OMV: Erste Group sieht Erholung

Wien - Die Analysten der Erste Group rechnen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatzanstieg beim heimischen Ölkonzern OMV, bei gleichzeitig gesunkenen Zahlen für das bereinigte Betriebsergebnis ("clean ebit") und den bereinigten Nettogewinn nach Minderheiten ("clean net profit after minorities"). Bestimmende Faktoren für die Entwicklung des Ölkonzerns waren 2011 der starke Ölpreis und die Produktionsausfälle in Libyen und im Jemen. Die OMV legt am Mittwoch, dem 22. Februar, 2012 vorläufige Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor.

Den Schätzungen der Erste Group zufolge ist der Umsatz der OMV 2011 um 46,1 Prozent von 23,323 Mrd. im Vorjahr auf 34,065 Mrd. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis dürfte im Gesamtjahr mit 2,423 Mrd. Euro um 3,8 Prozent über jenem von 2010 mit 2,334 Mrd. Euro liegen, so die Erste Group. Der Nettogewinn wird laut Prognosen der Experten bei 1,025 Mrd. Euro erwartet, und damit um 11,3 Prozent höher gegenüber dem Vorjahreswert (920,6 Mio. Euro).

Das bereinigte Betriebsergebnis verringerte sich 2011 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,47 Mrd. Euro. Der um Lagerhaltungsgewinne bzw. -verluste und Sondereffekte bereinigte CCS Nettogewinn lag mit 1,032 Mrd. Euro um 7,7 Prozent niedriger als 2010 (1,118 Mrd. Euro).

Im vierten Quartal konnte sich die OMV nach den Produktionsausfällen im Jahresverlauf in Libyen und Jemen wieder etwas erholen - unter anderem hätten der stärkere Dollar und die gestiegene Produktionsleistung das Schlussquartal 2011 gegenüber den Vorperioden begünstigt, sagt Erste-Group-Analyst Thomas Unger. Die Wiederaufnahme der Produktion in Libyen wird seiner Ansicht nach der größte Ergebnistreiber im laufenden Geschäftsjahr 2012 sein. (APA)

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