Swoboda: Orbán ist ein "schwacher Mensch"

21. Februar 2012, 16:37

SPE-Fraktionschef fordert von Orban Rückkehr zu europäischen Werten - Und nimmt Schwarz-Blau in Schutz

Budapest - Für den sozialdemokratischen Fraktionschef im Europaparlament, Hannes Swoboda, ist der ungarische Premier Viktor Orban alles andere als ein starker Mann. "Viktor Orban ist ein schwacher Mensch", sagte der SPÖ-Europaabgeordnete am Dienstag in einem Interview mit dem ungarischen Fernsehsender ATV. "Nur schwache Menschen wählen den autoritären Weg, die starken Menschen wiedrum den demokratischen Weg", kritisierte Swoboda den Versuch Orbans, "mittels Gesetzen, die mit der Zwei-Drittel-Mehrheit erzwungen werden, eine starke Position zu erreichen".

Von einem angeblichen Putsch gegen Orban habe er nichts gehört, betonte Swoboda. "Mit solch ähnlichen Geschichten wollen sie aus Orban eine Art Helden kreieren." Hinsichtlich der Frage, wer anstelle von Orban regieren solle, sagte Swoboda, dies liege in der Hand der ungarischen Wähler. "Wir möchten, dass diese Regierung nach den europäischen Werten und Gesetzen handelt." Selbst wenn sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament besitzt, dürfte sie diese "nicht missbrauchen". Zugleich unterstrich Swoboda seine "tiefen Bindung" an Ungarn. Seine Mutter sei im ostungarischen Miskolc geboren worden, weswegen "auch ungarisches Blut in meinen Adern fließt".

Die Kritik der EU und des Europäischen Parlaments sei nicht gegen Ungarn gerichtet, sondern gegen die Regierung. Keiner kritisiere Ungarn allgemein, das "wertvolles Land" sei und gern gesehen unter den Mitgliedern der Union. "Wir kämpfen gegen Gesetze wie das Mediengesetz" oder "gegen jene Methode, mit der Orban seine Macht für lange Zeit absichern will", unterstrich Swoboda.

Die Europäischen Sozialdemokraten wollen keine Sanktionen gegen Ungarn, betonte Swoboda und würden angesichts der Maßnahmen der damaligen EU-Mitglieder gegen Österreich diesbezüglich vor einer "Übereile warnen". Auf die Frage nach Parallelen zur Regierungsbeteiligung der Haider-FPÖ im Jahr 2000 meinte Swoboda, dass von der damaligen schwarz-blauen österreichischen Bundesregierung kein Gesetz verabschiedet worden sei, das gegen die europäischen Werte und Demokratie verstoßen habe. Es gebe kein anderes Beispiel - weder im Westen noch in Mittelosteuropa - das mit dem heutigen Ungarn vergleichbar sei.

Zugleich kritisierte er die Europäische Volkspartei, die "alle" aufnehmen würde, auch umstrittene Politiker wie den italienischen Ex-Premier Silvio Berlusconi, Orban oder den rumänischen Präsidenten Traian Basescu. In der EVP gebe es aber auch offene, demokratische und sozial empfindsame Kräfte. Wie könne es sein, dass diese Kräfte, die für Demokratie und Medienfreiheit kämpfen, jemanden wie Orban als Vize-Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei akzeptieren, fragte Swoboda. Die Volkspartei müsse Orban drängen, seine Politik zu ändern und ihn widrigenfalls zum Rücktritt auffordern.

Der ungarische Premier würde dem ungarischen Volk am meisten dadurch schaden, dass es wegen der Orban-Politik einen Prestigeverlust sowohl in Europa als auch in den USA erleide. Das wahre Problem im Handeln von Orban bestünde darin, dass "er das Erbe der ungarischen Revolution verletzt", er die Unverletzbarkeit von Freiheit und Meinungsäußerung angreift "wie einst die sowjetische Diktatur", behauptete Swoboda.

