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Ein generelles Handyverbot in Österreichs Krankenhäusern gibt es nicht.
"Bitte schalten Sie Ihr Handy im Krankenhaus aus!" Der Versuch, ein generelles Handyverbot in Krankenhäusern durchzusetzen, ist misslungen: In den meisten Spitälern in Österreich dürfen Mobiltelefone mittlerweile in ausgewiesenen Bereichen verwendet werden - eine einheitliche Regelung für alle Krankenanstalten gibt es aber nicht.
Das Hauptargument für die Einschränkung: Aufgrund elektromagnetischer Strahlung stören Mobiltelefone die medizinischen Geräte wie EKG-Geräte, Dialyse- und auch Beatmungsgeräte. Das berge ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit des Patienten. "Wenn etwa die Sensoren in lebenserhaltenden Geräten gestört werden, die beispielsweise Blutdruck, Herzaktivität oder Atmung aufzeichnen, dann wird vielleicht bei Herzstillstand kein Alarm ausgelöst", erklärt Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner an der Medizinischen Universität Wien.
Unterschiedliche Ergebnisse
Untersuchungen zum Einfluss der elektromagnetischen Strahlung auf medizinische Geräte gibt es zwar viele - ein einheitliches Bild ergibt sich daraus dennoch nicht: So zeigte eine Studie am Kingston General Hospital in Kanada, dass EKG-Geräte durch die unmittelbare Nähe von Mobiltelefonen falsche Diagnosen, etwa Herzkammerflimmern, lieferten. Ab einem Abstand von 25 Zentimetern liefen die Geräte wieder einwandfrei. Eine Untersuchung der Universität Amsterdam kam zu dem Ergebnis, dass Handys Beatmungsgeräte abschalten und die Pulsfrequenz von externen Schrittmachern bei einem Abstand von weniger als einem Meter verändern. Eine Studie der renommierten Mayo Clinic in Minnesota hingegen resümiert, dass Mobiltelefone medizinische Geräte gar nicht beeinträchtigen.
Zu berücksichtigen ist dabei: Verschiedene Endgeräte und unterschiedliche Handymodelle führen zu anderen Ergebnissen. So kann die gleiche Untersuchung bei einem EKG-Gerät einen Einfluss ergeben, ein neueres EKG-Gerät oder ein Gerät einer anderen Herstellerfirma hingegen kann weniger störanfällig sein.
Auch unter den Mobiltelefonen gibt es verschiedene Typen: Während die neueste Handygeneration mit LTE-Mobilfunkstandard eine Sendeleistung von 0,2 Watt hat, liegt diese bei UMTS-Handys bei 0,25 Watt und bei GSM-Handys bei 2 Watt. Ein niedrigere Leistung bedeutet aber nicht automatisch ein geringeres Störrisiko im Krankenhaus. Vielmehr ist die Nutzung entscheidend: "Bei der früheren Handygeneration hat man nur SMS geschrieben und telefoniert, jetzt erzeugt man höhere Emissionen durch das Herunterladen von Filmen, weil das länger dauert", erklärt der Geschäftsführer des Forums Mobilkommunikation, Maximilian Maier.
Kein generelles Handyverbot
Eine Gewissheit, welcher Sicherheitsabstand zwischen Mobiltelefonen und medizinischen Geräten nötig ist, um die Gesundheit des Patienten nicht zu gefährden, gibt es also nicht. Daher gilt Vorsicht statt Nachsicht: "Sobald der Patient gefährdet sein könnte, sollte gehandelt und eine eingeschränkte Nutzung durchgesetzt werden", meint Umweltmediziner Hans-Peter Hutter.
Und auch Maier ist überzeugt: "Da ein Sicherheitsabstand zu hochsensiblen Geräten eingehalten werden sollte, ist es natürlich einfacher, die Handynutzung generell in Intensivstationen und anderen Bereichen zu untersagen - nicht jedoch im gesamten Krankenhaus." Gegen eine grundsätzliche Funkstille ist auch Hutter, immerhin sei es wichtig, "soziale Kontakte aufrechterhalten zu können, die auch die Genesung fördern".
Beschränkung und Schikane
Doch die Durchsetzung eines teilweisen Verbots ist manchmal schwierig: "Alles, was die eingeschränkte Nutzung des Mobiltelefons angeht, wird sofort als Schikane gesehen", kritisiert Hutter. Auch abseits der möglichen Interferenzen sei ein beschränktes Handyverbot für Patienten, Angehörige und Ärzte sinnvoll. Einerseits übertragen Mobiltelefone erwiesenermaßen viele Keime, andererseits fördere eine Einschränkung den verantwortungsvollen Umgang: "Ein unwichtiges Telefonat während des Arztgespräches zu führen, wie ich es schon öfters erlebt habe, ist überflüssig und störend", meint er. (derStandard.at, 03.2012)
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Dass es keine medizinische Notwendigkeit ist merkt man schon alleine daran dass die ganzen Ärzte und Krankenschwestern alle ihr Privathandy mitnehmen und auch oft verwenden und es niemanden stört. Es handelt sich also IMHO einfach um eine Ausrede die benutzt wird um unnötigen Lärm zu vermeiden.
