Zugang für das Rote Kreuz könnte erleichtert werden - Weitere Einzelheiten nicht bekannt - Russland will humanitäre Hilfe in Syrien erleichtern
Beirut - Russland will nach den Worten von UNO-Botschafter Witali Tschurkin in den kommenden Tagen im UNO-Sicherheitsrat einen Entwurf für humanitäre Hilfsmöglichkeiten in Syrien einbringen. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass. Tschurkin sagte dem Fernsehsender Vesti 24 demnach, dass der Sicherheitsrat "konkrete Schritte zur Lösung humanitärer Probleme unternehmen könnte." Dabei könne man sich unter anderem darauf verlassen, dass Damaskus dem Roten Kreuz Zugang zu einigen Gebieten im Land gewährt habe, sagte er weiter.
Einzelheiten über den Entwurf nannte er nicht. Russland hat neben China im Sicherheitsrat gegen eine Syrien-Resolution zur Verurteilung der Gewalt in dem Land sein Veto eingelegt. Nach seinem Veto hatte auch China eine diplomatische Initiative zur Entschärfung des Konflikts angekündigt. In Syrien halten seit einem Jahr die Proteste gegen Präsident Bashar al-Assad an, der mit Militärgewalt gegen den Volksaufstand vorgehen lässt. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern wurden dadurch bereits mehr als 6.000 Menschen getötet.
Rote Kreuz will über Kampfpause verhandeln
Angesichts der Notlage in Syrien verhandelt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) "mit der Regierung und diversene Gruppierungen" über eine Kampfpause in den am schwersten betroffenen Gebieten zur Versorgung der Bevölkerung. Die Hilfsorganisation sondiere mehrere Möglichkeiten, um gemeinsam mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond dringend benötigte humanitäre Hilfe leisten zu können. "Das größte Problem für uns in den vergangenen Wochen und Monaten war der unzufriedenstellende Zugang zur Bevölkerung", sagte IKRK-Sprecher Bijan Farnoudi am Montag gegenüber derStandard.at. Eine Unterbrechung der Kämpfe in den Protesthochburgen solle die Lieferung von Hilfsgütern erlauben, sagte Farnoudi.
Das Rote Kreuz sitzt mit 30 Mitarbeitern in Damaskus und arbeitet mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond zusammen. Die Lage habe sich generell verschlechtert, an vorderster Front in den Städten Homs und Al Zabadani, aber auch in Bludan, Hama oder rund um Damaskus. 25, 26 Mal sei das Rote Kreuz zusammen mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond in den vergangenen Wochen erfolgreich vorgedrungen. Das reiche allerdings bei weitem nicht, um den Bedürfnissen gerecht zu werden.
Der Inhalt der Gespräche sei vertraulich, die Verhandlungen
dauerten an. Er könne nicht einschätzen, wie sie ausgehen und wann sie
abgeschlossen sein werden, sagte Farnoudi gegenüber derStandard.at.
Nähere Angaben über die beteiligten Parteien machte der Sprecher des Internationalen Roten Kreuzes nicht.
Nachrichtenagenturen und Medien berichten aus Diplomatenkreisen, das das Rote Kreuz eine zweistündige Kampfpause anstrebe. Es gehe nicht um eine politische Lösung des Konflikts, sondern um schnellen Zugang zu den Menschen in Not in den umkämpften Gebieten.
Landesweit wurden am Montag nach Angaben von Oppositionellen 33 Regimegegner von den Sicherheitskräften getötet. Aufgrund der Behinderung der Arbeit von Journalisten in Syrien lassen sich derartige Angaben meist nur indirekt überprüfen. "Genaue Zahlen kennen wir nicht. Aber wir haben den Eindruck, dass sich die Lage generell verschärft hat", sagt Farnoudi.
Quelle: ICRC/Youtube
Homs erneut unter Beschuss
Am Dienstag haben Regierungstruppen erneut Teile der Protesthochburg Homs unter heftigen Beschuss genommen und dabei nach Angaben von Oppositionellen mindestens zwölf Menschen getötet. Ein Vertreter der Opposition sagte, bei dem Vorgehen der Armee seien auch 100 Menschen verletzt worden. Betroffen sei der mehrheitlich von Sunniten bewohnte Stadtbezirk Baba Amro. Normalerweise leben dort etwa 100.000 Menschen. Die Offensive hatte Anfang Februar begonnen. Schätzungsweise 60 Prozent der Bevölkerung sind mittlerweile geflohen. In Homs leben etwa eine Million Menschen, 30 bis 40 Prozent gehören wie Präsident Bashar al-Assad der alawitischen Minderheit an.
