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Naturschutzorganisationen nutzen den Beginn der Fastenzeit, um auf die Problematik rund um die traditionelle Aschermittwochsspeise, den Heringsschmaus, hinzuweisen. Eine Problematik, die viele Fischarten betrifft: 80 Prozent der Bestände in den Weltmeeren gelten bereits als überfischt oder bis an die Grenzen ausgebeutet. Für einen bewussten Konsum sollte man daher nur heimischen Fisch oder Produkte aus Biozucht bzw. mit dem blauen Öko-Gütesiegel des Marine Stewardship Council (MSC) kaufen. Der World Wide Fund for Nature (WWF) bietet online einen Einkaufsratgeber an.
Jeder Österreicher isst durchschnittlich knapp acht Kilogramm Fisch im Jahr, informiert der WWF. Weltweit sind es 110 Millionen Tonnen. Fische und Fischprodukte im Wert von etwa 350 Millionen Euro werden jährlich nach Österreich importiert. Typische importierte Meerestiere sind Lachs, Thunfisch, Sardine und Makrele, aber auch Shrimps, Muscheln und Tintenfisch. Sie stammen oft aus afrikanischen Gewässern, wo die Fangflotten der Industriestaaten die Meere auf Kosten der einheimischen Fischer und damit der Bevölkerung ausbeuten.
Konsumenten entscheiden mit
Der WWF empfiehlt, auf Rotbarsch ganz zu verzichten, weil die Bestände stark gefährdet sind. Zusätzlich werden beim Fang dieses Tiefseefisches jahrtausendealte Kaltwasserkorallen zerstört, da tonnenschwere Grundschleppnetze ihren Lebensraum zermalmen.
Eine schlechte Öko-Bilanz haben auch tropische Shrimps: Für die konventionellen Zuchtanlagen von Shrimps werden an der südamerikanischen Pazifikküste und in Südostasien hunderte Kilometer Mangrovenwälder abgeholzt. Und bei dem Fang auf Jungtiere gehen pro Shrimp etwa 100 weitere Fische in die engmaschigen Netze. Keine andere Form der Fischerei produziert mehr Beifang.
Scholle und Seezunge aus der Nordsee bedenklich
Auch in der Nordsee sind die Nebenwirkungen der Fischerei enorm. "Wer Scholle oder Seezunge isst, muss sich bewusst sein, dass in den Netzen ein Vielfaches an anderen Meerestieren verendet", sagt Axel Hein vom WWF. So gehen zum Beispiel pro Kilogramm Scholle bis zu 15 Kilogramm Beifang als "Müll" wieder über Bord. Auch der stark dezimierte Kabeljau-Bestand im Nordostatlantik hat sich durch zu hohe Fangquoten vielerorts noch nicht erholen können.
Wegen des Konsums von "Schillerlocken", die aus den Bauchlappen des Dornhais gewonnen werden, steht diese Hai-Art am Rand des Aussterbens. Die Fangmenge in der Nordsee ist aufgrund der massiven Ausbeutung in den vergangenen 30 Jahren um 96 Prozent zurückgegangen. (jus, derStandard.at, 21.2.2012)
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Vielleicht, seit er Werbung für das MSC Siegel macht und sich von Leuten, wie dem größten Lachsbaron der Welt bezahlen lässt, siehe dazu den sehr aufschlussreichen Film "Lachsfieber", den Sie auch bei Youtube finden können?
Wenn das mit den Heringen genau so laufen sollte - na dann guten Appetit!
MfG Helmut
Und von wem kommen die gesetzlichen Vorgaben?
Die Veränderung muss auf beiden Ebenen stattfinden, ihre Sichtweise ist Schwarzmalerei. Menschen sind durchaus organisiert und ich denke auch, dass sich eine Idee vorerst durchaus ohne politische Unterstützung durchsetzen kann.
Es ist ein bisschen billig sich immer auf die Politik auszureden, der Umbruch beginnt im Ididivuum.
Die ganze Welt spricht von Überfischung, PETA spricht auch vom Fisch: Jeder Einzelne der 1000 Milliarden Fische, die jedes Jahr im Meer gefangen werden, leidet furchtbar, wenn er in den Netzen zerquetscht wird oder langsam erstickt. Viele Fische leben noch, wenn sie mit dem Messer aufgeschnitten werden und man ihnen die Organe herausreißt.
Kommerzieller Fischfang leert die Ozeane. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie besagt, dass bereits 2048 unsere Ozeane komplett leer gefischt sein werden.
Auch beim sogenannten nachhaltigen Fischfang verschiebt sich das Problem nur: Die Arten, die gefangen werden, weil sie heute nicht bedroht sind, werde
Bei uns gezogene Forellen / Karpfen / Zander / Hechte / Welse / Anken / Aale etc. etc. sind sowohl gesund, als auch normalerweise ohne große Schäden für die Weltmeere verfügbar - und schmecken noch dazu super, wenn man sie halbwegs zuzubereiten weiss.
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