ist bei maximaler leistung - und das ist beim verbinden - ab einem abstand von wenigen metern zu empfindlichen (älteren) geräten nicht mehr relevant! - alle neuen medizinprodukte sind bis aufs kleinste gegen elektromagnetische störeinkoppelungen geschützt und geprüft - kommt trotzdem auf die leistung der strahlung an! - legt ma ein handy mit schlechtem empfang direkt auf so ein gerät - na no na net wirds da mehr probleme geben...
die dect telefone des personals haben in fast jedem zimmer sendestationen -> die leistungen sind sehr viel kleiner als die leistung von handystrahlungen
interessant: es gibt versuche mit handymasten direkt in krankenhäusern -> geringere leistung des einzelgeräts -> nicht mehr probleme durch "gefährliche" strahlen..
mein kommentar bezieht sich auf die rein technische seite der handynutzung im krankenhaus!
dass es neben dauertelefonierern nicht angenehm ist gesund werden/arbeiten zu versuchen die andere seite, die meines erachtens hier eher das problem und grund des "verbots" ist...
dies noch als nachtrag
1. Es nehmen alle Operateure ausnahmslos ihr Privathandy mit in den Operationssaal, damit sie von ihren Patienten dort erreicht werden können. Manche lassen sich auch durch das Operieren vom Telefonieren ablenken.
2. Es gibt genug Krankenhäuser im Ausland, in denen man das Handyverbot wieder entfernt hat, da es physikalisch nicht mehr begründet ist, wenn man das Telefon nicht direkt auf ein Medizingerät legt.
selbst greift er natürlich nicht hin, aber es beantwortet jemand anderer den Anruf und gibt ihn mündlich weiter hin und her oder hält das Telefon wäährend der Op dem Operateur ans Ohr.
Es soll allerdings auch Operateure geben, die sich durch das Operieren vom Telefonieren ablenken lassen und dann beim Telefonieren Fehler machen.
Es gibt auch ganz seltene, einzelne Operateure, die sich auf die Operation konzentrieren wollen und telefonieren während der Op strikt ablehnen, das sind aber wirklich ausgerissene Vögel.
Bei meiner EKG Untersuchung läutete das Schnurlostelefon der Schwester, alle Kurven schlugen über das Papierende hinaus. Beim Zweiten Versuch das selbe nochmals. Die Schwester zeigte sich ziemlich ratlos und genervt bis ich sie bat das Schnurlostelefon aus dem Raum zu schaffen oder abzuschalten, und siehe da - Kerngesund!!
sündteure Telefonanlagen mit kostenpflichtigen Apparaten am Krankenbett einrichten lassen. Und genau dann kam der Handy-Boom. Früher hat man sich ja einreden lassen, dass die "Handy-Strahlen" die medizinischen Geräte stören. (Bei den C-Netz Geräten wäre das ja noch vorstellbar gewesen, die bliesen mit wahrlich großer Leistung in den Äther). Seltsamerweise stören nur die Patienten-Telefone, niemals aber die des Personals....
ich finde es vollkommen ok patienten das telefonieren zu erlauben und es besuchern zu verbieten. ganz abgesehen von vielleicht möglichen problemen mit geräten ist ein kh doch auch ein ort der erholung und gesundung. und da muss nicht ein jeder blöd rumtelefonieren.
Wenn es stören würde, dann müßte man es wohl den Patienten auch verbieten. Im wesentlichen hängt die Empfindlichkeit vor allem vom ALter der med. Geräte ab. Heute achtet man bei der Konstruktion drauf, die geräte zu entstören, früher war das Problem einfach noch nicht existent.
Ich fänds ehrlich gesagt aus einem anderen Grund gut, wenn nicht überall im Krankenhaus mit dem Handy telefoniert werden dürfte:
Um den Patienten Ruhe zu gönnen. Von der hat man im Krankenhaus ja sowieso wenig, von daher kanns nur positiv sein, wenn man wenigstens die Telefoniergeräusche nicht hat.
meinen krankenhausbeuschen mitnehmen konnte ist, das die genannten gerätschaften eigentlich nicht bei patienten in einem normalen patientzimmer angewandt werden. und auf einer intensiv-station, aufwachraum odgl. stellt sich die problematik nicht wirklich, ausser durch das personal vielleicht. und wie her oft erwähnt - die kirche gehört im dorf gelassen.
In den Krankenzimmern (Barmherzige Schwestern, 1060, Herz Jesu, 1030) konnte man zumindest 2011 telefonieren oder auch mit mobilem Internet surfen.
Meiner Meinung auch wichtig, da der Patient nach wie vor Kontakt zur Außenwelt haben möchte, die evtl. nicht jeden Tag vorbeikommen kann.
In Bereichen, wo empflindliche Gerätschaften gestört werden könnten, lass ich's mir einreden. Ansonsten: Warum Leuten, die beim Gesund-Werden sich eh schon halb zu Tode fadisieren, es ncoh schwerer machen?
Mich nerven beide. Im Krankenhaus oder sonst wo. - Übrigens, DECT-Telefone emittieren weit mehr elektromagnetische Störwellen als jedes Handy. Trotzdem werden sie in fast jedem Krankenhaus, neudeutsch Klinikum, vom Personal fleißig benützt.
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