Aktuelle Debatte - Kleinunternehmer in der Risikofalle?

21. Februar 2012, 13:11

Chancen und Risiken von EPUs

Ein-Personen-Unternehmen arbeiten mehr, verdienen aber weniger, viele rutschen durch die Wirtschaftskrise gar ins Prekariat. Dazu kommen Arbeitszeiten bis durchschnittlich 52 Wochenstunden, Gratispräsentationen und "von Auftrag zu Auftrag hoppen und hoffen". Zusätzlich hohe Mindestbeiträge bei der SVA, Selbstbehalte und der Vorauszahlungsmodus.

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die sollen ihre deppaten werbebroschüren behalten

und statt dessen die kosten senken.
http://www.youtube.com/watch?v=HRQc8plNKfg

"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen dass sich etwas ändert"

Albert Einstein.

Jedes Monat ins Minus krachen und trotzdem hoffen dass sich irgendwann mal was ändert -> siehe Zitat.

''Man soll die Sachen so einfach wie möglich sagen - aber nicht einfacher!''
(auch Albert Einstein)

die wko durchfinanziert dinge, die der größte teil von uns nie brauchen werden

wir haben das unternehmerische risiko und die kosten und die seminare und räume etc sind ausfinanziert

Wieviel zahlen's KONKRET jährlich für die WKO?

Sie müssen Gleiches mit Gleichem vergleichen!

Also die Prozentzahlen. Und abgesehen von vielen anderen Dingen, in aller Kürze:

die Sozialversicherungs-ABGABEN für EPU's können schon bei einem relativ geringen Einkommen (also unter dem österr. Durchschnittseinkommen) 30 Prozent betragen. Und dann kommen ja noch zusätzlich die STEUERN dazu (die sind für alle Österreicher gleich gestaffelt). Wenn sie da als Alleinverdiener eine Familie haben...

Und wenn sie die mindestens 36 Prozent Steuern und die 30 Prozent SVA zusammenzählen und bedenken, dass EPU's auch vielfach Leute sind, die nichts mit Wirtschaft am Hut haben und einfach nur versicherungstechnisch in dieser Gruppe sind...

auch immer mehr Pensionisten müssen dazuverdienen!

Am ärgsten finde ich die Situation bei Pensionisten, die
als Selbständige neben ihrer Pension etwas dazuverdienen müssen, weil sie mit ihrer kargen Pension nicht das Auslangen haben, weil sie z.B. noch Kredit rückzahlen müssen etc. Verdienen diese Pensionisten über die Geringfügigkeitsgrenze dazu, zahlen sie wie jeder sonstige Gewerbetreibende wieder Sozialversicherung(obwohl schon durch die Pension versichert), dann auch erheblich Einkommensteuer (von Pension + Gewerbeeinkünfte).Die bezahlten Pensionsbeiträge wirken jedoch nur minimal pensionserhöhend.

Wenn's in der Pension noch Kredite zurückzahlen müssen ist das finanzielle Fehlplanung.

In einem konkreten Fall geht's darum, dass infolge einer Herzerkrankung sehr vieles noch in der Aktivzeit sich zum Negativen entwickelte, inkl. Einkommenssituation.

okc - das ist aber eher die Ausnahme.

Auf alle Fälle viel Erfolg dabei.

Am schlimmsten für die EPU sind die Mindestbeitragsgrundlage und der Selbstbehalt. Wenn beides fällt, würde sich die Situation erheblich verbessern. Wenn man als EPU (Nebentätigkeit) 400€/Monat verdient, wird einem von der SVA knapp ein Drittel abgeknöpft.

Es wäre allgemein wichtig, die unterschiedlichen Sozialverischerungen abzuschaffen und den Staat unter einer einzigen Sozialversicherung auftreten zu lassen. Die Beiträge und Leistungen sind dann für alle gleich - ganz abgesehen davon, dass sich enorme Verwaltungskosten einsparen lassen.

Den Selbstbehalt

können Sie zur Zeit halbieren!

Super Idee,

aber nur mit effektiven Kontrollmechanismen.
z.B. einem Rechnunghof mit Durchgriffsrecht und -pflicht.

ALTER!!!

http://www.ak-tirol.com/online/pa... 9&IP=31815

andere sagen nachbarschaftshilfe dazu ... oder wickeln solche peanuts über andere unternehmer ab... unglaublich welche unternehmerischen leuchten sich hier tummeln.

Bin kein Unternehmer, habe nur kurz zu diesem Thema Recherchiert - dieses Posting war ein Schnellschuss in den Ofen, außerdem ging es mir primär um die Idee im zweiten Absatz.

naja. ich sag mal so, nebenher würd ich nie zum epu werden... so viel wie möglich unter der hand und die 38,5 stunden in der firma einfach runterbiegen.

handwerker machen das so, die leben halt vom geld aus der brieftasche und gehen höchstens für eine überweisung zur bank.

"nebenher würd ich nie zum epu werden"

SIE haben ja auch kein Konzept dafür.

das weißt du? :)

Ja. Sonst hätten Sie's gemacht, und wären nicht mehr angestellt.

eben nicht. ich liebe diese (vermeintliche sicherheit) ... das ist auch für viele gut ausgebildete EPUs der grund zurückzukehren.

die raten für haus und die ausgaben für die kinder kommen monatlich - wer will da schon unnötig etwas riskieren?

Wenn's ein bisschen mehr umher schauen, dann sehen's recht bald, dass Angestellt sein über 40 eine trügerische Sicherheit ist.

das ist korrekt.

über 40 ein EPU sein und krank werden ... gratuliere dann.

Schon gehabt, bin auch über 40 - ist reinkalkuliert.

So wie der Urlaub im Sommer.

Wenn's NEBENBERUFLICH aselbstständig sind, gibt's keinen Mindestbeitrag. DAs ist ein Thema des fehlenden Knowhows - sie müssen's einfach nur beantragen.

Wieder eine Exkursion in den Jungle der Administration.
Dafür bezahlen wir auch noch, und nicht wenig.
:(
Solche Angelegenheiten ließen sich vollautomatisch seitens der Verwaltung abwickeln, ohne dass dabei ein Nachteil für die Versicherungsnehmer entstehen würde. Aber die Verwaltung und Politik machen es nicht, trotz teurer EDV.

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