Häupl will Frühpensionsalter der Beamten auf 60 anheben

21. Februar 2012, 18:44

Bürgermeister: Durchschnitt derzeit bei 56 Jahren

Wien - In der Debatte um Frühpensionierungen in der Wiener Beamtenschaft hat sich nun Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zu Wort gemeldet. Er will das durchschnittliche Antrittsalter von derzeit 56 auf 60 Jahre anheben, sagte er der "Kronen Zeitung". Einen Zeitraum, wann dieses Ziel erreicht werden soll, nannte das Stadtoberhaupt nicht. Er verwies jedoch darauf, dass es gelungen sei, das Pensionierungsalter in den vergangenen fünf Jahren von 52 auf 56 Jahre zu heben.

Wie eine weitere Anhebung umgesetzt werden kann, erklärte Häupl der "Krone" so: "Der Amtsarzt muss Gutachten nach einer umfassenden ärztlichen Untersuchung erstellen. Es wird nicht möglich sein, einfach irgendetwas zu erzählen, um in Frühpension gehen zu können." In Berufen wie der Müllabfuhr oder der Feuerwehr, die - anders als beim Bund - in Wien ebenfalls in die Beamten-Frühpension miteinberechnet würden, sei es aber schwer, bis zum gesetzlichen Pensionsalter durchzuhalten. Die Rathaus-Opposition hatte zuvor gewarnt, dass der Bundeshauptstadt im Jahr 2012 ein Rekord an Beamten-Frühpensionierungen drohe. Seit Jahresbeginn seien bereits 117 Beamte in Frühpension gegangen - mit einem Durchschnittsalter von knapp unter 52 Jahren. (APA)

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Peterk K
00
aber bitte nur, wenn es statt 7 Wochen Urlaub nun mindestens 8 Wochen gibt!

Willi Wappler
02
25.3.2012, 17:59
Lieber Michl,

ich hoffe Du nimmst auch bald die FRÜHPENSION in Anspruch. Glücklich wäre ich auch wenn für Frau Vizebürgermeister eine Möglichkeit der FRÜHPENSION vor der nächsten Wahl geschaffen werden könnte. Die Zeit bis dahin wäre mir für das DUO INFERNAL doch zu lange.

Neb O' Chant
03
Das geht aus folgendem Grund nicht, Herr Häupl:

Man könnte dann jene Beamten, die am Arbeitsplatz einem Herzinfarkt erlegen sind, nicht von denen unterscheiden, die regulär ihrer Arbeit nachgehen!

Oder, nein: Es geht doch! Die Leichen bleiben nach Dienstschluss an ihrem Schreibtisch sitzen!

Stuhl im Orbit
00
25.5.2012, 08:22
Das ASDF- ...

...Syndrom: Plötzlicher Beamtenschlaf -> Kopf kollidiert mit der Tastatur -> "ASDF" (spiegelverkehrt) am Hirn...

lg
Stuhl

PS.: Ich mag derartige Verallgemeinerungen nicht und kenne viele tüchtige Beamte, aber der Joke musste sein... :-)))

consul
02
29.2.2012, 10:44

wie kann es sein, dass es in einem land, dass einen verfassungsmäßigen gleichheitsgrundsatz hat, unterschiedliche pensionsantrittsalter möglich sind. wo doch die pensionslesitungen aus einem öffentlichen topf kommen. würden die frühpensionen privat bezahlt , wäre mir das wurscht. aber hier wird der begriff der solidarität mißbraucht.
wie soll man eigentlich mit den frühpensionisten in der gesellschaft umgehen ? nichtmehr grüßen ? auf jedenfall nicht mehr bewundern....

Jan Sommer
14
26.2.2012, 09:07
Die Wiener Bevölkerung wird mit Unterstützung der GRÜNEN ausgesackelt

und darf, schon traditionsgemäß, dafür brennen, dass sich die ROTEN für ihre Freunderln ein paar sichere Stimmen mehr für die nächste Wahl einkaufen!
js

Willi Wappler
01
25.3.2012, 17:51
Danke für Ihren Kommentar !!!!!!!

Mary F.
47
22.2.2012, 16:33
Lieber Herr Häupl

Das Geld, das sie hier ihren Beamten nachwerfen, ist nicht ihr Geld. Sie mussten das nicht erwirtschaften. Wäre es ihr Geld, könnten sie das machen, um sich die paar Stimmen zu kaufen.

Das ist doch idtiotisch. Wien könnte sich pro Jahr 300-400 Mio ersparen, wenn es endlich die schon längst beschlossenen Pensionsreformen nur umsetzen würde.

Gleichzeit verkauft man die Wiener und -innen für blöd und erhöht permanent die Gebühren bei gleichzeitiger Leistungskürzung.

Und kommen sie mir nicht damit, dass jeder Wiener Frühpensionist bei der Müllabfuhr oder der Feuerwehr ist. Fragen sie mal ASVG Versicherte am Bau und in Fabriken, was sie davon halten!

soso....
00
23.2.2012, 14:44
der müllmann unterscheidet sich vom bauarbeiter

ausschließlich durch der umstand, dass der bauarbeiter in einer anderen statistik aufscheint. der wird mit 55 nämlich gekündigt, als arbeitslos geführt und macht bis zu seiner pensionierung computerkurse beim ams - so schönt man die statistik und mary F. ist froh...

GhostInside
02
23.2.2012, 10:06
Gebührenerhöhung bei Leistungskürzung

Willkommen im Kapitalismus!

Marquis de Sade
 
16
22.2.2012, 14:04

heute erst die Email einer Kollegin bekommen... 54 Jahre, bei bester Gesundheit. Heute ihr letzter Arbeitstag.

