Fekter

Keine Zusatzkosten durch Hilfspaket für Österreich

21. Februar 2012, 15:57

Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Finanzministerin Fekter sind mit dem Abschluss des Griechenland-Pakets zufrieden

Wien - Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Marathonnacht. Fekter sieht durch das zweite Griechenland-Rettungspaket "keine Zusatzkosten für Österreich". Ganz im Gegenteil. Es werde zwar durch Zinssenkungen beim ersten laufenden Rettungspaket durch bilaterale Kredite weniger Zinszahlungen von Athen nach Wien geben, aber gleichzeitig habe sich die EZB bereit erklärt, ihre Gewinne, die sie aus der Umstrukturierung griechischer Bonds lukriere, an die Nationalbanken auszuschütten. "Das ist ein großes Volumen von mehreren hundert Millionen für Österreich", dem stünden lediglich "Zinsverluste für Österreich von 1,5 Millionen Euro" gegenüber, so Fekter nach der Sitzung der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel.

Die Ministerin verwies darauf, dass "Österreich selbst kein Portfolio griechischer Papiere bei der Nationalbank hat". Die Nationalbank habe nie in griechische Papiere investiert, "daher sind wir an dem Projekt insofern nicht beteiligt, als wir keine derartigen Maßnahmen bei unserer Nationalbank machen können". Darauf angesprochen, dass das zweite Griechenland-Rettungspaket im Ausmaß von 130 Milliarden Euro also ein gutes Geschäft für Österreich sei, winkte Fekter aber ab: "Das ist ein Geschäft primär für die Nationalbank." Sie würde aber nicht von einem Geschäft für Österreich sprechen. "Alles was in dieser schmerzhaften Dramatik mit Griechenland passiert, muss man auch im Lichte der österreichischen Konsolidierungsmaßnahmen sehen. Aber das jetzige Paket ist ungleich günstiger für Österreich" als dies noch vor den Letztverhandlungen zum Griechenlandpaket ausgesehen habe.

Insgesamt könnten mit der nun getroffenen Lösung die Dividenden bei der Nationalbank auf "wesentlich stabilere Beine gestellt" werden. Immer wieder betonte Fekter, dass die Zinssenkungen damit mehr als ausgeglichen würden.

Faymann: Geld nur "verborgt"

Auch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) haben zufrieden mit dem Abschluss des Griechenland-Pakets gezeigt. Gleichzeitig verwies der SPÖ-Chef darauf, dass es sich bei den Hilfen unverändert "um Kredite und nicht um Geschenke" handle. Spindelegger gab sich zuversichtlich, dass Griechenland nun bis 2020 halbwegs auf die Beine komme.

Faymann betonte, es sei wichtig gewesen, dass Griechenland alles Mögliche getan habe, um die Bedingungen der Troika aus Kommission, Europäischer Zentralbank und IWF zu erfüllen. Hier dürfe man nie locker lassen. Es werde wohl noch öfter Diskussionen geben, ob Griechenland die internationalen Bedingungen erfüllt habe. Das jetzige Hilfspaket sieht Faymann denn auch nur als wichtigen Teilschritt, gelöst sei damit jedoch noch nicht alles.

Spindelegger unterstrich die Notwendigkeit, Griechenlands Staatsschuldenlast auf 120 Prozent zu drücken. Bisher habe es eine Lücke von acht Prozent gegeben, die nun einerseits durch Beteiligung der Privaten und niedrigere Zinsen geschlossen worden sei.

