Neue Ära, neue Opfer

Erleichterung im Land, aber kein Jubel

22. Februar 2012, 10:12

Athen - Griechenland hat die Einigung der Euro-Finanzminister auf ein neues Hilfspaket mit Erleichterung, aber ohne Jubel aufgenommen. "Das Übereinkommen von Brüssel bedeutet für die Griechen in der Schuldenkrise die einstweilige Rettung, aber sie gibt keinen Anlass zum Feiern", schrieb die angesehene Online-Zeitung tovima.gr am Dienstag. "Für Griechenland ist jetzt die Zeit der Umgestaltung und der Neuordnung gekommen." Wenn es seine Chance nicht nutze, werde es das nächste Mal keine Rettung mehr geben.

Mehrere große Zeitungen in Athen hatten ihren Redaktionsschluss verschoben, um die Entscheidung der Euro-Finanzminister noch in die Blätter aufnehmen zu können. "Es geschieht nicht alle Tage, dass einem Land 100 Milliarden Euro Schulden erlassen und Kredite von 130 Milliarden Euro gewährt werden", betonte die linksliberale Zeitung "Ta Nea".

Das Übereinkommen markiere für Griechenland den Beginn einer neuen Ära: "Auf das Land kommen neue Opfer und neue Schwierigkeiten zu, aber es hat eine neue Perspektive und eine neue Chance erhalten, die es zu nutzen gilt." Eine Karikatur auf der Titelseite von "Ta Nea" zeigte den griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und den schwergewichtigen Finanzminister Evangelos Venizelos, die das Übereinkommen in Brüssel ausgehandelt hatten, als Gallierhelden Asterix und Obelix.

Die unabhängige Zeitung "Ethnos" erinnerte daran, dass die Griechen selbst dafür verantwortlich seien, dass ihr Land an den Rand einer Staatspleite geraten sei. "Wir Griechen dürfen die Dinge nicht wieder so schleifen lassen wie in den vergangenen zwei Jahren. Zugleich aber sind die EU-Partner und die Geldgeber aufgerufen, dazu beizutragen, dass die griechische Wirtschaft wieder wächst. Wenn das nicht gelingt, wird der Tag nicht fern sein, an dem wir erneut um eine Rettung ersuchen müssen."(APA)

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12 Postings
Fräulein Smillas Geschwür am Zeh
00
22.2.2012, 13:21
jesus mohammed
00
21.2.2012, 18:33
Immernoch konsequent falsch Papademos statt Papadimos zu schreiben entspricht exakt der Desorientierung deutscher Medien

</ lustig>
00
22.2.2012, 20:35
Wurscht.

Die politische Elite ist in Griechenland eh' miteinander verwandt oder verschwägert.

Die würden auch mit einem einzigen Nachnamen auskommen.

Vera Rschung
 
01
21.2.2012, 17:59
230 Milliarden als Belohnung ...

für ein System schrankenloser Korruption, massenhaften Sozialmissbrauchs und allgegenwärtiger Steuerhinterziehung. Dumm ist jeder, der es den Griechen nicht machmacht.

jesus mohammed
20
21.2.2012, 19:09
Wo kein Sozialamt, dort kein Sozialmißbrauch - also was sollen immer dieselben Lügen?

Ist von der Logik her, wie mit den "Migranten", die nicht wandern, sondern geboren werden.

LGM
00
21.2.2012, 20:45

Pensionen kommen jetzt genau woher?

jesus mohammed
00
22.2.2012, 06:02
Was haben Pensionen mit sozial zu tun, dafür bezahlt man Beiträge, das ist eine Versicherung und nicht Sozialstaat

Das ist genau, wie das man lernen muß, daß Zinsen für das Risiko bezahlt werden und nicht der Gewinn sind.

LGM
00
22.2.2012, 07:26

Es sollte doch bekannt sein, dass die Pensionen nicht wirklich aus den Pensionsbeiträgen finanziert werden (können) und somit zumindest eine starke soziale Komponente haben.

Der zweite Satz steht ziemlich zusammenhanglos da, wie kommt der in das Posting?

jesus mohammed
00
22.2.2012, 15:13
Da jeder Geländewagen fahren will, kann man Milliarden einsparen, denn Strassenbau wird überflüssig

Wenn man den Reichen richtig fett Kohle abgreift, dann lassen sich sehr wohl Pensionen finanzieren und man braucht auch keine Kredite aufnehmen. Die Reichen drohen zwar mit Standortwechsel, könnten aber dann nie wieder in ihre Heimatländer zurück und man kann verhindern, daß die ihre Waren überhaupt rein liefern. Die können dann bei die Scheichs abhängen bis deren Öl keiner mehr braucht und dann sitzen sie auch auf der Strasse und lernen mal das Leben kennen. Ganz schnell sitzen sie dann in Flüchtlingsbooten, weil der Mob gerade loslegte und die Scheichs lynchte.

LGM
00
22.2.2012, 18:24

Offenbar genießen Sie ja Ihre Gewaltphantasien, aber mit der Realität haben die weniger zu tun.

jesus mohammed
00
22.2.2012, 20:07
Ich und Gewalt-Fantawat? Also bitte, der Welthandel ist eine einzige Gewaltorgie!

Dreist steckt man minderjährige "Piraten" aus Somalia im Herz der Bestie in Knast und wo waren die Überfälle? Etwa in der Ostsee?
Billig Kiwi bei Netto, kein Problem: Flüchtlingssklaven der Camorra! Erdbeerpflücker in Griechenland ist auch ein geiler Job: 28 Euro/12 Stunden?

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