Frühzeitiger Ausstieg

Chancen der Bausparer sinken

21. Februar 2012, 18:41

Auch Konsumentenschutz deckt Ausstieg nicht

Wien - Die Chancen der Bausparer und Anleger in der Zukunftsvorsorge, wegen der Prämienhalbierung aus den Verträgen herauszukommen, sinken. Denn auch der Strohhalm Konsumentenschutzgesetz dürfte sich als zerbrechlich erweisen. Dort sichert Paragraf 3a den Verbrauchern zwar dezidiert eine Ausstiegsmöglichkeit zu, wenn gewisse Umstände nicht eintreten, die für den Vertragsabschluss wesentlich waren.

Es wird sogar spezifiziert, dass die "Aussicht auf steuerrechtliche Vorteile und öffentliche Förderung" dazuzählen, aber: Das Rücktrittsrecht erlischt bereits einen Monat nach dem Zustandekommen des Vertrags, erläutert Professor Andreas Kletecka, Professor an der Universität Salzburg im Gespräch mit dem Standard. Damit falle der Konsumentenschutz im Wesentlichen als Grundlage für einen Ausstieg weg, meint Kletecka. Auch einer Anfechtung wegen Irrtums gibt der Rechtsexperte wenig Chancen. Zumal die Bausparkassen- oder Bankberater geschult seien, die Prämie nicht als konstante Größe darzustellen. Ebenfalls nicht allzu aussichtsreich seien verfassungsrechtliche Beschwerden, beispielsweise basierend auf dem Vertrauensschutz. Schließlich sei jede steuerrechtliche Änderung auch für bereits getätigte Investitionsentscheidungen von Belang, erklärt Kletecka. 

Gerätselt wird, warum sich die Regierung derart mit den mehr als fünf Millionen Bausparern anfeindet. Würde eine Ausstiegsmöglichkeit zugestanden, wäre die Aufregung weit geringer. Dass dies nicht erfolgt, dürfte mit dem Lobbying des Sektors zusammenhängen. Die Bausparkassen fürchten eine Rücktrittswelle wegen der Prämienkürzung, die das ganze System ins Wanken bringen könnte. Andere Signale kommen hingegen aus der Politik: Über eine Ausstiegsklausel sei nie gesprochen worden, heißt es aus Regierungskreisen. (as, DER STANDARD, Printausgabe, 22.2.2012)

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Posting 1 bis 25 von 106
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blaujoha
00
3-Monats-Euribor fällt und fällt....

Kreditnehmer können sich freuen:

http://www.format.at/articles/... or-prozent

A Voice
00
27.2.2012, 09:11
Bin ich froh

daß ich nach dem letzten keinen mehr abgeschlossen habe. So hat der BS gerade mal die Inflation abgedeckt (Erfahrungswert). Das tut er jetzt natürlich nicht mehr.

Optimist 2012
00
23.2.2012, 07:52
Chancen der Bausparer steigen.

Nachdem es in Österreich legal ist Politiker zu bestechen, sind die Chancen beim Bausparer im steigen begriffen.

Siehe Artikel:
http://derstandard.at/132987005... en-erlaubt

Und solche Politiker wählen wir noch?
Es ist Zeit für einen Wechsel.
Wo ist die Reformpartei, welche unsere jetzige Regierung vor die Tür setzt, und die Privilegien der Politelite abschafft?

pleitegeier1
01
22.2.2012, 20:28
Nun ist mir klar, warum auf biegen und brechen Geld eingesammelt wird

http://derstandard.at/132624899... CDS-Risiko

Sind wir auch bald pleite?

pleitegeier1
31
22.2.2012, 20:37
Also ich hol mir jetzt mein Geld mit Verlust-

vom Bausparvertrag -- solange es noch geht.
Wenn Ungarn pleite geht -- geht Österreich mit unter.
Lieber den Spatz in der Hand -- als Feuer am Dach.

winnipoo60
03
22.2.2012, 13:18
Auszahlung Bausparguthaben

Noch eine spezielle (schlechte) Eigenschaft des Bausparens: Was läuft ab, wenn man irgendwann (z.B. nach 6 Jahren) sein Bausparguthaben will? Im Kleingedruckten ist festgehalten, daß die Auszahlung abhängig von der momentanen Liquidität der Bausparkasse ist und in der Reihenfolge der vorliegenden Kündigungen vorgenommen wird. Das bedeutet konkret: Kündigung des Bausparvertrages - ja, aber Geld irgendwann später (und das können Jahre sein!!!!), eben dann, wenn die Bausparkasse wieder zu Geld gekommen ist. Bitte nachlesen und nie wieder solche Vereinbarungen unterschreiben! Übrigens: solche Auszahlungsregeln gibt es nur beim Bausparen, aber nicht bei anderen Sparformen (vom Sparbuch angefangen).

Saurer Zivi
02
22.2.2012, 14:26
sollte die Bspk. das Geld länger als 1 Monat behalten, ist Klage zu erheben und ein fiktiver Entschädigungszinssatz anzunehmen.

Es wird Zeit, dass die nächste Klauselrunde der Vertragsformblätter gestartet wird.

