Schwarze Zahlen und rote "No-gos"

22. Februar 2012, 16:52

VP befürchtet mehr Frühpensionierungen bei Beamten

Wien - Die Wiener VP befürchtet für heuer einen neuen Rekord bei den Frühpensionen. 700 Beamte könnten heuer vorzeitig in den Ruhestand gehen, haben die Schwarzen anhand der Zahlen von Jänner und Februar hochgerechnet. Im Ressort der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SP) will man sich auf solche Spekulationen nicht einlassen: "Wir wissen nicht, wie viele Menschen krank werden." Im Vorjahr gingen 510 Beamte in Frühpension, 2010 waren es 589. Bürgermeister Michael Häupl (SP) sagte der "Krone", Ziel sei es, das durchschnittliche Frühpensions-Antrittsalter von derzeit 56 in Richtung 60 Jahre zu bringen. Einen Zeitrahmen nannte er nicht. Die Stadt setze eine Reihe von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter, aber diese würden eben erst nach einigen Jahren greifen, sagte eine Sprecherin vom Stadträtin Frauenberger dem STANDARD. Außerdem werde vor jeder Frühpensionierung überprüft, ob man den Mitarbeiter anderswo einsetzen könne. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft gebe es außerdem nicht die Möglichkeit, Mitarbeiter nach längerem Krankenstand in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten signalisierte am Mittwoch ihre Zustimmung zu einer Nulllohnrunde, für Vorsitzenden Christian Meidlinger (SP) ist "klar, dass die Gemeindebediensteten einen Beitrag leisten müssen". Es gebe aber "No-gos", etwa den im Bund angestrebten Aufnahmestopp für Beamte oder Einschnitte beim Pensionsrecht. (APA, hei, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2012)

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25 Postings
Im Gegensatz zur Privatwirtschaft gebe es außerdem nicht die Möglichkeit, Mitarbeiter nach längerem Krankenstand in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Das ist ein Ziel, das ist was die gesellschaft erreichen will?? Die Spaltung der Arbeitnehmerschaft sit soweit fortgeschritten, dass meiner Meinung nach nur ein Funke genügt um unser Land zum Brennen zu bringen. Wirtschaft ist also nur möglich, wenn der Arbeitnehmer jederzeit kündbar ist und dazwischen möglichst wenig kostet. Und Firmen wie Novomatic und Red Bull werden verherrlicht - sinnfreie Produkte - aber ÖBB und Gesundheitswesen werden als Kostenbelastung schlecht geredet - wobei über Qualität ja gesprochen werden kann.

Die liebe ÖVP, die Partei der Freunde der Wirtschaft...

Die ÖVP sollte nicht herum nörgeln, sondern sie sollte uns sagen und zeigen was man neben der Frauenquote noch schaffen könnte. Etwa eine Quote das man gleich viele junde wie ältere Menschen im Betrieb beschäftigen soll, und es kann. Vorallem das ältere Menschen im Betrieb bleiben und nicht irgendwie manche oder sie selbst einen Ausweg aus Mobbing oder Frust suchen. Nicht das dann ein jemand sagt, " das junge Team " wäre erfolgreich gewesen, sonder das es heißt " unser Team ", ohne Betonung auf Jung, Frauenpower, usw. das Frauen und Männer, und ältere gegenüber jüngere beleidigt. Was allen Partein fehlt ist viel Feingefühl! Aber Nörgeln das können sie alle am besten, wenn sie einen Wahlstimmenvorteil erkennen.

Beamte können sehr viel leichter in (krankheitsbedingte) Früpension gehen als andere Menschen.

Trotzdem machte man es nicht den Beamten sondern den (am Arbeitsmarkt chancenlosen) Menschen im ASVG-Bereich immer schwerer, obwohl die sehr häufig (bei Arbeiterinnen zwischen 50 und 59 sind es 80%!) aus einer Langzeitarbeitslosigkeit kommen. Ganz abgesehen davon, dass die nur einen Bettel als Pension kriegen und im Schnitt fast um 11 Jahre(!) kürzer leben. Ich denke, dass sich mit diesem Thema niemand ernsthaft systemisch beschäftigt.

@ walter bimini: die grünen, eine beamtInnenpartei? ... glaub ned!

http://www.ots.at/presseaus... zustaendig
"Schön langsam fragen wir uns - und
richten diese Frage auch an den Bürgermeister - wer in der Wiener Stadtregierung neuerdings unser Ansprechpartner für Fragen der Entlohnung und des Personals ist. Falls Vizebürgermeisterin
Vassilakou diese Aufgabe übertragen bekommen hat, sollte sie aber Nachhilfestunden buchen. Ihre Wortmeldungen sind offenbar nicht von
Fachwissen belastet", erklärte heute, Dienstag, der Vorsitzende der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien,
Sport, freie Berufe), Christian Meidlinger

Schau, schau, ein derart intelligentes

Statement hätt`ich ihm gar nicht zugetraut, dem Meidlinger. Naja, vielleicht hat er doch ein bissl was gelernt von seinem Vorgänger...

Wer sich die aussendung derÖVP etwas genauer

ansieht, kommt drauf, dass hier nicht die Tatsache kritisiert wird, dass soviele Bedienstete in Frühpension gehen, sondern das Faktum, dass die Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen so katastrophal schlecht sind, dass die Leute krank werden müssen! Vielleicht sollte man darauf einmal ein Auge werfen...

