Wahlkampf der US-Republikaner

Ein Frankfurter für den "Austrian" Ron Paul

21. Februar 2012, 18:03

Peter Thiel, mit Internet-Start-ups zu Geld gekommen, ist der größte Einzelspender von Ron Paul

Der Mann, der den Wahlkampf des US-Libertären Ron Paul mitfinanziert, kennt sich aus mit Rochaden, Bauernopfern und wehrhaften Königen. Peter Thiel war in seiner Jugend Schachturnierspieler, noch heute zählt der gebürtige Deutsche zu den tausend Besten seines Fachs in den USA.

Gut möglich, dass der 43-Jährige dem Spiel der Könige auch sein Gespür für lohnende Winkelzüge verdankt. Auf 1,5 Milliarden Dollar soll sich sein Vermögen belaufen. Er besitzt seit 2004 Anteile an Facebook, für die er damals 500.000 Dollar bezahlt hat und die heute laut Schätzungen 1,3 Milliarden wert sind.

Thiel, der in Frankfurt geboren wurde und gemeinsam mit seinen Eltern in die USA auswanderte, kommt auch im Hollywoodstreifen The Social Network in seiner Paraderolle als Investor vor. Daneben gehört er zu den Gründern der Online-Bezahlseite PayPal und zu den Finanziers der Rauchersatire Thank You for Smoking.

Früh hat sich seine politische Orientierung abgezeichnet. Als 20-Jähriger gründete er während des Jus- und Philosophiestudiums im kalifornischen Stanford eine libertäre Campuszeitung, schon 2008 unterstützte er den libertären Säulenheiligen Ron Paul, einen Verfechter der "österreichischen" Wirtschaftsschule (Genaueres hier), im Wahlkampf. Und jüngst ließ er mit der bisher größten Einzelspende an Pauls Unterstützungskomitee aufhorchen, 1,7 Millionen Dollar flossen an das Endorse Liberty PAC. Bereits im Dezember überwies er zudem 900.000 Dollar dorthin. Insgesamt ist Pauls Wahlkampfkonto mit fast 30 Millionen Dollar gefüllt. (flon/derStandard.at, 21.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 137
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K 3
00
26.2.2012, 04:22

Ron Paul ist auch wegen der BP Ölpest verdächtigt worden. Denn wäre irgendetwas anderes zu erwarten gewesen, nachdem die USA ein Verbündeter Deutschlands und/oder Österreichs geworden war ? Ron Paul sagte von sich selbst, daß er selbst sehr verdächtig sei wegen BP und der US-Regierung.

Stefan 123
00
25.2.2012, 15:14

Ron Paul ist ein großer Fan der österreichischen Wirtschaftsschule, sagt zumindest Ron Paul aber der Standard wirds schon besser wissen:)

kants richtschnur
00
24.2.2012, 01:06
ich halte pauls einstellung zur fed für recht vernünftig, was nicht heißen soll, dass ich seine politk und vor allem seine geldpolitik befürworte. er ersetzt den großen zentralmolloch fed

gegen viele kleine tyrannen. deren herrschaft mag zwar milder erscheinen, aber aufgrund des goldstandards (und materialgeld ist immer zinsgeld) ist und bleibt die oesterreichische schule eine deflationäre wipolitik. und es ist natürlich ins reich der verschwoerung abzutun dass sich die stärkeren der kleinen tyrannen zu kartellen zusammenschließen, den kredithahn nach belieben auf und zu drehen um zum ursprünglichen ausgangspunkt zurückzukehren: dem zentralmolloch. dies ist nicht so oder so ähnlich in den vereinigten staaten geschehen, niemals. zinswirtschaft/kapitalismus und sozialismus liefen immer schon hand in hand, bis der wucher seine eigenen sozialismen zu bilden begann und endlich beides wurde.