Augenzeugen berichteten, minütlich würden Raketen einschlagen. Unter den Toten sollen auch zwei Kinder sein. Es gab keine Möglichkeit, die Angaben unabhängig zu überprüfen. Von Vertretern der Opposition verlautete zudem, die Regierung nehme nun auch einen weiteren Bezirk von Homs gegenüber von Baba Amro ins Visier. Panzer seien nun auch nach Inshaat entsandt worden, hieß es.
Russland nimmt nicht an Syrien-Konferenz in Tunis teil
Russland wird nicht an der internationalen Syrien-Konferenz am kommenden Freitag in Tunis teilnehmen. Das russische Außenministerium erklärte am Dienstag, mit der Konferenz solle in einem internen Konflikt "eine Seite gegen eine andere unterstützt" werden. So seien Vertreter der syrischen Opposition eingeladen worden, nicht aber Vertreter der Regierung von Staatschef Bashar al-Assad. Daher könne Russland an der Konferenz in der Hauptstadt Tunis nicht teilnehmen.
Zu der "Konferenz der Freunde des syrischen Volks" sind unter anderem Vertreter der Arabischen Liga, der EU, der USA, Russlands und Chinas geladen. Gesucht werden soll nach einer politischen Lösung des blutigen Konflikts in Syrien mit laut Aktivisten bisher mehr als 6.000 Toten.
Die Gruppe "Freunde des syrischen Volks" war gegründet worden, nachdem Russland und China im UNO-Sicherheitsrat Anfang Februar zum zweiten Mal eine Resolution zur Verurteilung der Gewalt in Syrien blockiert hatten. Die Gruppe trifft sich am Freitag zum ersten Mal. Russland gilt als Verbündeter Syriens. (fin/APA, derStandard.at, 21.2.2012)
Zwei Explosionen, über 50 Tote, mehr als 370 Verletzte - Größter Anschlag in Damaskus seit Beginn des Aufstandes - Offenbar Angriff auf Geheimdienst-Gebäude - UNO ruft zu Ende der Gewalt auf
Offenbar wird nach dem Ausräumen der "international besetzten" militärischen Kommandozentrale der Aufwiegler in Homs auf das etwas unverdächtigere Pferd "humantäre Hilfe" gesetzt…
…Wie die arabische Nakhel Agentur berichtet, sind an der S-Grenze Syriens 18.000 Saudi-unterstützte Salafisten zusammengezogen worden, angeblich um sich "medizinisch behandeln" zu lassen! Das ganze "Heil"-Theater findet bei der jordanischen US-Basis Al-Mafraq statt, die regelmäßigen FS3-Sehern ja bereits wohl bekannt ist…
die rebellen beschiessen mit westl. milanraketen die syr. armee, die wiederum mit raketenwerfern auf deren stellung schiesst. soviel nur zur objektivierung und zur darstellung, der armen wehrlosen opposition (die es so als monolithischen block nicht gibt).
ein bürgerkrieg wird umso blutiger, je stärker die nachbarn eingreifen, je stärker ausländer waffen für geld liefern und je mehr in-/ausländische interessen mitspielen.
am blutigsten ist es, wenn dieses land eigentlich gar nicht das ziel des krieges ist (das ist iran, der getroffen werden soll). syrien ist die spielwiese für alle. nur nicht für die syrer.
Voltaire.net spinnt mal wieder - auf seltsame Weise
Milan ist ungeeignet für urbane Verteidigung, weil die Waffe in umbautem Raum nicht zu verwenden ist und der Gewinn, der mit hohem Gewicht und eingeschränkter Mobilität gegenüber Handwaffen erkauft ist, die Feuergeschwindigkeit von -3 Abschüssen / min und die Reichweite von knapp 2km, für das Operationsgebiet so gut wie nutzlos sind.
Die syrische Armee hat übrigens selbst Milane im Arsenal.
Gerüchte in israelischen und libanesischen Foren wollen wissen, die Rebellen seien im Besitz von B-300 und "Matador" aus israelischer Fertigung. Israelische LAU-Raketen will die Armee konfisziert haben. Moderne französische Panzerbüchsen (hab dne Namen vergessen) tun es ebenso gut.
In Homs killed Marie Colvin was one of the only journos in Misrata during the heaviest part of the siege. One of the world's most courageous reporters.
