Ärzteausbildung

Töchterle ist "in guten Gesprächen" zu Mediziner-Quote

21. Februar 2012, 13:07
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    foto: apa/fohringer

    Für das Medizinstudium werden mehr Österreicher als EU-Bürger und Drittstaatenangehörige zugelassen. Eine Aufnahmeprüfung müssen alle machen.

Minister hat gegenüber der EU-Kommission "sehr gute" Argumente für Ausnahmeregelung - Sollen mit Studie belegt werden

Brüssel - Österreich befindet sich betreffend der Verlängerung der Medizin-Quote nach Worten von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle "in guten Gesprächen" mit der EU-Kommission. Über eine Ausweitung des Moratoriums bis 2016 werde "diplomatisch verhandelt", versicherte Töchterle am Dienstag am Rande des EU-Forschungsministerrates in Brüssel.

Kein Zeitpunkt genannt

Mit Hilfe einer Ärztebedarfsstudie will Österreich die EU-Kommission von der Notwendigkeit einer Verlängerung der Regelung überzeugen. Der Bericht soll im Laufe des Frühjahrs 2012 präsentiert werden, einen genauen Zeitpunkt wollte Töchterle aber nicht nennen. Man habe "sehr gute Argumente, um zu verifizieren, dass eine Ausnahmeregelung notwendig ist".

"Schieflage" bei Ausbildungssituation

Der Minister räumte ein, dass es eine "gewisse Schieflage" in punkto Ausbildungssituation gebe, dies allein sei jedoch nicht das Problem. Die Frage der Studienplätze sei nur "eine von mehreren Schrauben, die man drehen muss", um eine Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheitsvorsorge sicherzustellen. Als "erste Schraube" bezeichnete Töchterle die Verbesserung der Attraktivität des Arbeitsplatzes. Die Medizin-Quote sei nur ein Teil des Problems. Probleme gebe es aber nicht nur bei den Ärzten, sondern beispielsweise auch bei den Lehrern. Österreich werde deshalb "mittlefristig einen anderen Ansatz zur Lösung" haben.

Bereits 2007 war ein 5-Jahres-Moratorium zur Aussetzung eines möglichen Vertragsverletzungsverfahrens wegen der Quotenregelung gewährt worden. Die 2006 in den Fächern Human- und Zahnmedizin eingeführte Quotenregelung ist im österreichischen Universitätsgesetz geregelt. Demnach sind 75 Prozent der Studienplätze für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse reserviert, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger. (APA)

Informatiker
 
10
22.2.2012, 04:31
Zurecht fordern die Länder als "Hauptabnehmer" der Absolvent/inn/en mehr Einfluss auf die Ausbildung.

Das wird aber nur durch eine gemeinsame Medizinische Fakultät zumindest von Nieder- und Oberösterreich funktionieren.

Zensiert
00
24.2.2012, 13:31

Sie wollen mir ernsthaft glaubhaft machen, dass ein Einfluss von Politik oder Politikern - speziell Hr. Pröll - auf irgendeine Universität einen guten Einfluss haben kann? Sind Sie sich deren Konsequenzen wirklich bewusst?

Was wären Ihrer Meinung nach Elemente, die im Medizincurriculum verankert werden müssen, die den Bundesländern wichtig sind und den Studienrektoren nicht?

Ich bin dermaßen froh, dass uns das erspart bleibt, dass es schwer ist das in Worte zu fassen.

Informatiker
 
00
25.2.2012, 01:51
Für die Erstellung der Midizin-Curricula hat sich Pröll Rudolf Mallinger, den ehemaligen Vizerektor für die Lehre der Medizinischen Universität Wien, als Geschäftsführer der NÖ. Forschungs- und Bildungsgesellschaft m.b.H. geholt.

http://www.noe-fb.at/DE/Die%20... hasJs=true

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