Schwarze Zahlen und rote "No-gos"

VP befürchtet mehr Frühpensionierungen bei Beamten

Wien - Die Wiener VP befürchtet für heuer einen neuen Rekord bei den Frühpensionen. 700 Beamte könnten heuer vorzeitig in den Ruhestand gehen, haben die Schwarzen anhand der Zahlen von Jänner und Februar hochgerechnet. Im Ressort der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SP) will man sich auf solche Spekulationen nicht einlassen: "Wir wissen nicht, wie viele Menschen krank werden." Im Vorjahr gingen 510 Beamte in Frühpension, 2010 waren es 589. Bürgermeister Michael Häupl (SP) sagte der "Krone", Ziel sei es, das durchschnittliche Frühpensions-Antrittsalter von derzeit 56 in Richtung 60 Jahre zu bringen. Einen Zeitrahmen nannte er nicht. Die Stadt setze eine Reihe von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter, aber diese würden eben erst nach einigen Jahren greifen, sagte eine Sprecherin vom Stadträtin Frauenberger dem STANDARD. Außerdem werde vor jeder Frühpensionierung überprüft, ob man den Mitarbeiter anderswo einsetzen könne. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft gebe es außerdem nicht die Möglichkeit, Mitarbeiter nach längerem Krankenstand in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten signalisierte am Mittwoch ihre Zustimmung zu einer Nulllohnrunde, für Vorsitzenden Christian Meidlinger (SP) ist "klar, dass die Gemeindebediensteten einen Beitrag leisten müssen". Es gebe aber "No-gos", etwa den im Bund angestrebten Aufnahmestopp für Beamte oder Einschnitte beim Pensionsrecht. (APA, hei, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2012)

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