Keine Einigung im Dialog Prishtina-Belgrad in Brüssel

EU-geführte Gespräche werden am Donnerstag fortgesetzt

Brüssel/Prishtina/Belgrad - In der ersten diesjährigen Dialogrunde zwischen Prishtina (serbisch: Pristina) und Belgrad ist am Mittwoch in Brüssel zunächst keine Einigung über die Teilnahme des Kosovo an regionalen Treffen erreicht worden. Die Gespräche sollen laut Medienberichten in Serbien und dem Kosovo am Donnerstag fortgesetzt werden. Während der Chef des serbischen Verhandlerteams, Borislav Stefanovic, am Mittwochabend gegenüber Belgrader Medien erklärte, dass die Positionen der beiden Seiten weiterhin "entfernt" seien, berichtete das kosovarische Internetportal "Gazeta Express" unter Berufung auf EU-Vertreter, dass das Treffen am heutigen Mittwoch in positiver Atmosphäre verlaufen sei.

Die beiden Seiten hätten eine konstruktive Haltung an den Tag gelegt. Man habe viel erreicht, viele Fragen sollten allerdings erst am Donnerstag zur Sprache kommen, hieß es ferner im Internetportal. Die kosovarische Chefverhandlerin Edita Tahiri kommentiert den Verlauf der Gespräche zunächst nicht.

Der serbische Präsident Boris Tadic zeigte sich wenig optimistisch, wenn es um die Lösung der in Brüssel diskutierte Frage geht. Sie ist eine der Voraussetzungen dafür, dass Serbien den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhält. Die Lösung für das Problem sei heute "entfernter", als dies am Dienstagabend der Fall gewesen sei. Die Situation sei schlechter, so Tadic. Der Vorschlag Prishtinas sei "jeder Realität fern", meinte der serbische Staatschef weiter, ohne ins Detail zu gehen.

Prishtina und Belgrad diskutieren den Inhalt einer Fußnote, mit welcher der Name "Kosovo" bei regionalen Treffen begleitet werden soll. Von Prishtina wird soweit bekannt gefordert, dass man sich darin auch auf seine Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 beruft. Für Belgrad ist dies nicht annehmbar. Serbien verlangt seinerseits die Berufung auf die UNO-Resolution 1244 und hat auch keine Einwände gegen die Erwähnung der Meinung des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitsverkündung seitens des Kosovo. Diese war im Juli 2010 zugunsten Prishtinas ausgefallen.

Ein weiteres Thema der aktuellen Dialogrunde ist auch die Umsetzung früherer Vereinbarungen. Einige werden bereits umgesetzt, andere wie die integrierte Grenzkontrolle noch nicht. (APA)

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Es wird dort explodieren wie auch anderswo. Die Welt hat es satt am Gängelband gehalten zu werden...

Deutschland und die Politik gegen Serbien.....

Tja man verlangt zu viel,viel zu viel und Deutschland stellt eines fest,es muss eine einigung erzielt werden.

1941 hat Deutschland auch versucht, den Kosovo von Serbien zu trennen. Und das ist trotz vieler Greueltaten misslungen.

hm, kleine Korrektur

die Gespräche haben nicht am Dienstag sondern heute 22.02. Vormittag begonnen, da die K-albanische Delegation gestern nicht erschien.

Ganz neue Töne

Das ist ja mal etwas ganz Neues: Die EU und die USA üben Druck auf die Kosovo-Albaner aus, doch ein wenig kompromissbereiter zu sein, da ihnen der Standpunkt Belgrads ausreichend ist.

Toll, dass man die Blockierer mal beim Namen nennt. Jene, die Brieflein an die EU-Staaten schicken, Serbien nicht den Kandidatenstatus zu verleihen. Was geht das diesen Kunststaat bzw. dessen kriminelle Regierung überhaupt an?

"Vor allem die deutsche Regierung verknüpfte den serbischen EU-Kandidatenstatus mit einer Lösung in dieser Frage."

In 5-10 Jahren wird dann die Beitrittsfrage mit der Anerkennung des Kosovo verknüpft werden.

Hoffe ich finde dann das Posting wieder, damit ich dann sagen kann: "Wusste ich's doch" :-)

Für diese Prognose muss man auch kein Prophet sein. Alternativ müsste man sonst sehr naiv sein, um zu glaube, dass Serbien der EU beitritt während es den Kosovo nicht anerkennt und damit zum Problem für alle EU Mitglieder macht. Von der Tatsache, dass die Mehrheit den Kosovo anerkennt ganz zu schweigen.

Ich glaube auch, dass das inzwischen fast jedem klar ist. Nur mit dem Zugeben hapert's noch.

Solange 5 EU-Staaten das Kosovo nicht anerkennen kann das wohl kein Argument sein.

Prinzipiell ist sogar das unerheblich. Schauen Sie Zypern. Da erkennt niemand den Norden an und dennoch hat man das Problem importiert ohne Aussicht auf eine Lösung.

Im Fall Kosovo wirkt sich dabei die Mehrheit der Anerkennerstaaten nur sehr verstärkend aus. Der EU Betritt erfordert dabei einen Konsens, was bedeutet, dass Ihre 5 Abweichler gar nichts ausrichten können. Es ist demnach sehr wohl ein Argument, der - wie Sie ja gerade unschwer erkennen können - Serbien bereits schon beim angestrebten Kandidatenstatus auf die Füße fällt. Von einen Datum für den Verhandlungsbeginn und dem finalen Beitritt ganz zu schweigen. Diese Hürden sind ungleich höher, als der faktisch bedeutungslose Kandidatenstatus.

