Deutsch will Gemeinde für Nicht-Juden öffnen

22. Februar 2012, 11:37
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    foto: heribert neubauer/apa

    Oskar Deutsch (M.) hat am Mittwoch auch seine Stellvertreter vorgestellt: Judith Adler ist die erste Frau, Chanan Babacsayv das bisher jüngste Mitglied im Präsidium.

Neuer Präsident: "Wir wollen uns als Teil der österreichischen Gesellschaft präsentieren" - Adler erste Frau im Präsidium

Wien - "Wir wollen die Türen öffnen": Oskar Deutsch, der Dienstagabend zum Nachfolger von Ariel Muzicant als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) gewählt wurde, will seine Gemeinde in Zukunft stärker auch für alle anderen öffnen. "Wir wollen uns als Teil der österreichischen Gesellschaft präsentieren", sagte er am Mittwoch. Für den 13. Mai ist ein Tag der offenen Tür geplant, neue Medien sowie auch ein Facebook-Auftritt sollen zeigen, dass es ein "vibrierendes jüdisches Leben" in Wien gibt. Damit das so bleibt, will Deutsch auch das Problem der Abwanderung österreichischer Juden angehen. Deutsch: " Entgegengewirkt werden kann dem nur, wenn wir genügend Mitglieder haben, die die Möglichkeit haben, einen Partner zu finden."

Eines versicherte der neue IKG-Präsident: Im Umgang mit den Freiheitlichen werde man weiter auf die Linie von Muzicant setzen und auch künftig auf Sager, wie etwa jenen von FPÖ-Obmann Strache zu den " neuen Juden", hinweisen. Das Auftreten gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit werde wohl weiterhin notwendig sein, befürchtet er. "Und ich würde mir wünschen, dass es solche Auftritte nicht geben muss." Dann müsste man sich mit diesen Sachen nicht beschäftigen, "das wäre die heile Welt", sagt der IKG-Präsident. Aber: "In der leben wir nicht, wir sind realistisch genug." (APA, pm, DER STANDARD, Printausgabe, 23.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 178
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Lord Lurch
01
25.2.2012, 12:35
Ob bei Herrn Deutsch

der HC auch fragen wird, ob einer mit so einem Namen eigentlich eine ordentliche Aufenthaltsgenehmigung hat?

denke
10
27.2.2012, 07:06

Wie wäre es mit:
Wenn einer Oskar heißt, dann soll er nach Hollywood verduften.

tja ...,
10
25.2.2012, 00:26
da hat sich einer was vorgenommen ...!

Aber nach der Lektüre von den vielen hier nachlesbaren Meinungen, möcht' ich ihm auch schon wieder sagen "Junge, laß es bleiben!"
Oskar Deutsch hat sich was vorgenommen! Und ich hoffe, daß er der Mann ist, der das auch umzusetzen kann, in einem Land in dem Mark Twain bei einer Besichtigung des Nationalrats einen unverholenen Antisemitismus spürte.
Oskar Deutsch spricht von Menschen zusammenbringen und in den meisten Texten haben Juden wie Nichtjuden feinsäuberlich das Trennende herausgearbeitet! Lustig - wenn's der guten Sache nicht abträglich wär! Von Erlebnisen, die besser vergessen wären als hier breitgetreten, wird berichtet - auf beiden Seiten heftig auf- und gegengerechnet, wird der Nutzen jüdischer Schulen in Frage gestellt, ...

tja ...,
10
25.2.2012, 12:06
Zurück zu Oskar Deutsch.

Nichtwissend was er, über den kurzen Text neben dem Artikel hinaus, alles gesagt hat, erinnerte ich mich irgendwie an Nachum Goldmann, der nach dem verlorenen Krieg auf die deutschsprachigen Nichtjuden zuging, während viele verständnislose DPs auf ihren Koffern saßen. Oskar Deutsch wird Überzeugungsarbeit leisten müssen, auch in der Gemeinde. Antisemitismus wird er nicht vermeiden können - aber ich hoffe, daß er zuweilen daran denkt, daß man sich seine Freunde aussuchen kann!
Viel Erfolg, Oskar Deutsch!

nichtbriefmarkensammler
13
23.2.2012, 20:20
Religion fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

Alle Religionen sollten zur Religionsweltmeisterschaft antreten, damit sich endlich herausstellt wer den nun der uneingeschränkte Superstar unter den imaginären Freunden ist.
Vielleicht zu allen heiligen Zeiten, an heiligen Orten mit heiligen Spielen, wie verfluchen, steinigen, verbrennen, und so weiter....

