Sprache als Zeichen der Identität

Ansichtssache22. Februar 2012, 13:33
posten

Der 21. Februar wurde von der UNESCO im Jahr 2000 zum internationalen Tag der Muttersprache ernannt. In Bangladesch wird dieser Tag besonders gefeiert

Der 21. Februar wurde von der UNESCO im Jahr 2000 zum internationalen Tag der Muttersprache ernannt. In Bangladesch wurde er am Dienstag ganz besonders gefeiert, bedeutet doch für die Bengalen ihre eigene Sprache - Bangla - Identität und Unabhängigkeit.

Bangladesch gehörte von 1947 bis 1971 zu Pakistan, dessen Zentralregierung in den Jahren 1950 und 1951 eine einheitliche Amtssprache für beide Landesteile - also West- und Ostpakistan - einführte: Urdu. Am 21. Februar 1952 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen bengalischen Studenten und der pakistanischen Polizei, bei denen zahlreiche Studenten ums Leben kamen. Letztendlich führten die Kämpfe zur völligen Abspaltung und schließlich zur Unabhängigkeit von Bangladesch.

Die Muttersprache Bangla hat für die Bengalen daher eine ganz besondere Bedeutung. Für die 1952 gestorbenen Studenten werden am Shaheed Minar in Dhaka Blumenbilder arrangiert und es gibt Schreibwettbewerbe für Kinder. (red, derStandard.at, 22.2.2012)

    Share if you care.