Vettel-Bestzeit in Montmelo

21. Februar 2012, 22:06
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Zweifacher-Weltmeister mit "gutem Gefühl" - Hydraulik bremste Schumi - Fehlerhaftes Chassis bei Lotus

Montmelo - Sebastian Vettel hat zum Auftakt der zweiten Testfahrten für die kommende Formel-1-Saison in Montmelo bei Barcelona die Tagesbestzeit erzielt. Der deutsche Doppelweltmeister benötigte am Dienstag im Red Bull 1:23,265 Minuten für seine schnellste Runde auf dem Circuit de Catalunya. Vettel verwies am ersten von acht Testtagen Landsmann Nico Hülkenberg im Force India um 0,175 Sekunden auf Rang zwei.

"Es ist schwer einzuschätzen, wo wir im Vergleich mit den anderen Teams gerade stehen. Ich kann nur auf mein Gefühl im Auto vertrauen und das ist gut. Wir hatten einen guten Tag heute, ohne Probleme", lautete das Resümee von Vettel. Ein wenig zurückhaltender fiel Schumachers Fazit aus. "Der erste Eindruck ist einigermaßen positiv", sagte der Rekordweltmeister. Es seien sicherlich Verbesserungen spürbar, aber mehr wisse man erst zu einem späteren Zeitpunkt: "Wir können auf jeden Fall sagen: Potenzial ist da."

Michael Schumacher kam beim offiziellen Testdebüt des neuen Mercedes W03 auf den sechsten Platz. Der Rückstand des Rekordchampions betrug 0,885 Sekunden. Am Nachmittag musste der neue Silberpfeil zudem mit Hydraulikproblemen in die Box. Schumacher konnte insgesamt 51 Runden auf dem Kurs drehen. Vettel kam auf 79 Umläufe. Hinter den beiden Tagesschnellsten reihten sich McLaren-Pilot Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo im Toro Rosso und Ferrari-Star Fernando Alonso ein.

Für Lotus waren die Tests bereits nach sieben Runden vorbei. Der Franzose Romain Grosjean musste seinen Boliden wegen eines Risses im Chassis schnell wieder einparken. Zunächst plante das Team, das zuletzt in Jerez verwendete erste Modell aus England einzufliegen. Bei Tests in der Fabrik in Enstone wurde aber dann festgestellt, dass es sich bei dem Problem offenbar um einen Produktionsfehler handelt. Das Team von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen reiste deshalb vorzeitig aus Katalonien ab. "Es war eine harte, aber richtige Entscheidung", sagte Lotus-Teamchef Eric Boullier. (APA)

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