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vergrößern 933x509Mullahs, Inspektoren, Urananreicherung - der seit Jahren schwelende Atomstreit mit dem Iran beherrscht die internationalen Schlagzeilen, wenn es um militärische Aufrüstung geht. Daneben allerdings blüht das Geschäft im konventionellen Bereich wie kaum je zuvor. Das renommierte Stockholm International Peace Research Institute (Sipri) taxierte den globalen Rüstungsmarkt 2010 auf ein Rekordhoch von 1630 Milliarden US-Dollar. Und die Trends lassen, zumindest außerhalb Europas und der USA, auf weiteres Wachstum schließen (siehe Interview mit dem Sipri-Experten).Die treibenden Kräfte dieser Entwicklung sind vor allem Russland, die Furcht vor dem Iran und China, das in wenigen Tagen die neuesten Zahlen für seinen Verteidigungsetat vorlegen will. 2011 hob Peking diesen um 12,7 Prozent an, im langjährigen Durchschnitt wuchs das Budget der Volksbefreiungsarmee doppelstellig. Wachstumssegment im Markt ist alles, was mit Kampfjets zu tun hat - die Flugzeuge selber, deren Bewaffnung, Luftbetankungssysteme und Radaranlagen.
29-Milliarden-Deal
Der mit Abstand größte Deal wurde vor wenigen Monaten zwischen den USA und Saudi-Arabien definitiv abgeschlossen. Die Saudis bekommen von den Amerikanern 84 neue F15-Jets geliefert, dazu werden 70 ältere F15 nachgerüstet, Raketen, Lasersysteme und Munition geliefert. Volumen: 29, 2 Milliarden Dollar - es ist das größte Auslandsgeschäft, das US-Rüstungskonzerne bisher abgeschlossen haben.
Die Kriegsangst am Golf beflügelt auch andere Großinvestitionen: Neben den Saudis, die ganze 10,4 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung pro Jahr für Aufrüstung ausgeben, haben erst unlängst die vereinigten Arabischen Emirate ein Raketenabwehrsystem im Wert von 3,5 Milliarden Dollar vom größten US-Rüstungsanbieter Lockheed Martin erworben. Auch der Irak rüstet sukzessive auf: 2010 gab das Land knapp sechs Milliarden Dollar für Waffen aus, erst unlängst wurden 18 F16-Kampfjets geordert. Und selbst der vergleichsweise friedfertige Oman bestellte zwölf neue F16.
Rafale hebt doch noch ab
Die mit Abstand umkämpftesten Rüstungsexportmärkte sind allerdings jene der Schwellenländer: Indien hat nach einem langen und umkämpften Ausschreibungsverfahren eben entschieden, mit dem französischen Rüstungsgiganten Dassault exklusive Verhandlungen über die Beschaffung von 126 Rafale-Kampfflugzeugen zu führen. Auftragswert: geschätzte zehn Milliarden Dollar (siehe hier). Diese Gespräche bringen den Rafale-Jet wieder zurück auf einen Pfad, auf dem Verkaufserfolge möglich sind. Denn zuvor hatten sich viele Interessenten aufgrund der Zurückhaltung von Bestellern nicht wirklich an das französische Flugzeug herangewagt, für das Präsident Nicolas Sarkozy höchstselbst passioniert die Werbetrommel rührt. Nur nebenbei: Dassault-Eigentümer Serge Dassault ist mit dem Präsidenten eng befreundet.
Auch Brasilien wird aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens 36 Rafale beschaffen. Präsidentin Dilma Rousseff ist der Ansicht, dass die Franzosen das beste Package im Vergleich zu Boeing (F/A-18) und Saab (Gripen) bieten. Das Volumen des Geschäfts beträgt mindestens vier Milliarden Dollar, könnte mit Optionen auf weitere Jets aber noch wachsen. Die Vereinigten Arabischen Emirate indes dachten erneut laut über die zeitweilig auf Eis gelegte Beschaffung von 60 Rafale nach. Rückschläge für die Rüstungsindustrie gab es dagegen in den mit einer neuen Verteidigungsstrategie operierenden USA und in Europa, vor allem was das teure F35-Programm von Lockheed Martin betrifft. Die USA streckten die Anschaffung des Tarnkappen-Flugzeugs auf einen längeren Zeitraum, Italien will die bestellten Stückzahlen deutlich reduzieren: von 131 auf nur noch 90. Die deutsche Bundeswehr reduzierte ihre Bestellungen für Hubschrauber bei EADS deutlich. Sie will nun nur 40 statt 80 Tiger-Kampfhubschrauber und 80 statt 122 NH-90-Transporthelikopter. Auch ein Auftrag für Puma-Schützenpanzer wurde bei Krauss-Maffei Wegmann von 410 auf 350 Stück zurückgestutzt.
