Börse Frankfurt: Dax schließt im Minus

22. Februar 2012, 18:34
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Gewinnmitnahmen ziehen Leitindex in den roten Bereich

Frankfurt - Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger auch am Mittwoch weiter Gewinne mitgenommen. Der DAX ging mit einem Abschlag von 0,93 Prozent auf 6.843,87 Punkte aus dem Handel, nachdem bereits Tags zuvor moderate Gewinnmitnahmen die jüngste Aufwärtsbewegung gestoppt hatten. Am Montag noch hatte der Leitindex in Erwartung des neuen Griechenland-Rettungspakets auf dem höchsten Stand seit dem 1. August 2011 geschlossen. Der MDAX gab um 0,84 Prozent auf 10.380,16 Punkte nach und der TecDAX verlor 1,00 Prozent auf 777,52 Punkte.

"Es war ein ruhiger und umsatzarmer Tag mit wenig kursbewegenden Nachrichten, den die Anleger für Gewinnmitnahmen nutzten", sagte Händler Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandelsbank. Nach der Einigung auf das Rettungspaket für Griechenland hole der Markt nun ein wenig Luft, um dann als nächstes die Marke von 7.000 Punkten zu testen. Das Thema Griechenland dürfte die Börsianer nach Meinung von Experten aber weiter in Atem halten, da die Krise auch mit dem neuen Hilfspaket nicht überwunden sei. Nach Aussage eines weiteren Händlers hatten sich außerdem etwas enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone belastend ausgewirkt.

Fresenius im Plus

Zu den wenigen Gewinnern gehörten vor allem defensive Werte wie Fresenius, die mit einem Kursplus von knapp einem Prozent Spitzenreiter im DAX waren. Schlusslicht im Leitindex waren dagegen die Papiere der Commerzbank. Sie gaben etwas mehr als drei Prozent ab. Die erwartete Teilnahme am freiwilligen Schuldenschnitt wird nach Schätzung von Analysten die Bank gut 2,2 Milliarden Euro kosten. Belastet vom hohen Ölpreis und den sich hinziehenden Tarifverhandlungen am Frankfurter Flughafen verloren Lufthansa 2,56 Prozent auf 10,49 Euro.

Die deutlichsten Verluste im MDAX steckten die Anteilsscheine von TUI ein. Der Kurs des Reisekonzerns rutschte um 7,61 Prozent auf 5,99 Euro ab. Die spanische Sparkasse CAM hat ihren 5,1-prozentigen Anteil an institutionelle Investoren verkauft. Der Preis von 6,05 Euro je Aktie habe aber am unteren Ende der anvisierten Spanne gelegen, sagten Händler. Zu den Favoriten im Index zählten die Titel von Rheinmetall mit plus 1,51 Prozent auf 44,66 Euro. Der Automobilzulieferer und Rüstungshersteller hat im vergangenen Jahr das beste operative Ergebnis seiner Geschichte erzielt.

Im TexDAX litten die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor nach der Präsentation von Jahreszahlen unter Gewinnmitnahmen und büßten mehr als sechs Prozent ein. Im SDAX verloren die Aktien von Alstria Office REIT 7,49 Prozent. Das Hamburger Unternehmen hatte am Vorabend die Übernahme eines Immobilienportfolios im Wert von 95 Millionen Euro bekanntgegeben. Das mit der Aktienplatzierung eingesammelte Geld soll zur Finanzierung des Eigenanteils bei dem Zukauf dienen. (APA)

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