Die regierende Fidesz-Partei reagierte knapp auf die Aussagen Swobodas. Eine Fidesz-Sprecherin betonte in einer Aussendung, dass die ungarischen Wähler über die Zwei-Drittel-Mehrheit entscheiden hätten. "Das ist so üblich ist in einer Demokratie, auch wenn das Herrn Swoboda und seinen Genossen merkwürdig erscheint". (APA)

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Alexander Patjomkin
01
Es ist ja möglich, dass Ungarn in „Korruptionsweltmeisterschaft“

Stockerplatz gewinnen könnte; würde ich sagen, in Federgewicht. Doch für den Weltmeistertitel in Schwergewicht wäre allerdings Österreich der Favorit.
(Parteiübergreifende Korruption hie und da und dort... sei es Immobielienprivatisierung, sei es Luftraumüberwachung, sei es Geld- und Waffenschieberei usw.usw.)

László
13
24.2.2012, 16:22
Rückkehr zu europäischen Werten wie zB: Beneš-Dekrete ;)

PCS1
45
22.2.2012, 13:48
Angstvon Orban Viktor!

Viktor Orban ist ein schwacher Mensch", sagte der SPÖ-Europaabgeordnete Swoboda. Wenn Orban schwach ist warum greifen einen „schwachen „ Menschen die EP Abgeordneten ständig an, warum haben von ihm Angst? Weil er vielleicht eine Nationalkonservative Lawine loslösen könnte? Dann ist er doch stark!

PCS1
26
22.2.2012, 09:06

In der Reihen der MSZP sitzen sehr viele kompromittierten (ex)Kommunisten- Mesterhazi, Horn Gyula, Kovacs Laszlo früher noch Gyurcsany und noch viele! In meinen Augen sind, und bleiben alle (ex)Kommunisten -Verbrecher! Moralisch gesehen hätten sie gar nicht das Recht Öffentliche Ämter zu besetzen. Es ist deshalb sehr interessant warum Swoboda solchen „Geschtalten“ im In uns Ausland unterstützt. Zusätzlich würde die MSZP in der „Korruptionsweltmeisterschaft“ sicher den Platz 1 bekommen. Noch etwas- Ein Spruch- „Zeig mir deine Freunde ich sage wie du (SPÖ) bist“: Also MSZP kennen wir schon und Swobodas Mutterpartei die SPÖ?? Fragen wir lieber Peter Hochegger er wird die Frage beantworten! Es lebe der Internationalismus!

omar chamra
22
22.2.2012, 15:56
Von acht ungarischen Ministern sind drei ehemalige

Kommunisten.

Bagolyvár
35
22.2.2012, 12:41
Korruptionsweltmeisterschaft gewinnen?

Heute schafften sie es schon da die SzDSz bereits aus der Konkurrenz ist. Nur ihre ehemaligen Mitglieder (Konrád, Eörsi, Heller &Co.) rennen noch in der Welt herum und posaunen ihre Botschaften aus: „Ende der Medienfreiheit“ „Antisemitismus“….

jovanotti_for_president
00
Interessant

Auch die EU-Kommission ist dieser Ansicht.
Dies hätte wahrscheinlich selbst ein Orban aus den Jahren 1988/89 so gesehen...

Bagolyvár
00
Nein, es ist die Meinung

von Ministeräsident Medgyessy aus 2004.
Siehe auch:
http://nol.hu/belfold/m... a_bunbakot

barney
11
22.2.2012, 08:33
autoritär?

""Nur schwache Menschen wählen den autoritären Weg, die starken Menschen wiedrum den demokratischen Weg",...".
Ah so? Wie nennt der Herr Svoboda denn z. B. den Faymann, der alles unterschreibt, was ihm ein EU-Vasall unter die Nase hält, und der Volksabstimmungen fürchtet wie die Merkel die Demokratie?

Andreas Szikora
02
22.2.2012, 10:10
fidesz

In der Reihen von Fidesz sitzen auch ex-Kommunisten wie Orban, er war KISZ Funktionär auf dem Gymnasium und Uni. In meinen Augen sind, und bleiben alle (ex)Kommunisten -Verbrecher!

