IPv6

Erste DDoS-Attacken auf IPv6-Adressen

21. Februar 2012, 15:52

Sicherheitsspezialist warnt vor zunehmenden Attacken - Risiken auch bei IPv4-Nachfolger gegeben

Während das Spektrum der verfügbaren IPv4-Adressen im Netz gegen Null schrumpft, hat das neue Internet Traffic Protocol IPv6 offenbar bereits eine kritische Größe erreicht. Erstmals wurden laut Sicherheitsspezialist Arbor Network Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken, also Überlastungsangriffe auf IPv6-Infrastrukturen verzeichnet.

Angreifbar

"Das ist ein Meilenstein im Rüstungskrieg zwischen Angreifern und Verteidigern", zitiert ZDnet einen Bericht Arbor Networks. "Wir glauben, dass die Tragweite von IPv6-DDoS-Attacken proportional zur Verbreitung von IPv6 zunehmen werden." Die Tage, in denen IPv6-Sicherheitsrisiken ignoriert werden könnte, seien vorbei. Ein Problem sei dabei, dass in der Branche fälschlicherweise angenommen wurde, dass IPv6 grundlegend sicherer sei. Dies habe sich in der Anwendung als Irrglaube herausgestellt.

Links

ZDnet

Kommentar posten
15 Postings
QUANTUM
10
22.2.2012, 06:40

na was soll da anders sein? ipv6 dient ja nur zur vergrößerung des adressraumes und sonst bleibt alles gleich.

Das scheue Reh
15
22.2.2012, 02:06

Wenn man in Wien 12 stellige Hausnummer einführen würde, dann gäbe es keine Einbrüche mehr.
Es würde auch kein Hund mehr vor die Haustüre kacken und der Geldbriefträger hätte ab und zu ein nettes Mitbringsel dabei.

Elettra
00
22.2.2012, 13:29
Wenn ich jedem Wiener einen 12 stelligen Strichcode auf seine Stirn Tätowiere

ist jeder der sich verschleiert ein potentieller Verbrecher.

Mad Rat
00
22.2.2012, 17:53

man muss nicht zwingend verfolgt werden um paranoid zu sein!

gustl
 
00
18.3.2012, 03:00
ABER:

Nur weil man paranoid ist, heisst das noch lange nicht, dass man NICHT verfolgt wird!

Elettra
00
23.2.2012, 16:44

man muss nicht zwingend verfolgt werden um paranoid zu sein! du Lemming.

Mad Rat
03
21.2.2012, 16:20
Blödsinn..

... in der Regel wartet "die Branche" mit der Einführung, da so viele Sicherheitsthemen offen und ungeklärt sind.

Da braucht wohl bloss jemand Medien-Aufmerksamkeit - denn was DOS/DDOS betrifft gibt's von v4 auf v6 keine Nennenswerten Unterschiede.

Elettra
15
21.2.2012, 23:38
Berechtigte Bedenken

natürlich gibt es den Unterschied,

eine ist zum Beispiel dass ich mit IPv6 bereits beim betreten eines Online- Warenhauses meine Visitenkarte vorzeige, bei IPV4 erst beim verlassen.

Dynamische Webserver erzeugen jedem v6 Kunden ein individuelles Angebot, möglicherweise ist das dargebotene Warenangebot sowie der Preis der neuen identifizierbaren IPV6 Welt für jeden Kunden ein individueller.

Kaufkräftige Erdenbürger per v6 Profiling identifiziert müssen dann wohl auch des öfteren mit ganz realen Einbrechern oder "kleinen" Erpressungen rechnen, denn bei diesen lohnt sich der Einbruch denn der Gauner weiß über deren Lebenswandel bestens Bescheid.

Mad Rat
00
22.2.2012, 17:52
sie schon wieder?

langsam wirds wieder Zeit für die Medizin!

Das was sie da Beschreiben ist eher anhand klassischer HTTP Cookies und ähnlicher Techniken wiederum bei v4 und v6 de facto identisch... Durch IPv6 Privacy Extensions, die zB Windows automatisch verwendet, ist ein solches Profiling gar nicht sinnvoll möglich, da die zum surfen verwendet IPv6 Adresse in etwa stündlich wechselt...

geek!
23
21.2.2012, 16:00
es gab wirklich leute,

die dachten, dass ipv6 sicherer ist?

Das ist als würde ich für mein Auto einen größeren Gurt kaufen und würde dann denken, dass ich ab jetzt keine Unfälle mehr bauen kann

sim89
02
21.2.2012, 16:27

Es gibt etliche Bereiche die in IPv6 grundlegend hinsichtlich Sicherheit verbessert wurden. DDOS kann man per Definition schon nicht ausschließen wenn man allen Leuten Zugriff zu seiner Seite gewähren will. Lesen Sie sich bitte mal ein, bevor Sie Kommentar über etwas abgeben. Der größere Adressraum ist nur ein kleiner Unterschied, der aber komischerweise immer als einziges was IPv6 zu bieten hat angesehen wird.

Taran
00
21.2.2012, 20:26
Vor allem ist jedes Endgerät durch IPV6 eindeutig identifiziert.

Wenn man keinen Router mit OpenWrt hat, der die interne IPv6 Adresse verschleidern kann, dann ist man weltweit sogar mit jedem Gerät im eigenen Netz trotz NAT (was ja bei IPv6 nicht nötig und vorgesehen ist) immer identifizier und angreifbar.

Christ Kind
00
22.2.2012, 10:06
das stimmt nicht,

Du kannst ipv6 Adressen in deinem Netz vergeben, die nur in deinem Netz unique sind - in etwa vergleichbar nmit RFC1918. KEin Mensch sieht die Addressen irgendwo. Konfigurieren muss mans halt.

Stephan W.
03
21.2.2012, 22:44

Was hat das mit DDOS zu tun? Wenn der Uplink überlastet ist ist es völlig egal ob ein Gerät hinter einem Router von außen identifizierbar ist oder nicht.

Nebenbei: auch mit IPv6 verbietet es ihnen niemand einen Router und/oder eine Firewall zu betreiben. Sie können wenn sie unbedingt wollen auch NAT betreiben, ja sie können ihr internes Netz auch weiterhin mit IPv4 fahren; ist ja schließlich ihr Netz und ihr Router.

Chris W.
00
21.2.2012, 20:14

In Ipv6 einlesen ist schön gesagt, studieren ist wohl das richtige Wort

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.