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vergrößern 645x500Wer etwas lernen möchte, muss auch etwas lehren können.
Wien - Die Idee ist denkbar simpel: Wer etwas Neues lernen will, muss keine teuren Kurse besuchen, sondern kann auf der Internetplattform 2tangos kostenlos sein eigenes Wissen als Tauschwährung anbieten. Die Seite ist erst knapp zwei Wochen online - trotzdem haben sich bereits mehr als 1600 Menschen aus 50 Ländern für den Tauschhandel eingetragen. Der Einfall stammt von den zwei Wienern Daniel Gallner und Iky Sandorffy, der in Tel Aviv lebt. Aus diesen beiden Städten kommen auch die meisten Anmeldungen, dicht gefolgt von Hamburg und London. "Ich war ewig auf der Suche nach einem Chinesisch-Lehrer", sagt der 30-jährige Gallner. Bei einem gemeinsamen Bier erzählte er Freunden von seinen Mühen, das Prinzip 2 tangos ward geboren.
Gemeinsam drehten sie ein lustiges Video, in der Hauptrolle Erika Pluhars Enkel Ignaz, dessen Rücken im Yoga bedenklich knackst, der dafür aber umso besser Skateboarden kann. Er sucht also eine Yogalehrerin und bietet dafür seine Talente an. Via Social-Media-Kanäle verbreitete sich der Link rasend schnell über den Globus. In zehn Ländern wurden schon lern- und lehrwillige Paare zusammengebracht. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Deutsch, Kochen, Spanisch oder Fotografieren.
Aber auch Gebärdenspräche, Poledance oder EDV-Programmierung werden angeboten oder gesucht. Über einen Algorithmus wird der passende Partner in der gleichen Stadt gefunden und dessen Emailadresse oder Social Media-Profil (bei Einwilligung) vorgeschlagen. Alles andere ist dann Sache der beiden. Zielgruppe sind vor allem Studenten. "Die haben bekannterweise am wenigsten Budget", sagt Gallner. Jetzt schreiben die Betreiber von 2tangos gezielt Hochschulvertretungen in Österreich und Deutschland an. Gallner: "Je mehr sich anmelden, desto schneller können wir jemanden finden." (juh, DER STANDARD-Printausgabe, 21.2.2012)
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