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Wien - Zu den Klängen der Tritsch-Tratsch-Polka überreichte Philip Ginthör von Sony Music dem Vorstand der Wiener Philharmoniker Clemens Hellsberg und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz Doppelplatin für über 40.000 verkaufte CDs des Neujahrskonzerts 2012. Auch die DVD wurde bereits vier Tage nach der Veröffentlichung mit Platin für über 10.000 verkaufte Stück ausgezeichnet.
Das diesjährige Neujahrskonzert, dirigiert von Mariss Jansons, brachte nicht nur TV-Zuseherquoten in Rekordhöhe, sondern auch erstmals eine "Spitzenposition in allen relevanten Klassikmärkten der Welt", wie Ginthör betonte. Trotzdem wollen ORF und Sony in Zukunft verstärkt auch auf neue Medien setzen, um junges Publikum anzusprechen.
Schon in den vergangenen Jahren wurden die Aufnahmen des Neujahrskonzerts regelmäßig mit Doppelplatin ausgezeichnet. Trotzdem werden die Verkäufe dieses Jahr eine neue Höchstmarke überschreiten, zeigt sich Ginthör überzeugt. Schon jetzt habe Sony in einem Monat weltweit rund 150.000 CDs verkauft, das ist mehr als der gesamte Verkauf im letzten Jahr.
Für Wrabetz ist das Neujahrskonzert ein gutes Beispiel dafür, dass klassische Verbreitungsformen nicht in der Krise sind. Über 70 Fernsehstationen aus der ganzen Welt übertrugen es live. Erstmals konnte man das Neujahrskonzert aber auch über Livestream verfolgen. Dieses Angebot haben immerhin einige tausende Menschen genutzt, so Wrabetz. Man müsse so ein Ereignis auf allen Plattformen anbiete, erklärte der ORF-Generaldirektor. Rund fünf Prozent der Aufnahmen wurden digital verkauft, erklärt Ginthör. (APA)
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ad wrabetz "klassische Verbreitungsformen nicht in der Krise": ja, das gilt aber nur für eben die klassik und die volksmusik. in anderen musikgenres liegt der trend anders, aber immer alles schön in einen topf werfen, damit sich nix ändern muss.
ad phillies: wieviele frauen spielen derzeit in diesem orchester und wie hoch ist die subvention? ok, die verknüpfung von frauenanteil und subvention ist ein alter hut, aber wie hoch ist die subvention (2002 waren es 2,2 millionen Euro) und warum soll diese subvention(-shöhe) bei einem derartigen erfolg notwendig sein? gibt es obergrenzen von subventionen je nach jahresumsatz? nein, aber warum nicht?
Die Frage ist tatsächlich, wie derartige Subventionen zu rechtfertigen sind. Seit 2002 erhält das Orchester, die von Frau von Kiki erwähnte jährliche Subvention von ca. 2,2 Millionen, wieder eingeführt wurde diese von Franz Morak ("Tradition und Kreativwirtschaft fördern"), weiters gibt es Daueraufträge in der Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen, mehr oder weniger automatische Professuren und eine immer noch schlechte Frauenquote. Diese Mehrfachfinanzierung aus staatlichen Fördertöpfen ist daher insbesondere dann in Frage zu stellen, wenn es derartigen kommerziellen Erfolg gibt. 2,2 Millionen könnten somit zu jungen Musiker_innen umgeleitet werden, vor 2002 hat das Orchester auch gut gelebt.
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