Solarenergie in Österreich

Weniger Förderungen lassen Markt schrumpfen

20. Februar 2012, 14:16

Jedes siebente heimische Einfamilienhaus ist mit einer Solaranlage ausgestattet, 2011 ging der Markt zurück

Wien - Jedes siebente heimische Einfamilienhaus ist mit einer Solaranlage ausgestattet. Damit ist Österreich punkto Sonnenenergie weltweit führend. Nur in Israel, Zypern und auf der Karibikinsel Barbados sind pro Kopf mehr Solaranlagen installiert, sagte Roger Hackstock vom Verband Austria Solar am Montag vor Journalisten. 2011 ist der österreichische Markt aber zum zweiten Mal in Folge geschrumpft. Grund war der Wegfall von Förderungen in Niederösterreich. Die Branche wünscht sich, dass thermische Anlagen in ganz Österreich in die Bautechnikverordnung aufgenommen werden und blickt mit Argusaugen auf die Konkurrenz aus China.

2011 wurden in Österreich rund 240.000 Quadratmeter Kollektorfläche installiert - das ist ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zu 2010. Damals war der Markt um 21 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahr sei der "größte regionale Solarmarkt" Niederösterreich de facto zum Erliegen gekommen, so Hackstock. In dem Bundesland sei nämlich der aus Wohnbaufördermitteln gespeiste Direktzuschuss u.a. für Wärmepumpen und Solaranlagen gestrichen worden. Bei Installation einer Solaranlage hatte man 30 Prozent der Investitionssumme, maximal jedoch 2.200 Euro, zurückbekommen.

Als Folge des Marktrückgangs - in Niederösterreich betrug das Minus 70 Prozent - seien Solaranlagen 2011 im Schnitt um rund 10 Prozent billiger geworden. Für eine schlüsselfertige Warmwasseranlage müssen derzeit rund 6.000 Euro berappt werden, eine sogenannte Heizungsunterstützung mit 6 Quadratmeter Kollektorfläche kommt auf mindestens 12.000 Euro. Mit Förderung rechnen sich solche Anlagen nach zehn bzw. 15 Jahren, sagte Hackstock - "unter der Annahme, dass die Öl- und Gaspreise in den nächsten zehn Jahren so stark steigen wie in den vergangenen zehn Jahren", nämlich jährlich um 4,6 (Öl) bzw. 4,1 Prozent.

Sparpaket und die Auswirkungen

Der Verband hofft nun, dass sich das Sparpaket nicht negativ auf den Solarmarkt auswirkt. Hier geht es vor allem um die Verhandlungen für den nächsten Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern. Die Solarförderung hängt ja an den von Ländern vergebenen Wohnbauförderungen. Diese sollten wieder zweckgebunden werden, meint Hackstock und schließt sich damit einer Forderung der Wirtschaftskammer an. Von den 2,37 Mrd. Euro, die die Länder pro Jahr vom Bund bekämen, fließe zwischenzeitlich nicht einmal mehr die Hälfte in den Wohnbau.

Angesichts der von EU-wegen notwendigen CO2-Einsparungen bis 2020 seien noch weitere Maßnahmen nötig: Thermische Solaranlagen sollen in die Bautechnikverordnung und die öffentliche Beschaffungsrichtlinien aufgenommen werden, fordert Hackstock. Dies würde eine Reduktion von 272.000 bzw. 264.000 Tonnen Kohlendioxid bringen. In Salzburg und der Steiermark sei eine entsprechende Regelung bereits seit Mitte 2011 in Kraft. "Das gilt für jedes Gebäude. Man muss mindestens eine Solarthermieanlage installieren." 230.000 Tonnen CO2 könnten bei verpflichtender Errichtung einer thermischen Solaranlage zur Inanspruchnahme der Wohnbauförderung eingespart werden. Vorbild sind hier Salzburg, Wien und Vorarlberg. Diese Maßnahmen würden Hackstock zufolge keine zusätzlichen Mittel erfordern, aber dem Fiskus bis 2020 Steuereinnahmen von etwa 1,6 Mrd. Euro bringen.