War ja bei Kroatien genauso. Auch dort wurde erst verhandelt, nachdem der Grenzstreit mit Slowenien beigelegt war. Die EU mag ja in vielen Dingen ziemlich einfältig sein, aber so dumm ist sie nicht, das sie sich mit einem neuen Mitglied, dessen Grenzstreitigkeiten einhandelt. Ergo ist eines ziemlich sicher, daß so lange die Kosovofrage nicht geklärt ist, wird Serbien nicht in die EU kommen.

Andererseits denke ich das schon auch die Variante existiert, daß alle anerkennenden Staaten wiederrufen, der Kosovo wieder in Serbien eingegliedert wird und dann Serbien in die EU kommt. Ich halte nur die Variante für so wahrscheinlich, wie das die Hölle zufriert.

Soll das etwa neu sein?
Das Wissen doch die serbischen Politiker am besten.

Je ärmer Kosovo um so weniger Sreben bleiben hir

Das ist wie immer nur Politik

das hilft keinen auser Politiker. Hir in Pristina das ist nur blablabla und wir wiesen dass taqi und die andere nur sprecher von USA sind und er muss alles machen den nur so ist ihre 4 Jahre regierung gesichert das gleiche gilt für tadic. Hir in Pristina das Leben ohne strom, ohne wasser, mit 65-170 Monatslohn geht weiter. Egal wir sind arm die Serben siond weg der rest sowas wie gute wirtschaft kommt noch.

Der Kosovo ist nunmal ein UN-Protektorat

das sollte jeder anerkennen, der die UNO ernst nimmt.

noch ein unnötiger alleingang merkels in der eu

bin gespannt wie sich die regierung merkel von tag zu tag innerhalb der eu unbeliebter machen.... bei eigenem volk sind die mit dem umgang in der wulfafäre schon ganz unten durch. deutschland nutzt die gunst der unnötigen wirtschaftskrise und baut seine grössenwahn "über alles" politik wieder mal unnötig aus. aber es wird wie immer scheitern. denn dem verhalten nach haben die in berlin nichts von einem willy brandt gelernt. anstat die politik der 70 und 80er fortzuführen machen die wieder einen auf 30er jahre.

Sie scheinen, um es bescheiden auszudrücken, unter einer sehr starken Paranoia zu leiden.

Deutschland möchte kein zweites Zypern in der EU integrieren. Es kann nicht sein, dass Serbien, ohne Kosovo anzuerkennen, in die Europäische Union gelangt --> und so den Beitritt Kosovos blockiert.
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Die Leute in Serbien wissen schon längst, dass Serbien keine Souveränität über Kosovo verfügt - der Wahlkampf bezüglich Kosovo dient nur dazu, solche, nationalistischen Realitätsverweigerer wie Sie, mit Wörtern zu ernähren. Wäre die politische Konsequenz nicht so gross, hätte Tadic die Republik Kosovo mit 2 Mio. Albaner schon längst anerkannt. Selbstverständlich kann er nichts dafür, wenn seine Landsmänner in der Vergangenheit mit allen Mitteln versucht haben, die Albaner zu vertreiben.

falsch denn deutschland möchte ein zweites zypern ausserhalb der eu

sonst hätte deutschland nicht im alleingang (diplomatischen cowboymanier) mit ein paar nato staaten kosovo einseitig völkerrechtswiedrig anerkannt. ich sehe nicht ein warum das serbische volk irgendetwas für diese undiplomaten opfern soll. stellen sie sich diesen fall nur umgekehrt vor serbien hätte vetomacht würde verlangen das berlin bayern anerkennt oder das zb spanien den kroaten den eu weg versperrt weil es die serbische teritoriale integrität misachtet in dem kroatien kosovo einseitig anerkannt hat. 5 eu staaten sehen weiterhin kosovo als ein teil serbiens. also wenn deutschland etwas nicht will muss es sich an die eigene nase fassen.

Alleingang ?

Gelernt haben die Serben es immer noch nicht. Der Kosovo ist weg und das seit dem Alleingang von Slobodan Milosevic im Schlepptau von 1 Mio Radikalen...soviel zum angeblichen Grössenwahn von Deutschland, das ja gerne als Zielscheibe dient, um vom eigenen Versagen abzulenken.

ja ja "danke deutschland meine seele brennt"

http://www.youtube.com/watch?v=koi_HJrZWPw

auf einmal??

Auf einmal könnte die Propaganda von Standard- Deutschland nicht ausweichen und gab zu das Südserbische Provinz-Kosovo zu Serbien gehört man bästetigt das es unter UNO-protektorat steht UNO-rez.1244 die garantiert das Kosovo Serbien ist, und alle EU-Länder das akzepiren müssen,trozdem propagiert man weiter misst; der einsatz ist nicht für Serbien gross !den Serbien müss nicht unbedingt zu EU! kan auch zu Euroasischeunion was die NATO sehr schwechen wurde, Kosovo kan nicht überleben wen es sich dem Weltsicherheitsrat nicht beugt so wie Belgrad den Belgrad hält die trumpfkarte in der Hand weil es mitglied der UNO ist und kosovo von UNO als teil Serbiens betrachtet wird und nimals UNO-mitglied werden kan, tschus!!!

Was ich an Ihnen schätze,

ist Ihre Kontinuität im Gebrauch der deutschen Sprache.

inwiefern ist Safetovics Gebrauch der deutschen Sprache kontinuierlich?
Dafür das die deutsche Sprache ganz offensichtlich nicht seine Muttersprache ist, bemüht er sich redlich. Und dafür gebührt ihm großer Respekt.

Kontinuierlich schlecht.

Dann ist es aber keine Kontinuität im Gebrauch, sondern eine Kontinuität in der Qualität?

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