2011: Defizit von sieben Millionen Euro

21. Februar 2012, 11:52
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Stadt Mailand nicht mehr in der Lage, den Zuschuss von einer Million Euro zu gewähren - Intendant Lissner sucht nach Privatsponsoren

Rom - Die Mailänder Scala sieht rot. Im Jahr 2011 betrug das Defizit des Opernhauses sieben Millionen Euro, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Dienstag. Wegen der im milliardenschweren Sparplan der Regierung enthaltenen Ausgabenkürzungen für die Kommunen wird die Stadt Mailand nicht mehr in der Lage sein, einen Zuschuss von einer Million Euro zu gewähren, den sie der Scala 2011 gegeben hatte. Scala-Intendant Stephane Lissner macht sich daher auf die Suche nach Privatsponsoren, die das Opernhaus unterstützen können, berichteten italienische Medien.

Der italienische Großunternehmer Diego Della Valle, Besitzer des namhaften Schuhkonzerns Tod's, ist kürzlich in die Stiftung eingestiegen, die die Scala verwaltet und sichert dem Opernhaus in den nächsten vier Jahren eine Zusatzfinanzierung von 5,2 Millionen Euro. Damit hofft die Scala die Lücken zu decken, die wegen der stark reduzierten staatlichen Beiträge entstanden sind.

Die rote Zahlen belasten die Pläne Lissners, der eine ehrgeizige Saison 2013 vorgestellt hat. Die nächste Saison der Mailänder Scala steht ganz im Zeichen von Richard Wagner und Giuseppe Verdi anlässlich des 200. Geburtstags der beiden 1813 geborenen Komponisten. Vorgesehen sind acht Verdi-Opern, sechs davon sind neue Produktionen, teilte Lissner mit. Außerdem sind auch zwei Zyklen der Tetralogie von "Der Ring des Nibelungen" unter der Leitung des Musik-Intendanten Daniel Barenboim und der Regie von Guy Cassiers vorgesehen. Der "Ring" war seit 1938 nicht mehr vollständig an der Scala inszeniert worden. (APA)

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