Darüber hinaus soll der Staat 100 Mio. Euro an Fördervolumen für Prozesswärme und solare Kühlung in die Hand nehmen. In diesen Bereichen, die hauptsächlich die Industrie betreffen, sei man noch ganz am Anfang der Entwicklung, sagte Hackstock. Potenzial gebe es auch bei Mehrfamilienhäusern. Erst 2 von 100 Wohnungen würden mit Solarenergie versorgt, dafür jedes siebente Einfamilienhaus und mehr als jeder vierte der 15.000 infrage kommenden Betriebe.

Kleines Land als Global Player

Puncto Technologie gehört Österreich zu den Global Players. So ist die im Jänner vollständig in Betrieb genommene weltgrößte Solarthermieanlage in Saudi-Arabien made in Austria. Die Anlage hat eine Kollektorfläche von 36.300 m2 und speist mit 92 Grad Celsius ins Fernwärmenetz der Frauenuniversität Princess Nora Bint Abdul Rahman University ein. Auf dem Unicampus werden 60.000 Studentinnen und Mitarbeiterinnen leben und lernen. Zum Vergleich: Österreichs größte Solaranlage ist laut Hackstock 5.000 Quadratmeter groß und steht auf dem Dach eines Grazer Abfallentsorgers. Auch die weltgrößte Solarkühlung stammt aus Österreich. Die Anlage mit einer Kollektorfläche von 3.900 Quadratmeter wurde im Dezember 2011 in Singapur für das United World College of South East Asia eröffnet.

Überhaupt sind Österreichs Solarfirmen stark im Ausland. Im Jahr 2011 wurden laut Hackstock rund 80 Prozent der hierzulande hergestellten 1,3 Millionen Quadratmeter Kollektoren exportiert. Umgekehrt betrage die Importquote nur 5 Prozent. Angst haben die Hersteller vor der Konkurrenz aus China. Noch seien Chinesen zwar bei Solarkollektoren "nicht so aggressiv wie bei Photovoltaik, weil sie nicht dieselbe Technik haben". Während es in Europa fast nur Flachkollektoren gebe, setze China auf sogenannte Röhrenkollektoren. "Die können mehr und kosten mehr." Sollte aber China auf Flachkollektoren umsatteln und diese in großem Stil nach Europa liefern, wäre dies auf jeden Fall ein "Bedrohungspotenzial", meinte Hackstock. "Österreich und Deutschland müssen die chinesische Konkurrenz scharf im Auge haben."

In Österreich waren Ende 2011 mehr als 270.000 Solaranlagen in Betrieb. Heuer soll der fünfmillionste Quadratmeter Sonnenkollektor montiert werden. (APA)

Kommentar posten
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Erstversuch
11
28.2.2012, 13:07
Was sagt ein Öko nach der Energiewende

"Das habe ich nicht gewollt."
"Das haben wir nicht gewusst."
" Ich war nie in der Partei."

Ja bitte
22
24.2.2012, 16:28
"...erpflichtender Errichtung einer thermischen Solaranlage"

Verpflichtend?? - Bitte was?
Also ich habe bis jetzt ja immer die Solarthermie als deutlich sinnvoller als die PV empfunden aber das was der Typ von sich gibt geht auf keine Kuhhaut und ist Kommunismus pur!
Hat der noch NIE etwas von Nebel- und Schattenlagen gehört?? - Muss sich jetzt jemand der ein Grundstück an der Nordseite eines hohen Waldes oder eines Berges eine Solaranlage aufs Dach schrauben obwohl sich diese in seiner Lage NIE rentieren kann? Oder wenn sich einer Sowieso an eine Fernwärme anschließen lässt, MUSS der dann auch per Gesetz "doppelt moppeln"?!
Bitte sperrts diese Schwachsinnigen die ALLES per Zwang regeln wollen bitte endlich in Irrenhaus!

Ja bitte
11
24.2.2012, 16:34
ps.