Arbeiter
10
23.2.2012, 18:56
Wer noch Fragen hat: FALTER lesen - "Abschiedsinterview mit Ariel Muzicant".

Diese journalistische Meisterleistung von Armin Thurnher räumt alle Zweifel aus. Erkläre gern, wenn es gewünscht und möglich ist.

Agnostikerin
01
25.2.2012, 03:08

Warum gibt es keines im Standard? Vielleicht weil er in der IKG zu sehr polarisiert hat und deshalb unbeliebt war?
Ich glaube, er hat sich damals sehr viele Feinde innerhalb und außerhalb gemacht, als er - bereits nach Abschluss der Restitutionsverhandlungen- nach NY zum WJC gefahren ist und die getroffenen Vereinbarungen dort wieder anfechten wollte. So ähnlich habe ich das in Erinnerung. und noch so einiges andere, z.B. http://derstandard.at/3238562

Arbeiter
02
25.2.2012, 13:07
Danke, Agnositkerin, so wird das sein. Mich stört übrigens Muzicants

Angriffigkeit an sich nicht. Was mich stört, ist unser System aus speziell ORF und anderen Meinungsmachern, die Muzicant unter Schutz stellen und eine freie Diskussion unterbinden. Wenn einer so austeilt, ist mir das Recht, aber als ein Jahre nach dem Krieg Geborener und nie Sozialist gewesener will ich mich wehren dürfen. Nach der Niederwerfung der Nationalsozialisten herrschen 10 Jahre lang die Befreiermächte und ab 1970 dreizehn Jahre lang die SPÖ absolut. Warum brach dann im Jahr 2000 der Sturm betreffend nie erfolgter Restitution los? Gewiss gab es Schweinereien, aber es ist bestimmt nicht wahr, dass das jüdische Anliegen zwischen 1954 und 1999 igoniert blieb. Ich ging in den 1960ern in die staatliche Mittelschule und es war immer Them

NONE
43
23.2.2012, 17:44

Dummer Vorschlag.

Segregation ist das bindende Element in dieser Gemeinschaft.

Mit diesem Vorschlag könnte man genausogut Palästinenser integrieren. Das würde aber dann in Israel nicht mehr funktionieren, da die IDF dann auf einmal gegen israelische Staatsbürger vorgehen würde.

Für Apartheid gibt es nur eine Lösung die auf Dauer funktioniert - die bedingungslose Abschaffung selbiger, egal ob durch Hautfarbe oder durch Wahnvorstellungen bedingt (= Religionen).

go forward
21
24.2.2012, 00:56
warum?

warum diskutiert ihr ueber israel, wenn hier eine ikg geschichte steht?

Nichtgläubig
11
24.2.2012, 14:31

vielleicht weil es israelitische Kultusgemeinde heisst und nicht jüdische?

THE MGT.
20
27.2.2012, 21:51

Ganz einfach: israelitisch ist nicht israelisch.

Karel Sternlieb
22
23.2.2012, 17:43
Guter Anfang

Wenn man so die Postings durchliest dann sieht man wie wichtig es ist das Jüdische Leben Nicht Juden zu erklären und sie teilhaben zu lassen. Ich als Nicht Jude, aber mit Jüdischen Ahnen (ein Teil ist Konvertiert um 1910) kann dies nur begrüssen. Denn von so manchem Posting bin ich geschockt, über soviel unwissenheit. Ich wünsche Herrn Deutsch alles gute und hoffe das dem Miteinander der Menschen in Österreich mehr Zeit widmet als den Grabenkämpfen die sein Vorgänger viel Zeit und Sympathien gekostet hat. Ich freue mich jedenfalls schon auf den 13.Mai.

