Tschapeller schlägt Prix

21. Februar 2012, 17:35
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Wettbewerb um Erweiterung entschieden

Wien - Wolfgang Tschapeller entschied den Wettbewerb um die Erweiterung der Angewandten am Oskar-Kokoschka-Platz für sich. Der in Osttirol geborene, in Wien lebende Architekt setzte sich in der zweiten Stufe gegen 14 Büros, von der Jury aus mehr als 100 Bewerbungen ausgewählt, durch.

Der Vorschlag sieht einen scheibenförmigen, expressiv gestalteten Zubau an der Hoffassade des Karl-Schwanzer-Traktes vor. Der Verbindungstrakt zum Altbau wird entfernt, die Öffnung ermöglicht eine ungehinderte Sicht auf den neuen Baukörper. Die Jury, der unter dem Vorsitz von Carl Pruscha u. a. Odile Decq, Peter Cook, Benedetta Tagliabue, Sanfort Kwinter und Klaus Kada angehörten, lobte "die räumliche und visuelle Verbindung des Universitätsgeländes mit dem umgebenden Stadtraum".

Wolf D. Prix, Institutsvorstand an der Angewandten, wurde "nur" auf Platz zwei gereiht. Sein frustrierter Kommentar: "Wir alle hätten uns eine bessere Jury erwartet. Die internationalen Architekten, allen voran Peter Cook, waren sichtlich überfordert. Schade um die Angewandte." Auf Platz drei kam die Arbeitsgemeinschaft Susanne Zottl und Eric Owen Moss.

Die Kosten sollen 46 Millionen Euro betragen, Rektor Gerald Bast hofft auf einen Baubeginn in der zweiten Hälfte 2013. Alle 15 Projekte werden nun im Mak präsentiert. Die Eröffnung findet am 8. März um 19.30 Uhr statt, die Schau läuft bis 25. März. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe 22.2.2012)

  • Der Verbindungstrakt zum A ltbau (li.) wird entfernt, der 
Schwanzer-Trakt erhält einen Vorbau.
    foto: tschapeller zt gmbh / isochrom

    Der Verbindungstrakt zum A ltbau (li.) wird entfernt, der Schwanzer-Trakt erhält einen Vorbau.

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