Hirscher löst Kostelic an Spitze ab

22. Februar 2012, 18:28
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ÖSV-Läufer scheidet im Viertelfinale des Parallelslaloms von Moskau aus, übernimmt aber die Führung im Gesamtweltcup - Siege an Mancuso und Pinturault

Moskau - Der Franzose Alexis Pinturault und die US-Amerikanerin Julia Mancuso haben sich am Dienstag beim Weltcup-Parallel-Bewerb der Alpin-Skifahrer in Moskau durchgesetzt. Pinturault besiegte im Finale den Deutschen Felix Neureuther und feierte den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Bester Österreicher im Herren-Bewerb war Romed Baumann als Vierter.

Bei den Damen stieß die Salzburgerin Michaela Kirchgasser bis in den Endlauf vor, dort musste sie sich Mancuso geschlagen geben, die zu ihrem siebenten Weltcup sieg kam. Für Pinturault und Mancuso gab es jeweils 40.000 Schweizer Franken (33.000 Euro) Preisgeld.

Marcel Hirscher scheiterte auf der 56 Meter hohen Stahlkonstruktion in der russischen Hauptstadt im Viertelfinale zwar an Pinturault, die 30 Punkte für seinen den fünften Endrang reichten jedoch, um auf Platz eins im Gesamt-Weltcup vorzustoßen. Hirscher führt nun mit 1.055 Punkten vor dem dem verletzten Kroaten Ivica Kostelic (1.043) und dem Schweizer Beat Feuz (1.003), der ebenfalls im Viertelfinale ausschied.

Im November 2009 hatte Hirscher in Russlands Hauptstadt einen Promotion-Bewerb ohne Weltcup-Status gewonnen. "Damals war es aber ein normaler Slalom, das liegt mir sicher besser. Diesmal war es ein Riesentorlauf mit einem Torabstand wie im Slalom. Das ist etwas sehr spezielles. Da weiß man überhaupt nicht, wer schnell und wer langsam ist", sagte Hirscher.

Zumindest vergnüglich

Grundsätzlich ist er von Rennen in der Stadt ebenso angetan wie der überwiegende Teil seiner Kollegen und Kolleginnen: "Uns Athleten taugt es. Wenn es den Zuschauern auch taugt, dann sollte man es beibehalten", so Hirscher, der seinen Start in den beiden Super-G-Bewerben am Freitag und Samstag in Crans Montana weiter offen ließ.

Die zweitplatzierte Kirchgasser meinte: "Ich finde dieses Format ganz lässig. Ich habe die Starts recht gut erwischt und immer gut den Rhythmus gefunden. Jetzt stehe ich auf dem Stockerl, das ist super." Teamkollegin Marlies Schild schied im Viertelfinale aus, hat den Moskau-Abstecher aber auch nicht bereut: "Es hat viel Spaß gemacht, so etwas können wir ruhig öfter machen. Aber normale Bewerbe ersetzt das natürlich nicht."

Fairnesspunkte für Kostelic

Kostelic bewies mit seinem Nichtantreten sein Streben nach Fair Play. Der Kroate hätte sich nur an den Start stellen müssen, um als Achtelfinal-Verlierer 15 Punkte einzustreifen, doch er verzichtete.  Davor zog auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel den Hut: "Kostelic ist ein fairer Bursche, das muss man ihm zugutehalten. Sonst wäre das eher eine Farce gewesen."

Laut der kroatischen Zeitung "Vecernji list" schreitet die Genesung von Kostelic gut voran, sein Comeback in Kranjska Gora (10. und 11. März) scheint so gut wie sicher. Sei Befinden sei viel besser als bei einer ähnlichen Verletzung vor zwei Jahren, sagte sein Arzt gegenüber dem Blatt. Den Umständen entsprechend gehe es Ivica ausgezeichnet. Kostelic sei sogar schon wieder auf Skiern gestanden. (APA/red)

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    Links Champions League, rechts Skiweltcup.

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