Mutmaßlicher islamistischer Attentäter festgenommen

21. Februar 2012, 06:51

Abu-Sayyaf-Mann soll an mehreren Anschlägen beteiligt gewesen sein

Manila - Die philippinische Polizei hat ein mutmaßliches Mitglied der islamistischen Extremistengruppe Abu Sayyaf gefasst. Abdulpattah Ismael war nach Behördenangaben 2007 an Enthauptungen von zehn Marinesoldaten sowie einer Reihe tödlicher Attentate beteiligt. Der Mann sei der Polizei am Dienstag in der Früh in seinem Versteck in Isabela auf der Insel Basilan ins Netz gegangen, sagte der Chef der philippinischen Anti-Terror-Behörde, Paquito Ochoa. Gegen Ismael waren mehr als ein Dutzend Haftbefehle ausgestellt worden.

Die USA und die philippinische Regierung sehen die separatistischen Abu Sayyaf ("Schwertkämpfer") als Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Anfang der 1990er Jahre gegründete radikale Gruppe ist für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht worden, darunter ein Anschlag auf eine Fähre mit 116 Toten im Februar 2004, und hat zudem wiederholt Menschen entführt, darunter viele Ausländer, um Lösegeld zu erpressen. Die Insel Jolo gehört zu ihrem Rückzugsgebiet. Dorthin wurden im Jahr 2000 auch Touristen von Abu-Sayyaf-Kämpfern von einer Taucherinsel in Malaysia entführt. Die Touristen wurden monatelang im Dschungel festgehalten. (APA)

 

 

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.