Weniger Salz hilft gegen Bluthochdruck

21. Februar 2012, 19:28
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Empfehlung für Senkung des Salzgehaltes von verarbeiteten Lebensmitteln als Maßnahme gegen Bluthochdruck

Der Zusatz von Salz in der Verarbeitung von Lebensmitteln hat vielfachen Nutzen: Salz kann sowohl die Haltbarkeit als auch den Geschmack verbessern, es ist außerdem an vielen elementaren Stoffwechselprozessen in unserem Körper beteiligt. Aber ein Zuviel des Guten schädigt die Gesundheit. Ein hoher Salzkonsum kann den Blutdruck in die Höhe treiben und begünstigt Herz-Kreislauferkrankungen. Durch eine geringere Salzaufnahme könne der Blutdruck bei vielen Personen gesenkt werden. Darauf machen drei deutsche Institute in einer gemeinsamen Aussendung aufmerksam.

Nach der gemeinsamen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) nimmt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu viel Salz auf. Ausschlaggebend sei jedoch nicht der Griff zum Salzstreuer. Zu den Lebensmitteln, über die besonders viel Salz aufgenommen wird, gehören Brot, Milchprodukte (z.B. Käse) sowie Fleisch- und Wurstwaren. Innerhalb dieser Lebensmittelgruppen gibt es jedoch Unterschiede. Produkte, bei denen Salz zur Konservierung verwendet wird, wie beispielsweise Salami, weisen besonders hohe Salzgehalte auf. Hartkäse ist salzreicher als Frischkäse. Auch Knabbereien oder Soßen enthalten oft viel Salz. Da diese Lebensmittel jedoch deutlich seltener bzw. in geringeren Mengen als die oben genannten Nahrungsmittel verzehrt werden, tragen sie nur einen geringen Teil zur gesamten Salzaufnahme bei. Besonders junge Männer, Kinder und Jugendliche verzehren zu viel Salz.

Salzreduktion empfohlen

Vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte der deutschen Erwachsenen (44 Prozent der Frauen, 51 Prozent der Männer) einen erhöhten Blutdruck haben, empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Eine Empfehlung an die Verbraucher, verarbeitete Lebensmittel in geringerem Maße zu verzehren, sei nämlich schwer realisierbar, da sie einen festen Bestandteil der Ernährung ausmachten. Verbraucher sollten außerdem Salz im Haushalt generell nur mäßig verwenden, um zusätzliche Salzeinträge zu vermeiden. Eine Anpassung an den milderen Salzgeschmack könne durch eine schrittweise Reduktion erfolgen. So könnten Gaumen und Zunge an den abgeschwächten Geschmack gewöhnt werden. Die blutdrucksenkende Wirkung einer salzreduzierten Ernährung könne zudem durch körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, gemüse- und obstreiche Kost und das Meiden von Alkohol unterstützt werden. (red, derStandard.at)

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    Ausschlaggebend für den zu hohen Salzkonsum sei nicht der Griff zum Salzstreuer, sondern der Konsum von Salz in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot oder Wurstwaren.

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