die austrian moegen mich nun prügeln

politisch verfolgt
212
22.2.2012, 16:55
entlarvend

nach durchlesen des threads wird wieder mal klar, daß es gerade sozialisten sind, die absolut keine kritik vertragen. nichts ist ihnen, die sich selbst absurderweise als tolerant und weltoffen sehen, so zuwider wie meinungsvielfalt, nichts hassen sie so sehr wie jemanden, der von persönlicher freiheit spricht. sie glauben, ihr geist flöge hoch, gerade in diskussionen und verlieren gleichzeitig völlig die fassung, wenn jemand die engen sozialistischen denkpfade verlassen will oder diese auch nur aufzeigt. sie sehen sich selbst gerne kokett als avantgarde und sind doch in wahrheit das ödeste establishment, das andere weltsichten brutal unterdrückt, indem es die volle machtfülle anwendet.
selbstbetrug, dein name ist sozialismus.

bloody-nine
 
42
23.2.2012, 09:59
du hast es auch net leicht...

überall sozialisten! und prostituierte, drogenhändler und heavy-metal-konzerte! und sozialisten!

F S 3
05
23.2.2012, 03:45
Der "Neoliberalismus" war immer bloß eine Agenda, frei nach den KOMMUNISTISCHEN IDEALEN, wenn sie bloß die Zielsetzung ansehen: Eine 2-Klassen-Gesellschaft mit kontrollierten Steuerzahlern und einer Elite von Geldes wegen…

…Der typische Auswurf dieser Agenda kam in Amerika aus DER "roten" Kaderschmide in Stanford,dem Hoover-Institut, mit dem Godfather Leo Strauss,dem ideologischen Oberdilo dieser unmenschlichen u.im Grunde genommen völlig unsozialen Zielsetzung im keynesianischen Fahrwasser.

Alle amerikanischen "Neocons" gingen durch diese Indoktrinierung.

Im Gegensatz z.dem was vielen Menschen eingeredet wurde,war die Elite Amerikas (w.g.v.Geldes wegen-u.nicht etwa vom moralischen Standpunkt her gesehen) immer tiefrot angehaucht.

Der "Amerikanismus" war d.verzweifelte Versuch einer Synthese zw.Kommunismus u.Kapitalismus,was immer auch diese beiden komischen Begriffe z.bedeuten haben.

Der größte Trick des "Kommunismus" war glauben z.machen,daß er tot sei.

Mostbluzza
05
22.2.2012, 14:35
man kann ja sagen was man will

warum sind die alten jungs so "hip" (und warum ich darauf kam):

deren vw überlegungen, logik und schlüsse lassen sich genau auf die entwicklungen umlegen, nicht nur in der vergangenheit sondern auch in der zukunft.
ich beobachte das seit 2005.
sie sehen das ende mit dem crack-up-boom, der vor der türe steht. das ist mal eine theorie mit realitätssinn, mit bestätigung quasi minütlich (staatsordnung, korruption, wettbewerb, sozialismus von spövp, usw) und mit einem angesagten ende samt begleiterscheinungen.

wer wissen will, wie "es" ausgeht (hayek schrieb ja über Eu, Geldmengenausweitung, Staatswirtschaft, Monopole, usw), wird mit den neoklassikern und keynes nicht weit hüpfen. diesmal nicht.

Raptor Jesus
113
22.2.2012, 13:48
Wenn man sich hier so durchliest, hat man fast das Gefühl, in einem amerikmanischem Forum zu diskutieren.

Liebe Immigranten und solche die es werden wollt. Bleibt in Amerika und erspart uns euren Dreck!
Eure Beleidigungen (islamistische Fascho-Sozialisten) sind eine Konzentration von allem was ihr als unangenehm betrachtet und zeugt von eurer nicht vorhandenen geistigen Stärke.
Auch hoffe ich, das euer Heilsbringer die Wahl gewinnt, weil das die neue Weltordnung bringen wird. Dadurch, das er die Supermacht USA an die Wand fährt, könnte es passieren, das Europa und Lateinamerika sich aus dessen Joch befreien und wieder den Platz den Platz an der Sonne einnehmen, der ihnen längst zusteht.
Eure Unzufriedenheit ist paranoiden Ursprungs, was daher rührt das ihr erfolgsverwöhnt seid. Die USA ist die Supermacht und das dank der Freien Marktes.

peace & love
13
22.2.2012, 15:14
wie ignorant muss man sein,

nicht zu erkennen, dass die amis mit ihrem derzeitigen stil gewaltig gegen die wand fahren???