Nein, für den Staat fallen durch so eine Pflicht vielleicht keine (direkten) Mehrkosten an, aber für den Häuselbauer sehrwohl.
Wenns Wirtschaftlich Sinn macht, von mir aus aber wenn nicht - was soll das dann??
Um das selbe Geld könnte sich der Häuselbauer dann auch mehr Dämmung aufs Haus klatschen, ein sparsameres Auto kaufen oder das Geld einfach in der Gastronomie ausgeben. - In jedem dieser Fälle hätte er etwas sinnvolleres getan: Mehr Arbeitsplätze geschaffen, Steueraufkommen erzeugt oder Energie gespart.
Zwang führt eben fast immer zu Ineffizienter Nutzung von Geld und Ressourcen - und SCHÄDIGT so gesehen sehrwohl auch den Staat!

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
00
21.3.2012, 17:39
schwachsinn des vorposters

Jeder der sich wenn er oder sie es sich aussuchen kann in Nebel oder Schattenlage baut ist verrückt!

Andreas Mittermayer
01
26.2.2012, 22:14
"...Zwang führt eben fast immer zu Ineffizienter Nutzung von Geld und Ressourcen..."

.
Etwa so wie der Zwang zum Bau eines Autoabstellplatzes?

Ja bitte
00
27.2.2012, 11:24
Ah, guten Morgen Herr M. ;)

In dem Fall gehts vorallem darum, dass die Leute oft irgendwann doch noch draufkommen ein Auto zu wollen und Ihrer Pups-Kiste dann oft genug, die Straße, den Gehsteig den Radweg verstellen.
Aber ja, wenn die Polizei es mal schaffen würde konsequent die Radweg, Kreuzungs und Gehsteigsverparker abzustrafen: von mir aus weg damit. Auch der sinnlose Zwang zu zig Notkaminen -die werden oft NUR wegen der Bauordnung eingebaut, und wenn man Jahrzehnte später tatsächlich einen Holzofen haben will ist er oft genug noch an der falschen Stelle und man braucht wieder einen neuen Edelstahlkamin. Weg damit!
Prinzipiell finde ich eine Garage aber auch ohne Auto nicht ganz unsinnig: auch die Fahrräder, die Apfelkisten usw. aber gut das führt jetzt zu weit:)

Andreas Mittermayer
00
27.2.2012, 13:10
Ebenfalls guten Morgen, lieber Ja bitte!

.
"...wenn die Polizei es mal schaffen würde konsequent die Radweg, Kreuzungs und Gehsteigsverparker abzustrafen..."

Ja, da bin ich auch dafür! Dagegen bin ich, wenn ich gezwungen werde, einen teuren Parkplatz auf meinem Grund zu errichten, der mir dann auch noch den Platz für Anderes raubt!

Insoferne sollte gleiches Recht für alle gelten. Und wenn mir ein Autoabstellplatz vorgeschrieben wir, bin ich auch für Vorschriften zur Wärmeisolierung UND für die Vorschriften zur Nützung von Solarenergie.

(Das Letztere allerdings mit Einräumung eines Antragsrechts auf Ausnahme aus besonderen Gründen, etwa Verschattung etc.)

Ja bitte
00
27.2.2012, 14:46
Antragsrechts...

da darf man dann betteln gehen...
"Die Partei, die Partei die hat IMMER recht...und von Stalins geleit.. die Partei, die PARTEI, die PARTEI!" :-)

Andreas Mittermayer
00
27.2.2012, 14:48
Ja, was die Autoabstellplätze betrifft, hat man ja nicht einmal

ein Antragsrecht!

gueb
12
21.2.2012, 20:45
Solarenergie und Atomförderung

Zur Anlage auf dem Bild - das ist sehr wohl eine Photovoltaik-Anlage mit amorphen Solarzellen! Da gibt es über die Modulfläche so ein gleichmäßiges Aussehen ohne Einzelzellen!