Timagoras
 
10
27.2.2012, 20:35
"Denn von so manchem Posting bin ich geschockt, über soviel unwissenheit"

.
dabei sind die gröbsten vermutlich gar nicht erschienen ...

der unverbesserwisserliche
22
23.2.2012, 17:33

Wenn Sie versuchten, Teil der österreichischen Gesellschaft (was auch immer das bedeutet) zu SEIN, bräuchten Sie sich nicht anzustrengen, sich als solche zu präsentieren.

frauauswien
36
23.2.2012, 15:13

ich hätte seinerzeit konvertieren müssen, hätte ich meinen jüdischen freund geheiratet (nachdem die eltern mich anfänglich als "schickse" abgelehnt und dann doch ins herz geschlossen hatten). daran ist die beziehung nicht gescheitert, aber "gewundert" hab ich mich damals schon, zumal das keine gläubige familie war. was da wohl los gewesen wäre, hätten meine familie und ich uns so verhalten...

khaleb
30
23.2.2012, 23:34
also das wundert mich jetzt, dass Dein Ex-Freund das nicht erklärt hat

jüdisch-sein wird nach dem jüdischen Religionsrecht über die mütterliche Linie vererbt.
Wärst Du konvertiert, wären Eure Kinder damit automatisch jüdisch gewesen.
Wärst Du nicht konvertiert, wären sie automatisch zuerst mal nicht-jüdisch gewesen. Dass Dein Ex-Freund jüdisch war ist dabei nebensächlich.
Sie hätten natürlich konvertieren können als Erwachsene.

Pele_2008
23
23.2.2012, 18:39
Dass sie konvertieren hätten müssen,

kann ja wohl nur ein Wunsch ihres damaligen partners/seiner Eltern nach einer "juedischen hochzeit" gewesen sein.
Und wenn umgekehrt sie/ihre Eltern den Wunsch nach einer kirchlichen Hochzeit gehabt hätten, hätte er sich taufen lassen müssen.
Oder sie wären beide ganz einfach auf's Standesamt gegangen und hätten Religion Religion sein lassen.
Ist keine Besonderheit des Judentums sondern Alltag bei religiösen Hochzeiten.

Eudoxie
31
23.2.2012, 18:12
Hätten Sie Kinder gehabt,

wären diese - aus religiöser Sicht - keine Juden/Jüdinnen gewesen. Dazu muss nämlich die Mutter Jüdin sein. Das ist nicht die Ansicht irgendeiner verrückten orthodoxen Splittergruppe, sondern gilt allgemein. Da geht es also nicht unbedingt um Vorurteile oder so, sondern um religiöse Uralt-Regeln aus Zeiten, als es noch keine Vaterschaftstests gab. Man könnte das natürlich ändern, aber warum sollte gerade das Judentum flexibler und moderner sein als andere "große" Religionen?

frauauswien
01
24.2.2012, 10:20

es ging nicht um "flexibler", es ging und geht um toleranz, die man auch von allen anderen einfordert.

17+4
12
23.2.2012, 16:34
schickse ist auch so eine Art diskriminierende Bezeichnung

von Andersgläubigen, so wie sie auch Nichtjuden mit einem nicht gerade freundlichen Wort bezeichnen.

Aber Christus, auch ein jude, wie so gerne Betont wird, hat was vom Balken im eigenem Auge gesprochen.

Das Proble ist, dass man so gerne unbedachte Wort skandalisiert, und es ist so schön, sich aufzuregen, das bindet.

frauauswien
30
24.2.2012, 11:23

was wollen sie mit ihrem gestammel eigentlich genau zum ausdruck bringen? sorry, aber war das im vollrausch geschrieben?

17+4
10
25.2.2012, 10:00
ich wollte damit nur die denkfaulen und geistlosen

Poster herausfiltern

Ist mir gut gelungen, eine hats erwischt

nichtbriefmarkensammler
13
23.2.2012, 14:56
Religion ist die Fortschreibung vorwissenschaftlicher Irrtümer mit der Kraft des Wahns!

was soll man dazu noch sagen. :-/

NONE
12
23.2.2012, 17:45

Ich hoffe das ich die Niederschlagung aller Wahnvorstellungen (= Religionen) noch erleben werde.

Sie trennen Menschen und pseudo-legitimieren Konflikte und Morde, während sie ständig behaupten das Gegenteil davon erreichen zu wollen.

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