Griechen rüsten weiter auf
Nur das bankrotte Griechenland rüstet im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten weiter auf. Der Militärhaushalt wurde in allen bisherigen Sparpaketen weitestgehend verschont. 2010 betrug der griechische Rüstungsetat fast sieben Milliarden Euro oder drei Prozent des BIPs. Die Kennzahl wird in der Nato nur von den USA und der Türkei übertroffen.
Zuletzt kürzte das Athener Verteidigungsministerium 2011 die Rüstungs-Neubeschaffungen um 500 Millionen Euro, U-Boote aus deutscher Herstellung wurden gestrichen. An der Truppenstärke von fast 130.000 Soldaten ändert sich vorerst nichts. Die Griechen rechtfertigen das mit dem Konfliktpotenzial mit dem Nato-Partner Türkei. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2012)
Regierung stimmt umstrittenem Geschäft zu - Bedenken wegen möglichen Einsatzes gegen Minderheiten
"Ende mit Schrecken besser als Schrecken ohne Ende"
Die UNO-Regelung hätte umstrittene Waffenlieferungen der letzten Jahre zumindest erschwert, erklärt Experte Paul Holtom
Islamische Republik hat Präsidentschaft turnusgemäß ab Ende Mai inne
154 Staaten stimmten für Vertrag, Ratifizierung könnte dauern - Experte Grebe: "Vertrag historisch, hat aber viele Schlupflöcher"
Verteidigungsministerium habe laut "FAZ" Investitionen von 1,3 Milliarden Euro in den Sand gesetzt
Außerdem wird in Japan ein zweites Radarsystem errichtet
Frei werdende Stellen sollen nicht neu besetzt werden - Budget bleibt stabil
Projekt sehr umstritten: Nach Kostenexplosion und Verzögerungen nun Maschinenproblem
Während die meisten traditionellen Industriestaaten ihre Militärausgaben senken, explodieren die Rüstungsetats in den Schwellenländern
Immer mehr Geld fließt allerdings in Waffen für einen "Cyberkrieg"
Prototyp der Hightech-Waffe solle im kommenden Jahr installiert werden
Transparency International hat den Militärsektor jener 82 Länder untersucht, die 2011 für 94 Prozent der weltweiten Militärausgaben verantwortlich waren - Klicken Sie für Länderinformationen in die Weltkarte - Details zur Studie lesen Sie hier
Chinesisches Staatsfernsehen: "Erster chinesischer Kauf schwerer Rüstungstechnologie aus Russland seit zehn Jahren"
Neuer Index sieht mangelnde Kontrolle und Transparenz in 70 Prozent der untersuchten Staaten - Österreich erhält relativ gutes Zeugnis - Visualisierung auf interaktiver Weltkarte
Vor China lagen nur noch die USA, Russland, Deutschland und Frankreich
Cyberdoktrin wertet Cyberattacken von Staaten auf die USA seit 2010 als Kriegsgrund
Verkauf österreichischer Leichtflugzeugmotoren, mit denen Predator-Drohnen der US-Armee betrieben werden, soll überprüft werden
Notfallmedizin auf dem Schlachtfeld: Neues Mittel zur Behandlung innerer Blutungen erhöht Überlebenschancen
Spannungen nach Atomtestdrohungen Nordkoreas gewachsen
Unbemannte Flugkörper können einfach vom Kurs abgebracht werden und gefährden Luftfahrt
Australischer General: Auch USA wollen Teilnahme prüfen
Vor allem Kampfjets und Raketenabwehrsysteme wurden verkauft
Offenbar keine Ausfuhrgenehmigung für Bauteile nach Frankreich
"Schutz vor Angriff aus Nordkorea - Nicht gegen China gerichtet"
ich hab mich mal umgesehen bei EADS die suchen noch leute ;) 712 in Deutschland 1488 in Frankreich wenn wer Lust hat bisschen was beim Kuchen mitschneiden will
http://www.eads.com/eads/germ... parameter=
da kann man sich bewerben
so eine flugverbotszone wirkt halt wunder.
und das mit der unendlichen militaerischen ueberlegenheit der usa stimmt halt nicht, hat man in jugoslawien gesehen: wenn man halbwegs moderne verteidigungswaffen halbwegs professionell und sinnvoll einsetzt trauen sich wenigstens die kampfhubschrauber nicht herein und der rest - auch wie man in jugoslawien gesehen hat - kann zwar pflichtgetreu infrastruktur demolieren, an militaerische ziele kommt er aber nicht so ran, dass es irgendwie entscheidend werden koennte.
zu unnatürlich: Nein, genau das ist es nicht. Seit jeher gewann der Drang nach Selbstbereicherung in trauriger Regelmäßigkeit die Oberhand in der Gefühlswelt mächtiger Menschen, sodass wir mittlerweile auf eine erschreckend lange Liste an dokumentierten Kriegen zurückblicken können:
http://de.wikipedia.org/wiki/List... on_Kriegen
zu krank: Ja, in der Tat, es ist krank!