Nachdem hier scheinbar Kampfposter der
E-Wirtschaft ihre Antisoarlstatements von sich geben, sei erinnert an die Atomförderung in Österreich und Europa bzw. Weltweit. Wenn all diese Förderungen und die zu geringen Versicherungen und die Aufwendungen für Polizeiaktionen zum Transport von Atommüll und.und ....und.... miteingerechnet werden ist die Förderung für Solarenergie sehr gering - im Promillebereich der Atomförderung!!!
Es ist natürlich zu hinterfragen ob all diese Förderungsaktionen sein müssen - in der Hauptsache dienen sie Banken und Unternehmen!

Ja bitte
12
24.2.2012, 16:14
Ah, die Polizeiaktionen,...

die man braucht weil Bürger wie Sie Geleise beschädigen, die angemeldeten Demos nicht nach deren offiziellem Ende Verlassen sondern solange den Schienenverkehr behindern und Polizisten attackieren bis man halt mit mehr Personal und Aufwand diese Randalierer und Gesetzesbrecher festnehmen muss...
Wissens was: Ich Blockiere Morgen die Zufahrt zu Ihrem Haus mit einem Gefällten Baum, säge die Stromleitung zu Ihrer Solaranlage durch usw.
Glauben Sie, dass Sie dann den Polizeieinsatz und die Beseitigung der Schäden bezahlen müssen? - eben!
Warum also sollte das dann die Atomindustrie tun???

gigngogn
 
22
24.2.2012, 14:48
Ihre Aussage ist unrichtig, wie man am Beispiel von D schön zeigen kann

Förderungen der Kernenergie seit den 1950er Jahren bis jetzt knapp unter 50Mrd€, davon gingen 80% in die Forschung.

Allein die Betriebssubventionen der PV haben D seit Beginn des EEG knapp über *100Mrd€* gekostet.
Ohne Forschung, Investitionssubventionen, Steuerbegünstigungen, externe Kosten usw.
Wind & Biomasse ist da noch gar nicht drinnen.

Im Durchschnitt kostet die kWh 'Ökostrom' in D mittlerweile 13€Cent, Tendenz steigen.
Die EEG-Umlage pro kWh liegt bereits bei über 3,5€Cent/kWh (und damit *über* den Herstellungkosten pro kWh Atomstrom) und soll heuer auf knapp 4€Cent/kWh steigen.

Prost Mahlzeit und wohl bekomms.

Andreas Mittermayer
21
26.2.2012, 22:19
Das ist natürlich Unsinn, wie (fast) immer, wenn Sie irgendeine Aussage machen!

.
Denn die Förderungen für Solarstrom betragen gerade einmal € 55 Mrd. Und das vom Jahr 2000, dem Beginn der Einspeisevergütung, bis zum Jahr 2030, dem Jahr, in dem die garantierte Vergütung für 2010 errichtete Anlagen ausläuft. Also über einen Zeitraum von 30 Jahren!

Siehe auch:

http://www.nrhz.de/flyer/bei... p?id=15808

gigngogn
 
12
28.2.2012, 11:04
EH klar, alles Idioten ausser Greenpeace :)

FAZ: Gesamtkosten der Energiewende 250-300Mrd€
http://www.faz.net/aktuell/w... 16302.html

Spiegel: Solarsubventionen übersteigen 100Mrd€ Schwelle
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 47,00.html

Slate: 130 billion $ solar subsidies in germany
http://www.slate.com/articles/... dies_.html

Tagesspiegel: Solarbranche kommt ins Trudeln
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaf... 52370.html

Spiegel: Verblendet, Hohe Kosten, kaum Leistung
http://www.spiegel.de/spiegel/p... 88339.html

usw usf

aber klar, alles nur gelogen....

Andreas Mittermayer
00
28.2.2012, 11:59
Nicht alles gelogen. Doch verzerrt in der Darstellung!

.
Wenn Sie etwa die Einspeisetarife mit den Kosten verwechseln kommen sie auf falsche Ergebnisse. Als Kosten können etwa nur die Differenzkosten betrachtet werden. Und wenn Sie das tun (und noch andere Effekte berücksichtigen, kommen Sie auf ganz andere Werte.

Siehe mein link oben.

