Leitbörsen in Fernost mehrheitlich im grünen Bereich

22. Februar 2012, 12:42
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Alibaba springen fast 43 Prozent auf

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Mittwoch mehrheitlich mit positivem Vorzeichen beendet. Insbesondere die Märkte in Japan konnten von einem schwachen Yen sowie von starken Autowerten profitieren, hieß es. Der Nikkei-225 Index in Tokio legte um 90,98 Zähler oder 0,96 Prozent auf 9.554,00 Punkte zu und konnte damit die Marke von 9.500 Punkten knacken. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 70,56 Zähler (plus 0,33 Prozent) auf 21.549,28 Einheiten. Der Shanghai Composite stieg um 22,16 Punkte oder 0,93 Prozent auf 2.403,59 Punkte.

Ohne einheitliche Richtung präsentierten sich hingegen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.995,59 Zählern und einem Minus von 29,48 Punkten oder 0,97 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney zog indessen leicht um 3,9 Zähler oder 0,09 Prozent auf 4.372,10 Einheiten an.

In China standen neue Konjunkturdaten im Blickpunkt. Die Stimmung in der Industrie der Volksrepublik hat sich im Februar den dritten Monat in Folge verbessert. Der von dem Bankhaus HSBC und dem Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg von 48,8 auf 49,7 Punkte, blieb damit allerdings weiterhin unter der Marke von 50 Punkten, welche Wachstum und Kontraktion voneinander trennt. Nach wie vor schwäche sich das chinesische Wachstum ab, so HSBC-Chefökonom für China. Er verwies darauf, dass die zuletzt etwas robustere Produktion vor allem auf eine höhere Aktivität nach dem chinesischen Neujahrsfest zurückzuführen sei.

Einen Kurssprung von satten 42,70 Prozent auf 13,20 Hongkong Dollar verzeichneten Alibaba. Die Muttergesellschaft der chinesischen Online-Handelsplattform hatte den Minderheitsaktionären zuvor ein Übernahmeangebot in Höhe von umgerechnet etwa 2,5 Mrd. Dollar unterbreitet, hieß es am Markt.

Im Leitindex von Hongkong, dem Hang Seng Index, konnten China Resources Land (plus 3,40 Prozent auf 15,22 Hongkong Dollar) und Aluminum Corp of China (plus 3,16 Prozent auf 4,24 Hongkong Dollar) die größten Kursgewinne einstreifen. Deutliche Einbußen mussten jedoch die Werte von Li & Fung (minus 3,11 Prozent auf 17,44 Hongkong Dollar) und Esprit (minus 2,74 Prozent auf 14,20 Hongkong Dollar) verzeichnen.

In Japan stützten indessen feste Autowerte, hieß es weiter. So legten beispielsweise Nissan Motor 2,26 Prozent auf 814 Yen zu, Honda Motor zogen 2,08 Prozent auf 2.996 Yen an und Mitsubishi Motor gewannen 2,06 Prozent auf 99 Yen.

Zudem stiegen die Papiere von Toyota Motor bis Handelsschluss um 1,81 Prozent auf 3.380 Yen. Der Autobauer Volkswagen standardisiert seine Produktion in den Fabriken aller Konzernmarken und greift damit Toyota an. Das Prinzip der Einheitsfabrik war bisher die Domäne des japanischen Autobauers. Der Wolfsburger Konzern will damit Kosten senken und Prozesse stabilisieren. (APA)

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