Weiterhin Sperre

Zug am Arlberg entgleist: Materialermüdung als mögliche Ursache

22. Februar 2012, 10:52

Arlbergbahnstrecke wird Fahrbetrieb frühestens am Donnerstag aufnehmen

Bregenz - Materialermüdung an einer der Schienen ist laut ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel die wahrscheinlichste Ursache für die Entgleisung eines Railjets auf der Arlbergbahnstrecke am Dienstagabend. Um die Waggons wieder auf die Gleise zu stellen, wurde ein Schienenkran aus Wels angefordert. Den ÖBB-Mitarbeitern stünden angesichts der Schneemassen schwierige Arbeiten bevor, so Zumtobel. Ein Fahrbetrieb sei am Mittwoch sicher nicht möglich, frühestens am Donnerstag könnten wieder Züge fahren.

Die im heurigen Winter extremen Bedingungen am Arlberg könnten laut Zumtobel den Schienenbruch an einem der Stöße verursacht haben. Noch am Mittwoch werde ein ÖBB-Infrastrukturexperte die Unfallstelle begutachten, erst nach seiner Beurteilung stünden Ursache und Schadensausmaß fest. Am Dienstagabend habe man einen der Waggons, der mit einer Achse noch auf den Schienen stand, wieder aufgegleist und mit zwei weiteren Waggons abtransportiert. Der Steuerwagen und die beiden anderen Waggons standen jedoch rund einen halben Meter neben der Spur.

Schnee als zusätzliches Hindernis

Damit der Schienenkran seinen Schwenkarm einsetzen könne, werde seit Mittwoch früh die Fahrleitung entsprechend vorbereitet. Weil jeder der Waggons weggefahren werden müsse, bevor der nächste an die Reihe komme, werde die Aktion eine Weile dauern, so Zumtobel. Danach erfolge eine Überprüfung des Oberbaus und der Austausch der gebrochenen Schiene. "Und das Ganze bei sehr viel Schnee, der auch erst einmal beiseite geräumt werden muss. Das sind absolut schwierige Arbeiten", sagte der Sprecher. Daher sei mit einer Wiederaufnahme des Fahrbetriebs frühestens im Laufe des Donnerstags zu rechnen.

Der ÖBB-Railjet war am Dienstag gegen 18.35 Uhr auf der Fahrt von Zürich nach Wien-Westbahnhof auf der Vorarlberger Seite der Arlbergbahnstrecke entgleist. Verletzt wurde niemand. Rund 150 Passagiere mussten in einem Ersatzzug zurück nach Bludenz gebracht werden und ihre Fahrt in Bussen fortsetzen. Die ÖBB haben einen Schienenersatzverkehr zwischen Bludenz und Landeck-Zams eingerichtet. (APA)

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14 Postings
So Ren
00
22.2.2012, 15:45
Das ist doch..

...der Teil der in einem der beiden Weltkriege gebaut wurde , mit maximal 50-60 km/h befahren wird und schon ewig von Modernisierungsmaßnahmen ausgenommen wird....na mich wundert nichts mehr ^^

Schwingschnelle
00
22.2.2012, 19:13

Bitte wann wurde die Arlbergbahn errichtet? 1880 bis 84.

So Ren
00
23.2.2012, 07:33

noch schlimmer ^^

der_kleine_pariser
 
00
24.2.2012, 00:40

Und Du glaubst, da wurden noch nie die Schienen getauscht????

Drei Goschn Opa
103
22.2.2012, 12:26
von "hinterm" arlberg aus gesehen

könnte ich gut und gerne auf diesen streckenteil verzichten - vielleicht noch als lokalzubringer in die entsprechenden schigebiete...

aber die wirkliche verbindung nach restösterreich für uns xiberger sollte über münchen/salzburg laufen - und zwar highspeed wie der rest der westbahn. das mit dem arlberg wird nie nix gscheites...

abseits der fahrtechnischen schwierigkeiten in den bergen: die kriegen ja noch nicht einmal wlan her, wenn die gipfel etwas enger stehen - brrrr

R. Lexer
14
22.2.2012, 14:12

Lindau-Memmingen-München-Rosenheim-Salzburg ist derzeit nicht unter 4 (ohne Wenden/Lokwechsel!) Stunden zu bewältigen.

Feldkirch-Innsbruck-Rosenheim-Salzburg fahren die ÖBB mit 3:45.

Also wozu an Tirol vorbeifahren?

WJM
00
22.2.2012, 15:33

Besser als ein Schienenersatzverkehr allemal!

Grumble
02
22.2.2012, 14:24

Die Ausbaupläne der Allgäubahn würden dieses Problem beseitigen und die Verbindung Vorarlberg - Bundesgebiet deutlich verkürzen. Die Arlbergbahn ist jedenfalls tatsächlich keine optimale Verbindung für Vorarlberg, derzeit gibt es aber keine realistische Alternative, denn bis der entsprechende Ausbau tatsächlich in Angriff genommen wird können noch Jahrzehnte vergehen ;)

derElch
30
22.2.2012, 13:52
Sie machen wohl Witze!

...und zwar highspeed wie der rest der westbahn..

Bruhaha!!!

WJM
00
22.2.2012, 15:33

Im Vergleich zur Arlbergstrecke durchaus kein Witz!

hmm..
00
22.2.2012, 17:02

Ab salzburg bzw linz.. durchs inntal ists auch furchtbar..

Landbus Bregenzerwald
00
22.2.2012, 17:24

Inntal ist ziemlich gut ausgebaut. Ötztal - Innsbruck 160km/h, ab Dezember Innsbruck - Wörgl 160-230km/h. Meiner Meinung nach völlig ausreichend.

hmm..
00
22.2.2012, 17:31

Ja eh nicht schlecht..
Es sind halt einige langsame stuecke drin wegen anrainer und viele halte. Ist der hauptgrund warum der railjet jetzt schneller ist (er bleibt viel weniger oft stehen).

Alles in allem ists aber eh ok, aber nicht vergleichbar mit wien-linz (auch nicht möglich, vl aber auch nicht nötig..)

moski0815
111
22.2.2012, 12:11

Zum Glück fährt der Wehinger nicht auf der Strecke, sonst hätte er schon die nächste Klage angekündigt, da die entgleisung dann "eindeutig" beabsichtigt war, um die Konkurrenz zu blockieren ;)

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