Umsätze in deutscher Telekom-Branche weiter rückläufig

22. Februar 2012, 12:32

Deutsche telefonieren mehr und bezahlen dafür weniger - Branche baut Arbeitsplätze ab

In der deutschen Telekom-Branche sinken die Umsatzerlöse nach Schätzungen der Bundesnetzagentur weiterhin. Zugleich beschäftige die Branche immer weniger Menschen, teilte die Agentur in ihrem am Dienstag vorgelegten Tätigkeitsbericht mit. Gleichzeitig wird immer mehr mobil telefoniert, und die Zahl der Kurzmitteilungen über SMS steigt weiter rapide an.

Insgesamt 102,32 Milliarden Minuten telefonierten die Nutzer in Deutschland im Jahr 2010 über ihre Mobiltelefone. Zwei Jahre zuvor waren es laut Bundesnetzagentur noch 86,14 Milliarden Minuten. Auch die Kommunikation über den Kurznachrichtendienst SMS steht weiter hoch im Kurs. Während 2009 noch 34,1 Milliarden SMS verschickt wurden, waren es ein Jahr später bereits 41,5 Milliarden.

SMS

Das Geschäft mit den Kurznachrichten bröckelt allerdings. Nach Schätzungen des britischen Marktforschers Ovum dürften den Providern durch Internet-basierte Alternativen wie Chat- und Messaging-Dienste 2011 weltweit bis zu 13,9 Mrd. Dollar (10,5 Mrd. Euro) Umsatz verloren gegangen sein.

Nach rückläufigen Zahlen in den Jahren 2009 und 2010 sieht die deutsche Bundesnetzagentur auch 2011 keine Trendwende - der Umsatz lag bei 58,5 Mrd. Euro. In den Vorjahren lagen die Erlöse noch bei 60,4 und 59,2 Mrd. Euro. Die Beschäftigtenzahl sank von 184.000 (2009) über 176.900 (2010) auf 175.000 im Jahr 2011. (APA)

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