Lawinenabgang: Ein Toter im Tiroler Navistal

21. Februar 2012, 14:52
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Jede Hilfe für 68-jährigen Einheimischen zu spät

Innsbruck - Ein Lawinenabgang im Tiroler Navistal im Bezirk Innsbruck-Land hat am Dienstagnachmittag ein Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei hat sich ein Schneebrett gegen 14.00 Uhr auf der Südseite der sogenannten Tarntaler Köpfe gelöst und einen 68-Jährigen verschüttet.

Der Einheimische dürfte allein unterwegs gewesen sein und rund 50 Meter unter dem Gipfel der Tarntaler Köpfe (2.757 Meter) die Lawine ausgelöst haben. Laut APA wurde er etwa 250 Meter mit den Schneemassen mitgerissen und dabei getötet. Eine unbeteiligte Person beobachtete das Unglück von der gegenüberliegenden Talseite aus und schlug Alarm. Für den Skitourengeher kam aber jede Hilfe zu spät.

Bergrettung fordert neue Sicherheitskonzepte

Angesichts der jüngsten Lawinenunglücke forderte der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) am Dienstag neue Konzepte in der Tourismuswerbung. Damit sollen Wintersportler besser auf die Gefahren des winterlichen Gebirges vorbereitet werden. Ein Vorschlag der Bergretter ist beispielsweise die Anstellung von Berg- und Skiführern in Skigebieten, um Wintersportler praktisch und theoretisch zu beraten, hieß es in einer Aussendung. (APA)

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