Viertniedrigster Wert bei der Eisbedeckung für diesen Monat seit Beginn der Beobachtungen 1979
Bremerhaven - Das Meereis rund um den Nordpol hat erneut an Umfang verloren. Die Satellitenmessungen ergaben im Jänner den viertniedrigsten Wert bei der Eisbedeckung
für diesen Monat seit Beginn der Beobachtungen 1979. Sogar die sehr weit im
Nordosten gelegene Karasee sei stellenweise eisfrei, was zu dieser Jahreszeit
außergewöhnlich sei, sagte der Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Instituts
in Bremerhaven, Professor Rüdiger Gerdes, am
Montag.
"Es sind wirklich Gebiete eisfrei, die im langjährigen Mittel gesehen
normalerweise bedeckt sind." Damit reihe sich der Jänner 2012 in den Trend
der vergangenen Winter, in denen die Eisfläche in der Arktis vergleichsweise gering gewesen sei.
Ungewöhnlich hohe Temperaturen im Norden
Auch in den vergangen Wochen, als es in Deutschland eiskalt war, hatten Gebiete in der Nordpolarregion ungewöhnlich hohe Temperaturen.
Die nördlich von Skandinavien liegende Inselgruppe Spitzbergen meldete
Regenrekorde.
Die Eisfläche am Nordpol schwankt im
Jahresverlauf und erreicht in der Regel im
September ihre geringste Ausdehnung. Im gesamten Jahresdurchschnitt gesehen,
geht sie jedoch langfristig zurück. (APA, red)