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Paris - Mit Empörung haben Internet-Nutzer auf die Sperrung von mehreren Parodie-Accounts durch den Kurznachrichtendienst Twitter reagiert, die den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zum Ziel hatten. Die Vereinigung Internet ohne Grenzen (ISF) sprach am Montagabend von "politischer Zensur" wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Das Internet-Wahlkampfteam des konservativen Kandidaten wies dies zurück.
Nach Angaben des Sarkozy-Teams wurden die Twitter-Konten gesperrt, weil sich die Nutzer nicht an die Regeln des Internet-Kurznachrichtendienstes gehalten hätten. Es dürften nicht der Name beziehungsweise die Identität einer anderen Person vorgespiegelt werden. An diese Regel müssten sich alle Twitter-Nutzer halten.
Das Internet-Team des sozialistischen Herausforderers von Sarkozy, François Hollande, wandte sich indes in einem "offenen Brief" an Twitter. Die Entscheidung sei "wenig verständlich". Es sei "unerklärlich", wenn davon Twitter-Konten getroffen würden, denen keinesfalls vorgeworfen werden könne, sich die Identität einer anderen Person zu eigen zu machen. Zudem sei dies umso fragwürdiger, wenn gleichzeitig Hollande-Parodie-Konten weiter liefen.
Der Internet-Informationsdienst Numerama nannte den Vorwurf der "Zensur" übertrieben. Es gehe vermutlich eher darum, dass massiv die Sperrung der Parodie-Konten verlangt worden sei. "Wenn es genug Anzeigen gibt, dann wird der Account von Twitter automatisch aufgehoben." Zu den gesperrten Twitter-Konten zählen @_NicolasSarkozy sowie @MaFranceForte und @ForteFrance in Anspielung an Sarkozys Wahlkampf-Slogan. (APA/AFP)
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