PCS1
01
22.2.2012, 14:21

Nach dem Militärdienst ist er ausgetreten (war etwa 20 Jahre alt). Man sagt „JUNG UND DUMM“ er hat sehr schnell erkannt was die KP für eine verbrecherische Partei ist! Das hat Ihm Stärke gegeben, noch vor der Wende gegen Kommunismus zu kämpfen

Andreas Szikora
11
22.2.2012, 15:22
ausgetreten

kampf gegen kommmunismus, lach mich tot, schon sein vater var kommunistischer politiker, also er hat gemerkt, er muss zweigleisig fahren und hat sein mythos ausgebaut, naiv zu sein ist nicht schlecht, nur warum mussen in ungarn leute unter solcher von bolschewiken und kommunisten geschulter und ihren methoden sich bedienende orban mafia leiden. und das ende ist nicht abzusehen.

PCS1
21
23.2.2012, 15:22
Antwort auf eine D.....heit

Mein Vater war ebenfalls ein hochrangiger KP Funktionär- als Vater war er OK aber als Kommunist trotzdem ein VERBRECHER! Er hat Marxismus-Leninismus, sozialistische
Ökonomie und andere Dummheiten „unterrichtet“ Ein Witz oder? Und sein Sohn-(ich) hat ihn deswegen verachtet, wusste ich von Anfang an was „Die da dort alles lügen“ die Menschen manipulieren und eine Pseudowissenschaft unterrichten! Und so sein Sohn bin ich fast im Gefängnis für politisch Andersdenkende gelandet. (Mein Vater hat gehen müssen): Also soviel zum VATER und Sohn Unterschied! Zweigleisig bin ich nie gefahren! Außerdem habe ich mich immer wegen meinem Vater geschämt! Ich blieb ein Mensch mit Prinzipien und Charakter.

get smart
10
24.2.2012, 00:31

Sie verachten Ihren Vater und bewundern einen anderen (oder mehrere andere) Exkommunisten??? Tolle Prinzipien. Na bravo!

Sandor Kocsis
00
23.2.2012, 09:16

und da bei uns die Sippenhaftung gilt, bezahlt der Sohn für die Taten seines Vaters!

Bagolyvár
12
22.2.2012, 12:45
Na mei!

Scho´ wieder einer der das alte Lied anstimmt...

barney
13
22.2.2012, 10:53
soso

Angela Merkel war SED-Mitglied! Und jetzt?

Sandor Kocsis
00
23.2.2012, 09:17

und konfirmiert

Bagolyvár
00
Das ist keine Schande,

das hat der Gurcsány des öfteren getan nur wozu?

Andreas Szikora
11
22.2.2012, 11:32
falschinformationen streuen

das gefällt mir gut

Papp Kamerad
34
22.2.2012, 07:26
Sehr gut Swoboda!

der schwitzbär der schwitzt sehr
12
22.2.2012, 00:47
da lob ich mir Heraklen wie den Herrn Sowboda

Wie hält er das eigentlich mit seiner Frau Gitti, die den Siemens-Konzern gerüchtehalber mittels Anweisungen führt ?

Staatsfreind Nr.1
73
21.2.2012, 21:57
Der Svoberl muss lernen, dass

im Möchtegern Parlament des europäischen Wunschkonzerts, man nicht mehr so stumpf polemisieren soll, wie das BZÖ oder FPÖ im bei uns im reduzierbaren Nationalrat tut. Weil genauso klingt es.

walter helfmann
24
22.2.2012, 00:28
hansi - hannes - hats nicht geschnallt, dass

die ungarn in richtung nationalismus den anderen eu-staaten einen schritt voraus sind.

orban ist ungarns strache. diese entwicklung ist in aut leicht möglich, "bürgerliche" steigbügelhalter gibst noch immer.

Stbo
 
00
22.2.2012, 00:11

Wie heisst es so schön: Man meint sich selbst zu "erhöhen", wenn man einen anderen Menschen "erniedrigt". Daher: glauben Sie, selbst einmal so einen Posten in einem solchen Möchtegern-Parlament zu bekommen?
Ich denke, eher nicht.

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