Warmer Jänner lässt arktische Eisfläche weiter schrumpfen

21. Februar 2012, 13:40
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Viertniedrigster Wert bei der Eisbedeckung für diesen Monat seit Beginn der Beobachtungen 1979

Bremerhaven - Das Meereis rund um den Nordpol hat erneut an Umfang verloren. Die Satellitenmessungen ergaben im Jänner den viertniedrigsten Wert bei der Eisbedeckung für diesen Monat seit Beginn der Beobachtungen 1979. Sogar die sehr weit im Nordosten gelegene Karasee sei stellenweise eisfrei, was zu dieser Jahreszeit außergewöhnlich sei, sagte der Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven, Professor Rüdiger Gerdes, am Montag.

"Es sind wirklich Gebiete eisfrei, die im langjährigen Mittel gesehen normalerweise bedeckt sind." Damit reihe sich der Jänner 2012 in den Trend der vergangenen Winter, in denen die Eisfläche in der Arktis vergleichsweise gering gewesen sei.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen im Norden

Auch in den vergangen Wochen, als es in Deutschland eiskalt war, hatten Gebiete in der Nordpolarregion ungewöhnlich hohe Temperaturen. Die nördlich von Skandinavien liegende Inselgruppe Spitzbergen meldete Regenrekorde.

Die Eisfläche am Nordpol schwankt im Jahresverlauf und erreicht in der Regel im September ihre geringste Ausdehnung. Im gesamten Jahresdurchschnitt gesehen, geht sie jedoch langfristig zurück. (APA, red)

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    Ein Strand auf Spitzbergen: Die norwegische Inselgruppe meldete in den vergangenen Wochen Rekordtemperaturen.

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