Ja bitte
00
27.2.2012, 15:20
(2) Artikels erst installierten Anlagen

2.HJ2010 ~4000MW +2011: ~7500MW =12500MW x20J x~900h/J x ~24ct/kwh = ~55Mia€ dazukommen!
Also bis heute ~110Mia€
Gigngogn hat die Zahl ja sogar noch eher zu niedrig angegeben und muss sich dann von jemanden belehren lassen, der offenbar weder die Fördermechanismen kennt noch Multiplizieren kann.. tztztz
Mittermayer... jetzt enttäuschen Sie mich aber. Ich meine, das können Sie doch besser, oder???

Andreas Mittermayer
11
27.2.2012, 16:48
Nochmals für Sie:

.
Auszug aus oben von mir verlinkten Artikel:

"...Selbst wenn man konservativ rechnet... ... beträgt die Summe ... knapp 55 Milliarden. Und das vom Jahr 2000, dem Beginn der Einspeisevergütung, bis zum Jahr 2030, dem Jahr, in dem die garantierte Vergütung für 2010 errichtete Anlagen ausläuft...

Ihre Rechnung ist, wie Sie anhand des Artikels sehen können, eine (aus druchsichtigen Gründen) gerne von Atomkraftlobbyisten dargestellte Milchmädchenrechnung.

Ja bitte
10
27.2.2012, 19:07
Milchmädchenrechnung...

na, wenigstens schöne Vokabeln können Sie noch hervorpressen.
Nur irgend wie kommt mir vor Sie wiederholen sich - anstatt vielleicht z.b. Sachargumente zu liefern, also bereichern Sie mich:
Wie geht denn Ihrer Meinung nach die Rechnung.
Ich meine so mit "echten" Zahlen :)

Ah, ja: das ist "alles sehr kompliziert"(Sinowatz) und "Bierdeckelrechnungen"(passen auf einen Bierdeckel) sind natürlich unter ihrem Niveau. - hab ichs richtig erraten und: krieg ich jetzt ein Sterndi :)))

Andreas Mittermayer
01
27.2.2012, 19:13
"...Wie geht denn Ihrer Meinung nach die Rechnung..."

.
Na etwa so:

http://www.wupperinst.org/uploads/t... ericht.pdf

Aber da müssten Sie etwas mehr lesen.

Geht das??

Ja bitte
00
27.2.2012, 20:17
Ich habe das jetzt schnell überflogen...

speziell ab Seite 26 wo die Kosten der RWI-Studie "korrekurgerechnet" werden:
Voraus festzuhalten ist die Ausgehende Fragestellung der RWI:
"Bei der Berechnung der Kosten berücksichtigten die RWI-Autoren diejenigen Fotovoltaik-Anlagen die in den Jahren 2000 bis einschließlich 2010 installiert worden sind."
Also wie ich richtig erwähnt habe für die 1,9% die es damals schon gab, und nicht für das was irgend wann später zugebaut wird. Somit ist schon mal ihre Aussage von 13.20: "Sie sollten den Artikel besser lesen..Denn die 55 Mrd.€ für die Solarstromförderung ist die Summe der Jahre 2000 bis 2030. Und bis dahin hat Deutschland einen Solarstromanteil von eher 30% als 3,5%."
Also wie ich gesagt habe: SIE sollten besser lesen, nicht ich!

Ja bitte
00
27.2.2012, 20:16
(2) in diesem Schulmeisterlichen Ton indem Sie

Aussagen (von mir oder anderen) korrigieren gehts weiter:
Die RWI-Studie hat für die Anlagen die bis 2010 errichtet wurden eine Fördersumme von 66Mia errechnet, die nach WPI-Korrektur "nur" 61,8Mia ohne Merit-Order oder (angeblich) 54,7Mia mit MO und Länger Lebens-/Produktionszeit als 20J(26J) ergeben.
Die 55Mia habe ich vorher aber ja noch nicht mal bestritten sondern nur eine ungefähre DaumenxPi Abschätzung für die zusätzlichen Anlagen die 2011 u. 2012 errichtet wurden! Die Kosten pro eingespeister kwh habe ich dabei bewusst sehr grob abgeschätzt, aber Tatsache ist, dass seit dem ~14,7GWh(7,2+7,5) dazugekommen sind.
Wir können jetzt die genauen Zahlen erheben und vieleicht erechnen sich dann auch Korrekturen im einstelligen Prozentbereich

Andreas Mittermayer
11
27.2.2012, 20:58
Im Jahr 2011 wurden 6,9 kWp zusätzlich errichtet. Im Jahr 2012

noch fast gar keine.