Raptor Jesus
31
22.2.2012, 17:06
Wie gesagt, zu erfolgsverwöhnt, andere Länder wie Europa sind es nicht, von daher wird es in Europe NIE einen Ron Paul geben.

Die haben noch nicht einmal eine Partei, deren Programm dem der Republikaner ähnelt, zumindest keine, die die 0,5% marke knacken könnte.
Klar fährt Amerika sich gegen die Wand. Hat der Bush schlau gemacht, mit seinen Lockerungen der Kreterien um den Kredit aufzunehmen. Das ist Kapitalismus wie er lebt. Ihr wollt einen schwachen Staat. Nun da habt ihr ihn und jetzt meckert ihr.

Andreas Prucha
41
22.2.2012, 15:57
Das ist durchaus richtig. Allerdings ist Paul nur eine Verschärfung dessen, was die USA sozial und wirtschaftlich gegen die Wand fährt.

Die von ihm propagierte aussenpolitische Zurückhaltung seh ich durchaus positiv, glaub aber nicht, dass es dann wirklich dazu kommt. Warum sollten gerade Republikaner plötzlich umschwenken? Abgesehen davon: Der US-Amerikanischer Miltiärapparat ist gleichzeitig ein riesiges "soziales Beschäftigungsprogramm". Was macht man mit einem kleinen Heer dann mit all den Jugendlichen - insbesondere wenn er gleichzeitig die sowieso schon nur mehr sehr rudimentär vorhandenen Sozialsysteme noch weiter zerschlagen will?

eolith421
01
22.2.2012, 19:18

Die normale Dienstzeit eines US Soldaten beträgt 3-5 Jahre, das heißt die meisten die mit 18 zum Militär gehen werden mit etwa 23 die Armee verlassen. Danach können Sie wenn sie wollen studieren, oder sonst was tun. So gesehen ist der "sozialapparat Militär" nur sehr kurzfristig. Allerdings ermöglicht dieses System deutlich mehr Menschen aus ärmeren Schichten eine Hochschulausbildung als etwa das Österreichische. Der Prozentsatz jener, die obwohl die Eltern keine höhere Ausbildung haben, auf die Uni können ist dort deutlich höher als in anderen Ländern einschließlich Österreich.

peace & love
12
22.2.2012, 16:58
es ist unheimlich langweilig,

immer wieder die polemischen und abstrusen argumente der gegner ron pauls in diesem forum wiederholt zu bekommen.

Andreas Prucha
21
22.2.2012, 17:25
Wären die USA kein solches Schwergewicht, könnte man seine Ideen ja durchaus mal probieren. Meine Einschätzung:

Kurze Zeit gibts einen Hype und Wirtschaftsaufschwung. Nach wenigen Jahren merkt die Masse, dass sie Verlierer in dem Spiel ist und die libertäre Blase platzt.

Die Lösung liegt eben nicht in weniger Staat (den Weg gehen die USA, aber auch Europa in den letzten Jahren sowieso), sondern in einem vernünftigeren, sozialeren Staat, der im Interesse der breiten Masse der Bürger handelt. Von dem abstrusen Spiel hat niemand was. Welchen Vorteil soll ein US-Bürger von der Abschaffung von Medicare oder Medicaid haben (beides Programme, die Pensionisten oder Einkommensschwächeren zu Gute kommen). Welchen Vorteil soll die breite Masse von einer Zerschlagung der Umweltschutzbehörde haben?