Bucher pocht auf Griechenland-Austritt

Das BZÖ hält das Griechenland-Paket für einen schweren Fehler. BZÖ-Chef Josef Bucher verwies auf den Bericht der Troika, wonach Griechenland mit 130 Mrd. Euro nicht das Auslangen finden werde und die Sparmaßnahmen nicht ausreichen würden. Er forderte deshalb einmal mehr den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Auf Grundlage des Berichts der Troika wäre es "fahrlässig", Griechenland noch weiteres Geld zu geben, meinte Bucher. Er appelliere an Finanzministerin Fekter, dafür zu sorgen, dass dieses Geld in Österreich investiert werden müsse. Das Sonderkonto sei in Wahrheit ein "Bankenkonto", weil es nicht den Griechen, sondern wieder nur den Banken zur Verfügung stehe. Auch der freiheitliche Budgetsprecher Alois Gradauer glaubt, dass die Finanzhilfe für Griechenland nicht ausreichen wird und wiederholte seine Forderung nach einem Ausscheiden des Landes aus der Eurozone:"Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."

Aufstockung des Rettungsschirmes

Othmar Karas, Vizepräsident und Leiter der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament, merkt an, nun sei der "politische Wille" des hochverschuldeten Landes gefordert. Dieser Wille sei Voraussetzung dafür, dass "die Gelder, die jetzt fließen, nützen". Gleichzeitig forderte er eine Auftstockung des Euro-Rettungsschirmes. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 48
1 2
videoopa
00
19.3.2012, 08:14
ein grüner Lichtstreifen am Horizont bringt LICHT INS DUNKLE SCHWARZ

http://www.youtube.com/watch?v=R... e=youtu.be

Jo Trollmann
01
28.2.2012, 06:54
Sorgen mach ich mir ...

... wenn ich mit kurz vorstelle, dass die das wirklich glauben, was sie da absondern.

carbonara
01
24.2.2012, 16:15
Lügen, Lügen, Lügen....

Mumifizierte Hausente
01
22.2.2012, 15:51

keine griechischen papiere bei der nationalbank. bei solchen formulieren müssten doch die alarmglocken läuten. wo sind denn die papierln, vielleicht bei der ezb geparkt? oder gar schon mit verlust verkauft?

Walt Albert
00
22.2.2012, 14:15
Richtig ist:

Walt Albert
01
22.2.2012, 14:18
Noch

keine Zusatzkosten durch Hilfspaket für Österreich.
Dann kommen:
Kleine Zusatzkosten durch Hilfspaket für Österreich.
Und später:
Zusatzkosten durch Hilfspaket für Österreich.

trebork
04
22.2.2012, 11:30
Unfassbarer Unsinn seitens der Regierung

Bisher dachte ich, die wollen die Bevölkerung für blöd verkaufen, aber es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, die haben tatsächlich keine Ahnung. Worum geht es:
Offensichtlich wurden die Anleihen, die die EZB hält 1:1 in neue Anleihen (vermutlich zu einem extrem niedrigen Zinssatz und einer 30 jährigen Laufzeit??) umgetauscht. Da die EZB diese Papiere wahrscheinlich im Schnitt um 70 statt 100 gekauft hat, ergibt sich daraus ein "Gewinn" von einigen Milliarden EUR. Der ist aber sofort weg, sobald der Default tatsächlich eintritt und verwandelt sich stattdessen in einen Verlust von 30-40 Mrd.,den wir alle tragen dürfen. Ja zur Solidarität mit Griechenland, aber was hier passiert ist reinster Betrug am Wähler .

BetterWorld
 
00
22.2.2012, 14:57
die sind so:)

woher soll das wissen der volkswirtschaftslehre eines durchschnittlichen politiker kommen?
man braucht jahrzehnte selbst bei guten voraussetzungen (sagen wir mal vwl studium dazu) bis man so halbwegs versteht wie das alles zamm hängt.
wäre cool, zu wissen wie politiker auf eine megasimple frage reagieren: was passiert, wenn eine nationalbank die inflation morgen um 10% erhöht:)

suchoi7
10
22.2.2012, 03:49
den Griechen helfen

und hier unterschreiben:

http://www.1millionsignatures.eu/

newy1234
01
22.2.2012, 00:01
Auf den Arm genommen

Wir werden hier alle veras......t ! Faymann und Fekter Koennen das Wort "Volkswirtschaft" nichteinmal buchstabieren!

soamist
06
21.2.2012, 17:14
die halten uns für ziemlich blöd

2013 werdens dann zeimlich blöd dreinschauen

Enrico Furioso
00
22.2.2012, 10:46
werden Sie?