Solche Zurückbehaltungsklauseln ohne jegliche Gegenleistung sind gröblich benateiligend und gehören schon längst kassiert.

aRoma
00
22.2.2012, 14:36
jetzt muss ich Ihnen einmal recht geben!

prusiner
02
22.2.2012, 13:35

jepp, das ist wirklich eine coole Klausel;
dürfte noch aus der Urzeiten der Bausparens stammen, wo es eher noch genossenschaftlich zuging und es kein Teil der Finanzindustrie war

Saurer Zivi
00
22.2.2012, 11:48
eines ist klipp und klar zu sagen:

den Bspk. muss es doch selber bewusst gewesen sein, dass es sich hier um "staatliche" Prämien handelt, die jederzeit gekürzt bzw vollständig eingestellt werden können.

Dafür muss es doch entsprechende Vorsorgemaßnahmen geben.

Eine Möglichkeit wäre gewesen, dass die Bspk. den Prämienverlust aus Eigenem ausgleichen, zb durch Wegfall der Kontoführungsspesen.

Anscheinend wollte man das aber nicht u lässt sich lieber lumpen als kundenfreundlich aufzutreten.

Man gibt den Belastungsschlag lieber unabgefedert an 5,5 Mio Kunden weiter.

Mit verheerenden Folgen.

Denn eines ist ab Prämienaus- bzw -wegfall gewiss: Das Sparbuch ist die bessere Wahl.

Noch dazu weiß man bei den Bspk. dzt. von nichts.

oder will nix wissen.

RS69
 
02
22.2.2012, 11:59

den Bausparern muss es doch selber bewusst gewesen sein, dass es sich hier um "staatliche" Prämien handelt, die jederzeit gekürzt bzw vollständig eingestellt werden können.

Saurer Zivi
00
22.2.2012, 12:11
in jedem Post offenbart sich der unterschied:

zwischen herrschenden und beherrschten.

zwischen aufbegehren und ruhigstellen.

die klassischen bruchlinien des arbeiterkampfes.

bausparer sind nicht auf bspk. angewiesen.

bspk. aber auf bausparer.

das sollte primär bedacht werden.

RS69
 
16
22.2.2012, 12:13

Die Kürzung der staatlichen Prämie des Bausparers ist jetzt nicht gerade die "klassiche Bruchlinie des Arbeiterkampfes".

Saurer Zivi
00
23.2.2012, 10:24
anhand der bauspar-prämie manifestiert sich sehr plastisch ...

diese bruchlinie.

auf der einen seite diejenigen, die sich für 18€ p.a. den A++ch aufreißen (7 Mio Österreicher),

auf der anderen Seite diejenigen, die für 18€ p.a. den A++ch nicht 1mm bewegen würden (<1% der Österreicher).

letztere verfolgen primär das ziel, zu kalmieren, ruhigzustellen, zu beschwichtigen, hurtig unter den teppich zu kehren bzw totzuschweigen, was ihren status als besitzstandswahrer ("leistungsträger" - stichwort: "wo woa mei leistung") gefährden könnte.

immer in der furcht, dem mob könnte eines tages der eh schon bedenklich gescheuerte kragen platzen.

old trafford
00
22.2.2012, 11:35

Weiß jemand, wie hoch diese "Bearbeitungsgebühren" bei vorzeitiger Auflösung ca. sind?

Optimist 2012
00
23.2.2012, 07:54
0,5% der Vertragssumme

Optimist 2012
00
23.2.2012, 07:57
steht aber im kleingedruckten des Bausparvertrages

ich weiss nicht--ob es nicht von Vertrag zu Vertrag Unterschiede gibt.

Eisenmangel
00
22.2.2012, 17:28
Ausstiegskosten

Ich habe genau zwei jahre lang eingezahlt - 2.400 Euro also - jetzt gekündigt und 2.286,93 zurückbekommen (Wüstenrot). Das Guthaben waren bissl was über 2.500 Euro.

geilhuber
00

Aber jetzt nur noch Tagesgeldkonten! Denizbank oder Vakifbank sind da sehr empfehlenswert.

prusiner
00
22.2.2012, 13:40
man darf

mit gut € 120 - 150 rechnen, je nach Bausparkasse (bei einer vollen Vertragssumme von 24.500)

Mario Ahner
02
22.2.2012, 11:47

Laut meinem Vertrag 0,5% der Vertragssumme plus Rückzahlung der Prämien.

aRoma
00
22.2.2012, 11:34
Ich sehe schon die Schlagzeile

"März - Bausparneuverträge um 50 % eingebrochen"

shaki1
03
22.2.2012, 11:27

In sechs Jahren bin ich frei!

Saurer Zivi
10
22.2.2012, 12:20
nach so kurzer zeit können noch keine großen spesen angelaufen sein! die prämie wird immer erst im folgejahr angefordert.

old trafford
13
22.2.2012, 11:18
"Dass dies nicht erfolgt, dürfte mit dem Lobbying des Sektors zusammenhängen."

Ein (weiteres) schönes Beispiel dafür, FÜR WELCHE INTERESSEN Politik und Gesetze gemacht wird.

Für die des Volkes sicher nicht.

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