Da freut man sich doch mit diesen Menschen. Die kriegen noch eine Pension UND gehen früher. Herrlich.

Das Antrittsalter gehört RASCHEST und ohne ewige Übergangsregelungen angehoben. Sonst gibt es dann genau ein bis zwei Generationen, die für die vorigen die Deppen gespielt haben und für die nächste die Scherben aufräumen.

Management Quatscher
01
22.2.2012, 21:14

Unmenschlich und menschenverachtend, dass die Kollegin erst mit 54 in Frühpensi gehen darf. Die war doch schon mit 45 ausgebrannt und hat sich täglich mit schwerstem Burn-Out (Modekrankheit Nr. 1 zur Erschleichung der wohlerworbenen Frühpensi) in die Arbeit geschleppt.

The mean green
08
22.2.2012, 14:01
Danke Hr. Bürgermeister!

Ihre Taten (117 Beamte unter durchschnittlich 52 seit Jahresbeginn in Pension geschickt) sprechen für Ihre Worte (Anhebung des Beamten-Pensionsalters auf 60 - Irgendwann, man will sich da nicht festlegen).

Stets zu Diensten, Ihre Steuerzahler.

supermike
15
22.2.2012, 13:43
Häupl will Frühpensionsalter der Beamten auf 60 anheben

Ich würde es auf 75 anheben - hinterm Schreibtisch sitzen und den Stempel schwingen schafft der auch noch in halbsenilen Zustand und im Rollstuhl.

jeff5
01
22.2.2012, 13:41
ein teil von denen würde jahrelang im krankenstand viel geld kassieren, als beamten in pension kosten sie weniger.

das ist zum teil die generation, die nach dem krieg die schönsten zeiten im arbeitsmarkt erleben dürften...

die müssen ja zum teil in frühpension gehen, weil sie nicht mehr mit der modernen arbeitswelt konform gehen.

die können nicht richtig arbeiten.

die stadt ist selbst schuld, jede/r komikerIn wurde pragmatisiert...

gleichzeitig gibts aber beamte/beAmtinnen die arbeiten wirklich viel und grämen sich, wie viele obezahrer jetzt in pension gehen....

Roter Baron
02
22.2.2012, 13:29
gleich auf 100 setzen

dann gibts keine pensionisten mehr
sondern nurmehr langzeitarbeitslose
ab 45, für alle berufsgruppen.

pensionsproblem gelöst.

roter baron

leon383
00
22.2.2012, 12:53
dass

das pensionsantrittsalter absolut nicht akzeptabel ist - glaub ich ist unumstritten. Nur - was erpsart sich der Staat wenn die Beamten länger arbeiten? Beamte werden vom Staat bezahlt, Pensionisten werden vom Staat bezahlt ....

Audimax
10
22.2.2012, 13:41
was er sich erspart

einen zweiten Beamten, der dann an die Stelle des pensionierten Beamten tritt, der dann wiederum auch bis zum Tod dem Steuerzahler auf der Tasche liegt. Umso länger ein Beamter arbeitet umso besser für die, die für ihn arbeiten müssen, damit er sein Gehalt oder seine Pension bekommt.

asinus
00
22.2.2012, 13:17

Na ja, das Geld kommt aber aus verschiednenen Töpfen.... auf 60 Jahre anheben scheint ein längst notwendiger Schritt, aufregend ist es nicht, wenn man die hirnlosen EU-Pläne (bis 72 Jahre) betrachtet.

Der mit dem Wolf läuft
01
22.2.2012, 12:59
nicht ihr Ernst?

Wer ist produktiver für den Staat? ein Beamter oder ein Pensionist?

Schwierige Frage, ich weiß!

leon383
01
22.2.2012, 13:11
...

es gibt beamte die produktiver sind als pensionisten und umgekehrt

GhostInside
00
22.2.2012, 13:10
Produktivität?

Die Frage von leon383 scheint mir nicht ausreichend beantwortet zu sein. Er/Sie wollte wissen was sich der Staat erspart, wenn Beamte länger arbeiten.

Wie bin ich als Beamter produktiv? Wenn ein Parksherrif pro Tag 500 Strafmandate ausstellt anstatt von 100?
Wenn ein Mistkübler auch rasenmäht anstatt "nur" Mistkübeln zu entleeren?

haftgrund
 
00
22.2.2012, 13:28

Die Produktivität Öffentlich Bediensteter - "Beamter" ist ein dienstrechtlicher Status, den es in Zukunft kaum noch geben wird - läßt sich nicht in dieser Weise via Anzahl der Mistkübel runterrechnen. Hier geht es eher um Effizienz des Bereichs, in dem Fall der MA 48: ausreichend häufige Mistkübelentleerung, damit keine Müllberge entstehen. Wieviel der einzelne Müllaufleger schafft, ist ein Teil der Arbeitsleistungsbewertung des Betriebs und hängt von mehreren Faktoren ab, u.a. auch vom Verkehr. Ob zu den Aufgaben der MA 48 auch Maßnahmen zur Müllvermeidung gehört, ist eine politische Entscheidung, in Wien erfreulicherweise mit ja beantwortet.
Dass ein Aufleger nicht bis 65 diesen Job ausüben kann, ist naheliegend.

GhostInside
01
22.2.2012, 13:44
korrekt

Und ich halte die MA 48 für äußerst produktiv, wenn man das zB mit Sizilien (private Müllentsorgung) vergleicht.

Theano
02
22.2.2012, 12:57

Idealerweise wird der eine aber für eine Leistung bezahlt, der andere nicht.

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