Was wäre denn eine reelle Alternative? Ich glaube nicht, dass auch nur eine der derzeit im Parlament vertretenen Parteien wesentlich anders handeln würde. Es mangelt an echten Alternativen. Nicht nur bei uns, in Deutschland sieht es auch nicht viel anders aus.

zimbo
 
03
21.2.2012, 17:22
Na mal sehen,

die SP hat die Ö schon einmal über den Tisch gezogen.

Kurzel Gefasel von mehr Demokratie, Abstimmungen zur EU, Schere-arm/reich, "Jetzt sollen die Reichen zahlen".
Dazu noch die Propagandawalze gegen Blau,

und viele De**en werden glauben, wieder mal sozialistisch gewählt zu haben.

suchoi7
10
22.2.2012, 03:45
Gegen Blau-Braun

Gott sei Dank gibt es die "Propagandawalze" gegen blau. Leider noch immer zu wenig. Eigentlich müsste man ja braun schreiben.

Walter Bimini
01
22.2.2012, 16:45
mit propaganda löst man keine probleme, sondern vergrößert sie.

Walter Bimini
02
21.2.2012, 23:35
kein schmäh läßt sich beliebig oft anwenden

außerdem wird die wirtschaftliche lage 2013 viel schlechter sein als 2012.

zimbo
 
00
21.2.2012, 17:13
Othmar Karas, Ottifanten an die Macht.

Man sollte ihm aber wenigstens den Rolf Rüdiger zur Seite stellen.

Nofo
01
21.2.2012, 16:49
Na jetzt bin ich aber erleichtert!

Problem praktisch gelöst, alles unter Kontrolle.
Ist ja doch eine gute Sache die EU und in guten Händen ist sie auch.
Man muss sie nur entscheiden lassen die Entscheidungsträger.

Nur das mit dem gemeinen Volk haben sie noch nicht so ganz im Griff.

Aber dazu wird ihnen schon noch was einfallen.
Ein bisserl Diktatur vielleicht...

zimbo
 
01
21.2.2012, 17:01
Elektronische Wahl gabs aj schon.

Aber wählen könnes bei uns eh nix.

Mostbluzza
00
21.2.2012, 16:17
2013

sind nr wahlen oder-planmässig meine ich?

wenn die geistesriesen so weiter performen, glaube ich, dass sich bis zur wahl alle spövp wähler persönlich kennen.

Her mit dem Zaster, her mit der Marie
01
21.2.2012, 16:16

Spindelegger gab sich zuversichtlich, dass Griechenland nun bis 2020 halbwegs auf die Beine komme.

Wollen wir wetten, dass die nächsten nachgeworfenen milliarden in wenigen wochen bis monaten folgt?

Emir
03
21.2.2012, 15:54

Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Finanzministerin Fekter sind mit dem Abschluss des Griechenland-Pakets zufrieden.

WAS ANDERES HÄTTE ICH MIR VON DENEN AUCH NICHT ERWARTET...

zimbo
 
01
21.2.2012, 15:49
Je größer die Lüge, desto mehr werden folgen ?

Zinsenlose Anleihe an ein Zitat von Gröfaz.

zimbo
 
05
21.2.2012, 15:44
Die Propaganda trommelt, ähnlich der Kapelle der Titanic.

Toxo Logic
 
00
21.2.2012, 15:30

Protest, das Sparpaket muss sofort aufgeschnürt werden. Die griechischen Zinszahlungen fehlen auf der Einnahmenseite, die Reichensteuer gehört dafür raus.

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