Die Arbeitsbedingungen bei der Stadt Wien sind so viel schlechter, dass der "etwas" erhöhte Krankenstand gegenüber der Privatwirtschaft erklärt werden kann? 12,9:22,9 Krankenstandtage (die niedrigere Zahl ist jene der Privatwirtschaft) Sollte da nicht das Arbeitsinspektorat einmal vorbeischauen? Oder doch besser die "kranken" Gemeindebediensteten zum Amtsarzt vorladen?

Hat nicht....

...die Gemeinde eine viel höhere zahl an Planstellen für geistig und körperlich beeinträchtigte Menschen? Ohne geschmacklos wirken zu wollen aber das ist durchaus auch ein Faktor , der in diese Berechnungen einfließt.

Ich gebe Ihnen aber recht, das erklärt sicher nicht die Quasi-Verdoppelung.

" Es gebe aber "No-gos", etwa den im Bund angestrebten Aufnahmestopp für Beamte oder Einschnitte beim Pensionsrecht."

und stünde an der spitze dieser stadt nicht ein adipöser, korrupter säufer der mit seinem clan alles im würgegriff hält würden sich niemand derartige aussagen machen trauen.

die braucht sich in Wien um nix fürchten außer um ihre Bedeutungslosigkeit!

blödsinn

was die alle für einen blödsinn verzapfen, deswegen erhöhung der beamtengehälter wegen des kaufkraftverlustes. das geld muss ja wo herkommen? .der,die das mit höheren abgaben bezahlen müssen, haben die keinen kaufkraftverlust?????
an dieser rechnung stimmt etwas nicht !

Pensionsrecht

Haben die Wiener jetzt endlich ihr Pensionsrecht an das der Bundesbeamten angeglichen und wenn nicht warum nicht?????

Warum schon?

Parteienförderung: Pro Nationalratsabgeordneten beträgt sie beispielsweise 46.228 Euro, pro Bundesratsmitglied 24.765 Euro. Hinzu kommen die Abgeordnetenbezüge und Auslagen für parlamentarische MitarbeiterInnen.

Nationalrat: 183 Kosten je Abgeordnetem: 8160 Gehalt + parlamentarischer Mitarbeiter + Parteienförderung : 46.228 Euro je Abg.

Summe: 113.877.000 http://www.wien-konkret.at/politik/p... gehaelter/
Bundesrat: 62 Kosten je Abgeordnetem: 4080 + Parteienförderung: 24.765 je Abg.
Präsident 8.160
Stellvertreter 5.712
Fraktionsvorsitzenden 5.712

Summe ca. 50 Millionen +41.000 Gemeinderäte +

450 LA

50.000 bezahlte Politiker in Österrreich !

einen je 200 Einwohner ,

und 50 Millionen Kosten für für einen sinnlosen Bundesrat

1 Million Euro je Gemeinderat einer Kleinstadt

WOLLT IHR GAR NICHT SPAREN ??
WOLLT IHR KEINE STRUKTURREFORM? WOLLT IHR KEINEN EINZIGEN EINSPAREN ??
WOLLT IHR NUR ABZOCKEN?? WEITER SO

Sie kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Bund und Land. Tz.

Korrektur: Parteien

Die Erhöhung der Beamtengehälter

mit einem Fixbetrag sollte angedacht werden. Damit stelle ich bei den kleinen Einkommer den Erhalt der Kaufkraft sicher und schaffe keine rezessiven Verhältnisse.
Höhere Gehälter z.B. ab Dienstklasse V od. VI werden nicht erhöht - die müssen dann mit der Vorrückung leben.
Man sollte schon bedenken, dass der Betrag der "Nichterhöhung" kleiner Einkommen 1 : 1 der Wirtschaft (Inlandskonjuntur) verloren geht und dadurch die Einsparung größtenteils verpufft!

Erhöhung um Fixbeträge sollte überall angedacht werden, weil niedrige Einkommen stärker erhöht würden.

Aber daran sieht man schön, daß sämtliche Vertreter nur auf hohe Einkommen/Pensionen schauen.

Das mußt doch verstehen!

Denn die, die über Erhöhungen entscheiden, sind ja nicht die, die die kleinsten Einkommen haben.

"Wir werden in den Verhandlungen mit unserem Koalitionspartner über Möglichkeiten sprechen, wie dieses Privileg verkürzt werden kann"

vorziehen des exitus und das problem ist gelöst. altsozialistische lösungskompetenz der 30er ... mag der d.e. sicher ... ^^

Verwechsest du grad Sozialdemokratie mit Stalinismus?

kann es sein

dass es sowieso keine Nulllohnrunde wird durch die automatische Vorrückung im KV?

kann es sein

dass es die vorrückung nicht jährlich sondern alle 2 jahre gibt?

kann es weiters sein, dass in kollektivverträgen auch vorrückungen vorgesehen sind?

fragen über fragen....

Bei den Lohnrunden gehts eben um Hebung des KV

, Sonderzahlungen oder Ist-Löhne allgemein - nicht im die individuelle Vorrückung lt. KV.

das ist aber keine große überraschung nachdem die grüninnen eine beamten/bürokratenseilschaft sind.

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