Mit dem Aufzug in den Weltraum

22. Februar 2012, 14:48

Die japanische Firma Obayashi träumt von einer 96.000 Kilometer langen Röhre ins All, die Fahrzeit für bis zu 30 Passagiere beträgt eine Woche

Tokio - Eine japanische Baufirma will womöglich einen Aufzug ins Weltall bauen. Die Firma Obayashi erklärte, sie könne möglicherweise schon in 40 Jahren eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren, in der ein Hochgeschwindigkeitsaufzug Menschen ins Weltall befördern würde. Bis zu 30 Passagiere soll der Aufzug demnach mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde in die Höhe katapultieren und ein Viertel der Strecke bis zum Mond zurücklegen lassen.

Nach gut einer Woche Fahrzeit kämen die Passagiere schließlich auf einer Plattform in einer Höhe von 36.000 Kilometern über der Erdoberfläche an. Touristen würden dort aussteigen, aber Wissenschafter könnten bis zum Ende fahren. "Menschen haben immer hohe Türme bewundert", begründete Projektleiterin Satomi Katsuyama die Idee eines Weltraumaufzugs.

Suche nach Investoren

Obayashis Experten zufolge ist ein solches Projekt technisch möglich. Das Unternehmen räumte indes ein, es könne die Kosten noch nicht einschätzen. Überdies gebe es noch keinen Investor und es sei auch noch nicht geklärt, wo die riesige Röhre auf der Erde gebaut werden könnte und wer sich in dem Aufzug in den Weltraum schießen lassen wolle.

Obayashi ist eine seriöse japanische Baufirma, die unter anderem mit dem Bau des Stadium Australia für die Olympischen Spiele in Sydney und für ihre Mitarbeit an der Konstruktion der U-Bahn in Dubai bekannt ist. Derzeit baut Obayashi an Japans höchstem Gebäude, dem Tokyo Sky Tree mit einer Höhe von 634 Metern. Die Arbeiten sollen in Kürze abgeschlossen werden. (APA)

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Grüss Gott

sorry, so weit fahr ich nicht.

eine woche fahrzeit

um 36.000 kilometer über der erdoberfläche zu stehen?

(und dann? vermutlich gibt's dort nicht viel abwechslung - womöglich auch keine luft zum atmen. nein danke - da steig' ich lieber auf die stephaniewarte am kahlenberg und lasse von dort meinen allseits bekannten sacklinger-jodler auf die liebe alte wienerstadt herunterdröhnen)

runter gehts eh schneller

super schönes erlebnis für selbstmörder (muss man schwerkraft überwinden?)

2 wochen (oder nur 1?) flug nach unten, da könnte es sein, dass man nochmal ins grübeln kommt (man verdurstet ja vorher) ...aber toll.
da wird sogar er blass:

http://www.redbullstratos.com/the-mission/

Und wenn der Turm umfällt...

...dann wickelt er sich 2x um die ganze Welt. Bin mir nicht sicher, ob das eine schlaue Idee ist

"umfallen" per se kann es nicht - und es ist auch kein Turm.

In Frank Schätzings Roman "Limit" ist nachzulesen wie es genau funktioniert

Echt eine interessante und faszinierende, jedenfalls utopische Idee (von einem Deutschen und natürlich von Japanern kopiert ;-) ).
Der Statiker möchte ich jedoch nicht sein, und auch nicht der Qualitätsverantwortliche für das Tragseil, und der erste Passagier schon gar nicht.

Marketinggag?

"Eine japanische Baufirma will womöglich einen Aufzug ins Weltall bauen. Die Firma Obayashi erklärte, sie könne möglicherweise schon in 40 Jahren eine rund 96.000 Kilometer lange Röhre konstruieren"

in 40 jahren KÖNNE man MÖGLICHERWEISE einmal haben/bauen?

ich erinnere mich noch an
*) Krankls tabelle "wie die bundesligaplatzierungen am ende der saison sein werden";
*) die bestätigung des AAA für Lehman Brothers von S&P, ein paar tage vor dem kollaps;
*) Schüsse(r)ls "Wenn wir 3.er werden gehen wir in Opposition"
uswusf.

Ich würde die Röhre am Südpol bauen

Dann könnte man sie nach unten hängen lassen.

;-))))

stimmt, aber vorher noch die Chinesen anweisen

dass sie sich mit den Händen am Boden festhalten, sonst fallen die einfach von der Erde runter...

wie weicht man dem herumfliegenden weltallmüll aus?

Mit "Ausweichen" wird das ja nicht mehr funktionieren...

dem kann ein Shuttle auch nicht immer ausweichen, ebenso wie die ISS....

also schützt man sich mittels "Panzerung"....

Umwandlung der kinetischen Energie des Projektils in Materialverformung einer geeigneten "Verkleidung" der zu schützenden Bauteile

anders wirds nicht gehen, ausser sie haben Möglichkeiten um die Mikrometeoriten und den Raumschrott von einer Kollision abzuhalten (Bahn ändern oder zerstören)

was ist am weltraum eigentlich so interessant?

"Was ist am Boden eigentlich so interessant?",

sagte der alte Ugagrunz und pickte sich eine Laus aus dem Pelz, "bleiben wir doch lieber auf den Bäumen, da ist es viel gemütlicher."

Die Ressourcen. Das Wachstumspotenzial.

naja, gratis Sonnenenergie 24 Stunden am Tag sind doch mal was nettes...

orbitale Konstruktionen lassen sich viel leichter und billiger bewerkstelligen wenn man nicht Unmengen an Chemie in fetten Booster-raketen verbrennen muss um "da rauf" zu kommen...

stellen sie sich vor, man braucht statt chemischer Triebwerke und aus dem Ozean gefischter Raketenstufen nurmehr eine Aufzugskapsel mit ein paar Elektromotoren...

und dann kann man die ganz netten Dinge angehen, wie Forschung über neue Werkstoffe (Legierung in Schwerelosigkeit), Pflanzen- und Tierzuchtexperimente in der Schwerelosigkeit, etc...

der Nutzen ist zweifellos unvorstellbar groß

Naja wenn wir nen Schlauch ins Weltall haben könnten wir unser ganzes CO2 Problem lösen ... wir pumpen das Zeug rauf und terraformen den Mond!

da draussen gibt es noch sehr viele ressourcen, lange nachdem unsere irdischen verbraucht wurden...

Diese Stille! Eine Erholung, herrlich.

Wenn ich mir so die grössenordnungen überlege - das sähe aus als ob sie erde auf einem zahnstocher aufgespiesst wäre....

nehmts das geld lieber zur erforschung des beames

außerdem is der aufzug a potenzielles terrorziel :D

...

...im Falle einer Funktionsstörung Knopf bitte 3 Sekunden lang gedrückt halten...

Hoffentlich isst vorher keiner Bohnen oder Sauerkraut.

Warum nicht?

Das könnte die Fahrzeit durchaus verkürzen.
Fahrzeit nach Einnahme einer Bohnenmalzeit 6 Tage.
Bei Sauerkraut 5 Tage. Bei Genuß von Sauerkraut und
Bohnen wird wegen der fehlenden Schwerkraft in 96.000 Kilometern Höhe die Mitnahme einer Schubumkehrbremse empfohlen.

ich erinnere mich an eine Presseaussendung

wonach Aufzüge mit Abstand das sicherste Transportmittel wären. Damals hab ich den Witz gmacht, dann fahr ich halt nächstes Jahr mit dem Lift in Urlaub, ist sicherer. Vielleicht ist das bald kein Witz mehr?

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