BZÖ: "Wenn Telekom klagt, muss Wittauer zahlen"

Stefan Petzner kündigt an, sich im Fall einer Rückforderung von Parteispenden an Ex-Abgeordnetem schadlos zu halten

Wien - Sollte die Telekom Austria tatsächlich eine Rückforderung der 2006 in Richtung BZÖ geflossenen Gelder einklagen, will sich die Partei an ihrem früheren Abgeordneten Klaus Wittauer schadlos halten. Das sagte der stellvertretende Klubchef Stefan Petzner am Montag der APA. Wittauer habe die Gelder von der Telekom "organisiert" und sei daher die "Schlüsselfigur". Die Partei sei damals nicht darüber informiert gewesen, woher das Geld stamme, versicherte Petzner: "Es hat in der Partei immer nur geheißen: das Geld vom Klaus."

"Streit verkünden"

"Wenn die Telekom klagt", so Petzner, "dann werden wir dem Herrn Wittauer den Streit verkünden müssen und uns das Geld vom Herrn Wittauer holen."

Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss hatte der BZÖ-nahe Werber Kurt Schmied ausgesagt, dass er Scheinrechnungen über 720.000 Euro an die Telekom Austria gestellt habe. Das Geld ist demnach in den BZÖ-Wahlkampf des Jahres 2006 geflossen. Den Auftrag, die Rechnungen an die Telekom zu schicken, will Schmied von Wittauer bekommen haben. Wittauer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (APA)

  • Wird beschuldigt, der Telekom Scheinrechnungen ausgestellt zu haben: Klaus Wittauer.
    foto: apa/jäger

    Wird beschuldigt, der Telekom Scheinrechnungen ausgestellt zu haben: Klaus Wittauer.

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