Books anbieten. Der Markt ist zu klein, als dass es sich rentiert. Gegen elektronisches Kopieren ist die Hardcopy wahrscheinlich noch das beste Mittel. Ich würde E-Books nur als gratis "Teaser" anbieten.

keywords
11
23.2.2012, 12:22

zeigen sie mir bitte einen einzigen autor, der nicht "populär" ist, und von seiner schreiberei leben kann.

zumindest in diesem land kenne ich exakt niemanden. man lebt als autor schlecht von preisen, oder gut vom halbtagsjob.

verinus
00
23.2.2012, 12:57

was ja auch nicht falsch ist.

es kann sicher nicht das ziel des staates sein künstler zu versorgen die keiner lesen/sehen/hören will.

kunstausbildung? ja bitte.

alimentierung für politisch opportune künstler? nein danke.

paradiselost
11
23.2.2012, 15:05
schoen zu lesen,

dass sie offenbar wenig ahnung haben, was "kunst" alles umfasst und welchen nutzen sie fuer die gesellschaft allgemein hat.

sie sind wohl das produkt einer mehr und mehr technisierten welt ohne steigerung der inhaltlichen qualitaet.

aber dann bitte nicht schreien, wenn sie aufgrund der immer weiter "voranschreitenden" technischen entwicklung eines tages auch ueberfluessig geworden sind, wegrationalisiert werden, keine sozialunterstuetzung bekommen und natuerlich auch keine altersversorgung. wer braucht denn SIE?
es lebe das gute, alte faustrecht!

back to stone age!

verinus
00
23.2.2012, 16:32

nur weil ich gegen staatliche alimentation bin, heisst das ja noch nicht, dass ich persönlich kunst nicht zu schätzen wüsste.

ich denke nur, dass das jeder für sich entscheiden können sollte- also ob ich mir ein konzert anhör, eine cd kauf oder ein bild kauf und nicht irgendwelche politiker die nach nicht nachvollziehbaren kriterien unser steuergeld ausgeben.

paradiselost
02
23.2.2012, 23:03
hallo???

wer redet von steuergeld? hier geht es um den einem kunst schaffenden menschen zustehenden erloes aus seiner arbeit!

sie halten kunst vielleicht fuer ein zuckerl, das ihnen bestenfalls karies einbringt, und nicht fuer ein gut von gleichem rang wie ein auto oder ein huhn im topf. - der autobauer darf geld fuer sein produkt verlangen; der hendlzuechter fuer sein federvieh. aber kuenstler sollen sich mit almosen und stipendien durchgfretten wie die clochards? damit ihr bild von der romantik a "la boheme" stimmt?

und damit sie's auch kapieren:
einen laptop kann man nach einem muster x-mal nachbauen. ein kuenstler schafft unikate! das kostet ein bissl mehr hirn + kraft als die industrielle fertigung, sie konsumfuzzi!

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12
23.2.2012, 14:02
Es geht um Bezahlung für bereits geleistete Arbeit!

Kein Installateur baut ihnen gratis eine komplette Gasetagenheizung ein - aus Werbezwecken, bittesehr.

Beim Fleischhauer können sie ein Blatt Wurst verkosten, aber nicht die komplette Stange Salami aufessen.

Musik und Texte können sie im Internet mit Auszügen daraus antesten - aber doch nicht das komplette Werk!

Oder arbeiten Sie gratis und wohnen und essen umsonst im Hotel Mamma?

Und wieso sollen Künstler gratis arbeiten, nur weil ihnen ihre Einstellung nicht gefällt?

Gilt das dann für Sie auch: wenn sie für mich arbeiten und ihre Meinung gefällt mir nicht, arbeiten sie dann umsonst für mich?

verinus
00
23.2.2012, 16:30

oh im gegenteil ich find shcon, dass jeder für seine arbeit bezahlt gehört- auch künstler. aber nicht vom staat.

die sollen sich wie alle anderen auch leute suchen denen deren arbeit etwas wert ist- funktioniert ja für viele sehr gut- nur die erfolglosen schreien nach dem staat um sich weiterhin ihrem hobby zu widmen.

qball
11
23.2.2012, 14:20
nicht alles was hinkt ist ein vergleich ...

den installateur habe ich - hoffentlich - bestellt.

der künstler in ihrem beispiel erinnert mich eher an einen staubsaugervertreter.

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44
23.2.2012, 11:47
Wieso wird nicht im Supermarkt ''pauschal'' verrechnet?

Wieso will jeder noch so kleine Lieferant Geld für sein Produkt und begnügt sich nicht mit einer Pauschalabgabe an CocaCola, Nestlé, oder Unilever? Wieso will der Freiland-Eierproduzent auch noch selber Geld für sich persönlich?

Und wieso darf ich mir nach dem Einkauf den Einkaufswagen nicht behalten, ich habe doch 2 Euro dafür bezahlt?

Wieso darf ich in der Waschstrasse mit meinem Auto nur einziges mal einmal hineinfahren, wieso nicht das ganze Jahr immer wieder mein Auto waschen - wenn ich doch 5 EUR dafür zahle?

Wieso darf ich mir das Kino nicht behalten, wenn ich Eintritt dafür zahle?

Ein Lied dauert doch nur ca. 3 Minuten, wieso will ein Künstler überhaupt Geld dafür? Eine Idee kostet überhaupt nix, wieso dafür zahlen?

Frechheit!

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