Jean-Claude Juncker : Beispiellose Hilfe

21. Februar 2012, 06:30
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Währungskommissar Rehn: Marathon ist wirklich ein griechisches Wort

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat das zweite Rettungspaket für Griechenland als beispiellos bezeichnet. Damit könne Griechenland auf einen glaubwürdigen Weg zurück zur Nachhaltigkeit kommen und Wachstum und Beschäftigung sichern. EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte nach den mehr als zwölfstündigen Verhandlungen der Euro-Finanzminister in den frühen Dienstag-Morgenstunden, er habe diese Nacht "wirklich gelernt, dass Marathon ein griechisches Wort ist".

Juncker sagte, die Hilfe für Griechenland garantiere auch den Verbleib des Landes in der Eurozone. Er bekräftigte die Einrichtung eines Sondersperrkontos für Griechenland, mit dem die Schulden laufend beglichen werden können. Das zweite Rettungspaket habe ein Volumen von 130 Milliarden Euro bis 2014 und beinhalte eine 53,5 Prozent Beteiligung des Privatsektors am Schuldenschnitt sowie auch eine Beteiligung des öffentlichen Sektors. Der Schuldenstand werde bis 2020 auf 120,5 Prozent sinken.

Hilfspaket nutze der gesamten Eurozone

Das Hilfspaket nütze nicht nur Griechenland, sondern der gesamten Eurozone. Es werde erfolgreich sein. Die Euro-Finanzminister haben laut Juncker auch über die Höhe der Rettungsschirme EFSF und ESM beraten. Eine Einschätzung der 500 Milliarden Euro werde beim EU-Gipfel Anfang März erfolgen. Er hoffe, dass dort eine "Erhöhung der kombinierten Ausleihkapazität" und eine Beschleunigung der Einzahlung von Kapital in den ESM bestätigt werde.

Rehn sprach von einem wesentlichen Schritt nach vorn. Das Hilfsprogramm für Griechenland sei an strenge Bedingungen geknüpft. Die Überwachung werde seitens der EU verstärkt. Auch Rehn sprach von einer beispiellosen Hilfe und Solidarität gegenüber Griechenland durch die Euro-Partner. Es handle sich um eine wirkliche Chance, den Weg zurück zu finden. (APA)

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