Rebellengruppe bietet Waffen gegen Frieden

21. Februar 2012, 07:30

Keine Angriffe mehr, wenn die Regierung Friedensgesprächen zustimmt - ELN soll aus rund 3.000 Kämpfern bestehen

Bogota - Die zweitgrößte kolumbianische Rebellengruppe hat der Regierung des Landes einen Waffenstillstand angeboten. Das erklärte die linksgerichtete Nationale Befreiungsarmee (ELN) in einem am Montag veröffentlichten Schreiben. Sie werde auf weitere Angriffe verzichten, wenn die politische Führung in Bogota Friedensgesprächen zustimme, hieß es. Die ELN hat Schätzungen zufolge mindestens 3.000 Kämpfer in ihren Reihen und hatte die Zahl ihrer Anschläge in den vergangenen zwei Jahren deutlich erhöht.

Vorgespräche über eine Niederlegung der Waffen hatte es immer wieder auf Kuba gegeben. Wesentlich größer als den ELN sind die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), die über etwa dreimal so viele bewaffnete Mitglieder verfügen. Neben Polizisten und Soldaten sollen sich nach wie vor auch rund 100 Zivilisten in der Gewalt der FARC und der ELN befinden. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.