Darüber hinaus haben Sie ja nicht die relevanten (und auch nicht durch Bierdeckelrechnungen ermittelbaren) Differenzkosten für die Berechnung herangezogen, sondern die Einspeisetarife. Würden Sie richtig rechnen, kämen Sie auch wenn sie die seit Beginn 2011 errichteten Anlagen berücksichtigen nicht einmal annähernd auf € 100Mrd. Maximal sind Sie ein einer Höhe von € 70 Mrd. (Gesamt! vergl. auch Seite 10)

Weiters können Sie ebenfalls dem Papier entnehmen (Seite 10), dass etwa umweltschädliche Förderungen in Deutschland pro Jahr knapp € 50 Mrd. betragen, ohne die ebenfalls auf dieser Seite aufgelisteten Vorteile des Ausbaus der erneuerbaren Energieträger aufzuweisen.

(Fortsetzung unten)

Andreas Mittermayer
00
27.2.2012, 20:58
Fortsetzung:

.
Und gerade was die Zukunft betrifft, wird die Photovoltaikförderung fast gar keine Rolle mehr spielen, da die Photovoltaik schon in kurzer Zeit ein Selbstläufer werden wird, für den keine oder kaum mehr Förderungen notwendig sein werden.

D.h. man kann davon ausgehen, dass die in diesem Papier dargestellten Förderungen schon fast die Gesamtkosten für die Photovoltaik sind bzw. sein werden.

Ja bitte
00
27.2.2012, 20:14
(3) Dann sind es womöglich nur 40 statt 50Mia die für

2011+2012 dazukommen. - Was ändert das jetzt aber an der Grundaussage, dass die PV die bis HEUTE erreichtet wurde Kosten von grob 100Mia verursacht.

So und jetzt noch zu MeritOrder und der Laufzeit über die 20Jahre hinaus!
Diese Annahmen dazu projizieren einen kurzfristigen Markteffekt (Preisbildung an der Strombörse in die Zukunft).
Der Solarstrom ersetzt heute Spitzenstrom zu Mittag weil zu dieser Zeit mehr erzeugt wird als die Grundlastkraftwerke liefern. Doch wie wird sich der Strompreis zu Mittag entwickeln wenn IMMER MEHR solarstrom im Netz ist? - Das Angebot an Solarstrom wird irgend wann den Mehrverbrauch (über Grundlast übersteigen). Dann ist aber nicht "zu wenig" sondern "zu viel" Strom im Netz.

Ja bitte
10
27.2.2012, 20:14
(4) - Dann ergibt sich aber eine Preisbildung (bei Sonnenschein)

wie derzeit um 2Uhr nacht: der Strom wird billiger als billigste Grundlast, weil man den Strom den Kunden (Pumpspeicherwerke, Nachtspeicherheizungen, Insustrien mit beschränker Lastfolgefähigkeit) geradezu aufdrängen muss:
Der MeritOrder Effekt verkehr sich ins Gegenteil und der Strom der zwischen dem 21 und dem 26 Betriebsjahr erzeugt wird ist am Mark keine 3ct mehr Wert.
So, und jetzt erwarte ich mir, dass SIE sich entschuldigen, weil Sie permanent behaupten, dass ich Lesefaul wäre obwohl in Wahrheit SIE es sind der sich das von Ihnen zitierten Papers von mir "vorlesen" lässt!
Was zahlen Sie mir eigentlich als Vorleser und Nachhilfelehrer?(mein letzter Sundensatz für HTL Nachhilfe lag bei 50€/Stunde!)

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