Super oder? Wir zahlen Milliarden, die bei unserem Heer dringend benötigt würden, an Griechenland und die gegen es für ihre Aufrüstung aus. Ergibt Sinn.
Btw @Redaktion bzw. Grafikersteller: BSP und BIP sind nicht das Gleiche.
Kaufe ich eine Waffe, die ich nicht verwenden will?
Es ist doch unnatürlich und vom Wesen her krank, was sich gerade auf der Welt abspielt. Egal, auf welchem Fleck der Erde, wir sind alle Menschen mit Gedanken, Gefühlen und dem Recht auf ein glückliches Leben. Als gemeinsame Spezies sollten wir eigentlich zusammenhalten, uns unterstützen, uns fördern.
Dies geschieht aber nicht: die Eliten und Regierungen führen Kämpfe gegen die eigenen Bevölkerungen, gegen andere und um Ressourzen.
Ghandi sagte: es ist genug für alle da, es gibt nur nicht genug für die Gier von Wenigen.
Diese Gier müssen wir hinter uns lassen, sonst wachen wir im 3.WK auf, denn warum rüstet "die Welt" auf, wenn sie die Waffen nicht einsetzen will?
Demonstrieren wir dagegen
es ist halt so:
haette gaddafi statt seiner bloeden wuestenbrunnen flugabwehrsysteme gekauft, libyen waere noch immer das reichste land in afrika.
wer sich in zeiten der friedensnobelpreise nicht gut, am besten atomar bewaffnet ist nun mal - boed.
Ich sprach von Ghandi und nicht von den Chinesen, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Ghandi atomar aufrüsten würde oder je atomar aufgerüstet hätte;)
In meinem Posting geht es primär darum, dass wir Menschen von einer gierigen Clique gelenkt und regiert werden, die alle Werte verkehrt und sogar gegen die eigene Art lebt, eben, weil wir Menschen uns gegenseitig bekämpfen, statt uns zu unterstützen. Dies geht aber eher weniger von Ihnen, von mir, oder sonst einem Normal-Bürger aus, sondern von den Eliten. Es geht darum, dass wir uns ein menschenfreundliches, friedliches System suchen und wegkommen von einem alle und alles Ausbeutenden.
Mit Atomwaffen wird man das nicht schaffen;)
die analysen der offerte in indien haben ergeben, dass die kosten über die gesamte nutzungsdauer bei der rafale um 22-25% geringer sind.
allerdings kam dabei der rafale auch zugute, dass indien schon dassault flieger betreibt und daher weniger kosten bei infrastruktur, logistik, ausbildung etc. anfallen. trotzdem scheint die rafale nicht nur etwas günstiger in der anschaffung, sondern auch günstiger im unterhalt zu sein.
aber dennoch zurückgegangen
dabei ist nicht zu vergessen, dass Griechenland zu den wichtigsten NATO-Staaten gehört und als solcher militärische Verpflichtungen übernommen hat
die Erdgasfunde vor Zypern könnten ev. noch zu militärischen Handlungen führen, wenn man sich die geopolitische Lage ansieht
siehe
http://www.defencegreece.com/index.php... nd-the-eu/
und so hohe militärausgaben können nicht nur mit der nato-mitgliedschaft zu erklären sein.
es dürfte wohl eine große angst vor den türken - ein anderes nato-mitglied - dahinter stecken.
was die gleichsam wirtschaftsmedizinische vernunft sagt, ist, dass weitere dosisteigerungen (etwa durch die laufende konjunkturaufpeitschung mit kriegseskalation) die katastrophe nur beschleunigt.
die dosierungen müssen verringert, wachstum zugunsten des überlebens im nichtsüchtigen zustand aufgegeben werden. ein auch zivilisationsgeschichtlich epochaler und evolutionäre schritt.
eine zukunft gibt es nur mit moderatem, dafür stabilem und allgemeinen konsum. die allgemeine kaufkraft muss auf kosten der megagewinne der finanzindustrie (FI) gestärkt und damit die organische wirtschaftssanierung eingeleitet werden.
das ist der sinn des wirtschaftskonzepts der verlorengegaangenen demokratie.
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.
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