Mostbluzza
33
22.2.2012, 10:06
was ja kommen muss, aber vielleicht

einen zweiten blick mal wert ist, bevor man gleich die spö broschüre als weltwissen "zitiert":

was ist neoliberalismus (und was im medien-neusprech daran falsch ist) bzw. was er ist er definitiv nicht (aber laut massenmedien/parteien doch):

http://www.ortneronline.at/?page_id=163

man definiere und man sieht schnell, dass bei den "profis" nix dahinter ist, weil sie sich sofort widersprechen würden mit dem wortgebrauch und ihrem ansinnen.

das dt. und öst. wirtschaftswunder war "neoliberal" - echt krass. sollten wir unbedingt wieder vermeiden ....?

witherabbitt
 
22
22.2.2012, 12:36

Jeder, der sich nur ein bißchen für ökonomische Fragen interessiert, weiß, daß zwischen »neo- o. ordoliberale» Ökonomie (Röpke, Müller-Armack) und »neoliberaler free market-liberalism« ein entscheidender Unterschied ibesteht, was die Rolle des Staates angeht. Letzterer ist keineswegs nur eine Erfindung der Medien,sondern hat seine Entwicklung u. a. aus dem Kreis von Monte Pelerin (Hayek, Milton Friedman, Popper) begonnen.Deutschlands u. Österreichs »Wirtschaftswunder« hat viel mit ersterem, aber kaum etwas mit zweiteren zu tun.

Typisch Ortner, daß er in der Rolle des Besserwissers ungeniert Etikettenschwindel betreibt

Mostbluzza
00
22.2.2012, 14:22
es wird ja auch "in theorie" erkärt

woher die ursprünge sind.

die wiener schule und die deutsche, die berliner, sozusagen. die freiburger sind ja eher wiener abkömmlinge.

kurioserweise ist die wiener liberaler, gar nicht zahlenbezogen sondern logisch-umfassender (pers.freiheit, antisozialistisch) und weniger staatsgläubig als die deutsche historische variante,
dessen ausprägungen dann auch mutierte mit der kriegswirtschaft des wk1 und 2.

das ergibt sich auch, aus der praxis, da die öst. ökonomen der juristerei entstanden, die deutschen eher die philosophischen waren, ehe dann die nationalökonomie als eigenes fach entstand.

mir gefällt, dass sie mehr auf den menschen schaut, den fortschritt und nicht die gleichmacherei. selber denken und andere denken lassen - egal was

Andreas Prucha
02
22.2.2012, 13:55

Haben sich die Ordoliberalen Anfangs nicht selbst als Neoliberal bezeichnet? Ich glaub da liegt das Dilemma: "Neoliberal" wird mittlerweile für etwas Anderes verwendet als ursprünglich. Es sollte aber jedem klar sien, dass heute Neoliberal nicht (mehr) Ordoliberal meint.

Der keynesianische Endpunkt ist erreicht.
00
22.2.2012, 13:43

"Auch hierbei handelt es sich um eine eigenartige Verwirrung, die die Tatsachen auf den Kopf stellt. »Neoliberalismus« ist ein Begriff, den sich nur wenige auf die Fahnen heften. Ursprünglich taten dies einige deutsche Ökonomen, die sich aber selbst lieber als »Ordoliberale« bezeichneten. Damit wollten Sie ausdrücken, dass es ihnen besonders um die soziale Ordnung ging. Das Präfix »neo« sollte ursprünglich gerade auf ihren Gegensatz zur frühen Österreichischen Schule hinweisen. Diese »neoliberale« Schule wurde von Walter Eucken begründet und ging als Freiburger Schule in die Geschichte ein." © http://amzn.to/nBrO0f , S. 240

mfG

Andreas Prucha
33
22.2.2012, 13:57

Das ist schon klar. Heute verwendet aber niemand mehr "Neoliberal" für diese Denkschule, sondern eben Ordoliberal etc.

Mittlerweile wird "Neoliberal" eben vor Allem auf die asozialen Denkschulen angewendet, sozusagen für die Ur-Liberalen düsterer Vorzeiten, die wieder aus den Löchern kriechen.

Der keynesianische Endpunkt ist erreicht.
30
22.2.2012, 14:15

"asozialen Denkschulen"? Nehmen Sie sich selber ernst? :)

Andreas Prucha
74
22.2.2012, 14:31

Wer würde Hayek, Mises und Co nicht als Asoziale sehen?

peace & love
13
22.2.2012, 17:04
ich sehe hayek als wirtschaftsnobelpreisträger.

besser als dieser widerlich-gefährliche krugman allemal.

Mostbluzza
30
22.2.2012, 15:56
is scho guat kommi

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