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Monterrey - Bei einem Gefängnisaufstand nahe der nordmexikanischen Stadt Monterrey sind mindestens 44 Häftlinge ums Leben gekommen. Ursache sei ein Streit zwischen rivalisierenden Gruppen in der Anstalt in Apodaca gewesen, teilte Gefängnisdirektor Gilberto Cesena mit. Behördenangaben zufolge gelang 30 Häftlingen während des Aufstands die Flucht.
Die Polizei habe die Lage inzwischen unter Kontrolle, hieß es. In dem für 1.500 Häftlinge ausgelegten Gefängnis sitzen rund 3.000 Menschen ein. Apodaca liegt rund 30 Kilometer von Monterrey, der Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo Leon, entfernt. Der Sprecher der Sicherheitsabteilung des Bundesstaats, Jorge Domene, sagte, es seien keine Schusswaffen gebraucht worden. Die Toten wiesen demnach Stichwunden auf. Sämtliche Tote befänden sich in der Abteilung D des Gefängnisses. Mit Stangen, Holzstücken und Feilen bewaffnete Häftlinge aus der Abteilung C hätten diese Abteilung angegriffen.
30 Häftlinge entkommen
Der Gouverneur von Nuevo Leon, Rodrigo Medina, sagte auf einer Pressekonferenz am Montag, eine Gruppe von 30 Gefangenen sei aus der Haftanstalt entkommen. Für Hinweise zu ihrer Ergreifung setzte die Regierung des Bundesstaats Belohnungen in Höhe von bis zu zehn Millionen Pesos (595.000 Euro) aus.
Das Gefängnis in Apodaca soll vom Zeta-Drogenkartell beherrscht werden. In der Region um Monterrey liefern sich das Zeta- und das Golfkartell blutige Auseinandersetzungen um die Schmuggelrouten in die USA. Die Gefängnisse in Mexiko sind chronisch überbelegt. Tödliche Aufstände und Massenausbrüche sind keine Seltenheit.
Erst Anfang Jänner waren bei einer Auseinandersetzung zwischen Gefangenen in einer Haftanstalt im Nordosten Mexikos mindestens 31 Menschen getötet worden. 13 weitere Insassen des Gefängnisses Santa Amalia im Bundesstaat Tamaulipas wurden verletzt. Bei einem Brand in einem ebenfalls völlig überfüllten Gefängnis in Honduras kamen am Dienstag vergangener Woche jüngsten Angaben zufolge 359 Häftlinge ums Leben. (APA)
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