Das gestellte Foto ist wirklich sehr aussagekräftig
nicht über die Situation, sondern über den Intelligenzquotienten (nicht des Fotografen, der muss liefern was verlangt wird) der Redakteure die solche Beiträge zusammenbasteln!
Daß unter dem Bild von Tick Trick und Track überhaupt anderes gepostet wird, als Invektiven oder Witze, ist buchstäblich ein Armutszeugnis für das gesamte menschliche Inventar im Einzugsbereich des Standard - für jeden von uns, ungeachtet Gesinnung, Geschlecht, whatsoever.
Apropos Witz: ein Auszug aus Ihrem Blog:
"Wie konnte ich mich derart irren?
Im Hintergrund, will ich anmerken, stand ungenannt die Überzeugung, Bashar al Assad sei ein selbstbewußter Mitarbeiter des State Departement und des CIA. Etliche Vorgänge der letzten drei Monate haben mich darin bestärkt, aber es erforderte einen eigenen Eintrag, das darzulegen. Für den Moment mag es reichen, daran zu erinnern, daß für Colonel Gaddafi und zahlreiche Getreue dasselbe galt, wie heute jeder wissen darf."
Vom Nordpol zum Südpol ist es nur ein Katzensprung.
Danke, aber das nächste Zitat bitte mit Link, damits nicht sinnentstellend wird.
Du zitierst nicht den Irrtum noch seinen Zeitpunkt, Feb.'11: "An einem syrischen Bürgerkrieg, oder auch nur einer politischen Instabilität des Landes hat ... kaum jemand Interesse ...ganz bestimmt nicht der politische Stand der USA". Die Erez-Israel-Zionisten nahm ich aus.
Das ist übrigens bis auf den Tag (gestern) die Position von Robert Fisk.
Was die CIA-Verbindung von Assad anbelangt: Sicher kennst Du die Vokabel "selbstbewußt", aber Dir fehlt wohl die Phantasie, ihre Bedeutung im geg. Zusammenhang zu erkennen. Ohne Phantasie: Ein bißchen Googlen führt Dich auf ganz viel Lob für Assads geheimdienstl. Kooperation während des Irakkrieges - AUCH mit Israel!
Und - jmd. der öfftl. Selbstkritik disst, sagt viel über sich, Häschen.
also der herr tomGard(nicht zu vergessen die anderen intelligenzbestien, die nur daemlich sich wiederholen koennen) ist so gescheit.
sieht man immer wieder an der wortwahl und vor allem an seinem satzaufbau.
und alle anderen sind natuerlich tollwuetige hunde und dumm, denn er liest ja jamestown foundation und debrafiles und zahlt auch noch dafuer.
;))))
"Die Gruppe "Freunde des syrischen Volks" war gegründet worden, nachdem Russland und China im UNO-Sicherheitsrat Anfang "
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Koalition der Willigen teil 2
Das Schicksal der Libyer ist der Syrern bislang erspart geblieben - noch schlimmer als vernutet ist die Opferbilanz:
90.000 Tote und Vermisste hat der Libyen-Krieg der NATO nach ARD-Angaben gekostet.
Skandalöse Schönfärberei und Propaganda
Am 17. 2. 2011 äußert sich die ARD erstmals zwischen den Zeilen über die Folgen des NATO-Krieges gegen Libyen.
Wenn die ARD schon die Zahl von 90.000 zugeben muss, wie entsetzlich muss wohl die Realität sein?!
In dem Beitrag vom SWR (Martin Durm) werden Folgen, Ursache und Anlass des Krieges, der Libyen verwüstete zwar in unverschämter Art und Weise verzerrt und die Ausdünstungen der Konzern- und Staatsmedien sind inzwischen keine detaillierte Auseinandersetzung und Analyse mehr wert!
Derartige Betroffenheitsrhetorik wär ja unverdächtig, träte sie nicht gehäuft in dem Moment auf, in dem es einem weiteren unsäglichen Diktator an die Wäsche geht
50.000 Menschenleben hat der Krieg in Libyen vernichtet. Bei sechs Millionen Einwohnern hat fast jede Familie einen Toten zu beklagen. Die Zahl der Vermissten wird auf mindestens 40.000 geschätzt.
An den Zigtausenden Opfern ist einzig und allein das Regime Muammar Gaddafis schuld !
Diese Toten der NATO zuschieben zu wollen, ist eine Frechheit, und typisch für die noch immer agitierenden Diktatorenfreunde.
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